bulla-blog
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Das wahre Leben:
Straßenverkehr

Übersicht

  • Verkehrsschilder (1)
    Zitat
  • Buch-Tipps
    zum Thema „Fahrrad“
  • Nahtod-Erfahrung eines Rentners
    Dämlichste Ausrede ever
  • Dialoge
  • Mann am Steuer
    Timo Beil über enen besonders testosteronschwangeren Autofahrer mit Migrationshintergrund
  • Mann am Steuer
    Zitat
  • Blinken? Nein, danke!
    Drehwurm Timo Beil über Richtungszeichen-Muffel insbesondere im Kreisverkehr
  • Freund und Helfer
    Dialoge
  • Polizei-Kontrolle
  • Verkehrsschilder (2)
    Zitat

(Foto: © Keith van der Keife)

VERKEHRSSCHILDER (1)

„Ich war schon immer dafür, dass man Verkehrsschilder
nicht umfahren, sondern umfahren soll.“
(Frank R. Bulla)

Buch-Tipps

Rezensionen zum Thema „Fahrrad“

(externe Links)



Nahtod-Erfahrung eines Rentners

Dämlichste Ausrede ever

(Foto: © Frank R. Bulla)

Ich fuhr auf dem Fahrradschutzstreifen, passierte dabei einen Rentner, der körperlich noch recht fit zu sein schien und – zumindest auf den ersten Blick – auch geistig. Gleichwohl benutzte er verbotenerweise den Fußweg. Darauf angesprochen, erinnerte er an den ehemaligen Todesstreifen zwischen Ost und West, wies mit dem Zeigefinger auf den Fahrradschutzstreifen zwischen Fußweg und Kfz-Fahrspur und meinte, dass er diese Nahtod-Erfahrung nicht bräuchte und deshalb lieber den Fußweg benutzen würde. Dazu fiel mir echt nichts mehr ein, zumal alle 20 Meter deutlich ein Schild angebrascjht war, dass den Weg eindeutig als Fußweg deutlich machte – und zwar ohne den Zusatz „Für Radfahrer frei“, denn dazu war der Fußweg im Grunde genommen auch viel zu schmal, weswegen wohl auch ein Fahrradschutzstreifen installiert worden war. Ich fuhr kopfschüttelnd weiter.

Das war in der Tat die dämlichste Ausrede, die ich seit langem gehört habe. Bleibt zu hoffen, dass ihm mal eine Polizeistreife Verkehrsregeln beibringt, die dann mit mindestens 15 Euro zu Buche schlagen – aber nur sofern er niemanden behindert oder gefährdet, sonst wird's noch teurer. Es scheint eh an der Zeit, sich seitens des Verkehrsministeriums mal mehr der Damen- und Herrschaften jenseits der 50 anzunehmen, denn die werden mit zunehmendem Alter zusehends renitenter und toppen häufig in ihrer Dummdreistigkeit noch locker Kids in den besten Flegeljahren.

Vielleicht sollte ich bei der nächsten Fahrt auf der Autobahn auch mal den Standstreifen benutzen, um der Nahtod-Erfahrung auf dem Todesstreifen in Form der linken Fahrspur zu entgehen. Alt genug für so was bin ich allemal! 😜

Interessanter Link


DIALOGE

„Ich hätte gern ein Paar neue Scheibenwischer
für meinen ‚Lada‘.“
„OK, das nenne ich mal einen fairen Tausch.“

*

Sie (am Telefon): „Schatz, das Auto fährt nicht.“
Er: „Wenn ich nicht dabei bin, musst du links sitzen.“

*

„Angeklagter, warum haben Sie das Auto gestohlen?“
„Ich musste schnell zur Arbeit kommen, Herr Richter.“
„Sie hätten doch auch den Bus nehmen können!“
„Für den habe ich doch gar keinen Führerschein!“

*

Er: „Ich hole dich um fünf ab. Ich hupe, wenn ich da bin.“
Sie: „Kommst du mit dem Auto?“
Er: „Nein, nur mit der Hupe.“

*

Sie: „Schatz, ich hab' mich verfahren ...“
Er: „Wo bist du denn?“
Sie: „Im Auto.“



Mann am Steuer

Timo Beil über enen besonders testosteronschwangeren Autofahrer mit Migrationshintergrund

(Grafik: Frank R. Bulla)


MANN AM STEUER

„Wie ein Mann Auto fährt, so möchte er sein.“
(Anna Magnani)



Zu diesem Zitat fällt mir immer eine bestimmte Art von Mann ein: jener hormongesteuerte Zeitgenosse, der mit seiner Fahrweise ebenso penetrant negativ auffällt wie mit seinem sonstigen Verhalten und seinem widerlich stinkenden Parfum, mit dem er seine Umwelt einnebelt (ähnlich manchen Wildtieren, die mit ihrem Urin ihr Revier markieren) ...

Kürzlich kam mir in einer Sackgasse ohne Wendehammer ein solcher Möchtegern entgegen, in einer Straße, in der normalerweise – mit etwas Rücksicht – einigermaßen bequem zwei Autos einander passieren können. Da ich beim rücksichtsvollen Ausweichen bereits so dicht an einen Grundstückszaun herangefahren war, dass ich mir beim Rückwärtsfahren möglicherweise eine Schramme weggeholt hätte, wäre es an ihm gewesen, hinter dem vor ihm parkenden Fahrzeug zu warten (das sieht die „SVO“ so vor). Aber nein: Er musste seinen protzigen weißen „Mercedes“-Sportwagen unbedingt zwischen dem parkenden Auto und mir hindurchmanövrieren. Ich hätte im Leben nicht gedacht, dass man in dieser Straße drei Fahrzeuge nebeneinanderbekommt! Hätte er es nicht geschafft – das war im wahrsten Sinne des Wortes Millimeterarbeit (!) – hätten wir uns entweder Schrammen geholt oder wir hätten über den Kofferraum aussteigen müssen, weil wir uns hoffnungslos verkeilt hätten und man hätte sein Fahrzeug mittels Kran aus der Klemme befreien müssen.

Die Signal-Anlage meines Autos indes piepte die ganze Zeit und machte das auch durch eine sich bewegende Digital-Anzeige sowie das nebenstehende Symbol neben dem Tacho deutlich, weil der Abstand zum Zaun und zu dem anderen Fahrzeug stark unterschritten war.

Dieser Schnösel war, wie sich herausstellte, der Junior-Chef eines türkischen Handwerksbetriebes, der an unserem Haus tätig war (also waren wir via Baufirma sein Kunde!) – vermutlich einer von jener Sorte Sohn, der sich ins gemachte Nest setzt, nicht besonders stark durch Fleiß glänzt, dafür aber ordentlich auf die Kacke haut, wo immer er glaubt, es tun zu können.

Für mich eine klare Lachnummer, denn diese Firma war die einzige unter zahlreichen Gewerken, die durch mehrmalige terminliche Unzuverlässigkeit aufgefallen war und das Projekt zweimal kurzzeitig zum Stocken brachte, weil andere Handwerker blockiert wurden. Diese gaben sich dann alle Mühe, die Zeit wieder aufzuholen – und zwar erfolgreich. Das wird diese asoziale Type allerdings wohl kaum wahrgenommen haben. Für den zählte vermutlich nur die Ehre: sich im Straßenverkehr gegen einen vermeintlichen Widersacher durchgesetzt zu haben.



Blinken? Nein, danke!

Drehwurm Timo Beil über Richtungszeichen-Muffel
insbesondere im Kreisverkehr

(Grafik: © Frank R. Bulla)

Inzwischen gibt es deswegen überall so viele Kreuzungen, die durch einen Kreisverkehr ersetzt worden sind, weil der Kreisverkehr von der Europäischen Union seit vielen Jahren subventioniert wird. Auch wenn man sich an manchen Stellen, wo diese eigentlich alte Form der Verkehrsabwicklung wiederentdeckt worden ist, fragen muss, warum bitteschön gerade dort ein Kreisverkehr eingerichtet worden ist, bringt der Kreisverkehr doch viele Vorteile mit sich ...

Ein Vorteil liegt darin, dass erwiesenermaßen im Kreisverkehr der Autoverkehr erheblich schneller abgewickelt werden kann als an einer Kreuzung, zumal wenn Letztere noch mit einer Lichtzeichenanlage versehen ist. Rein theoretisch. Denn praktisch gesehen haben viele Autofahrer augenscheinlich nur wenig Ahnung von den Verkehrsregeln in und um einen Kreisel herum, und es herrschen Unsicherheiten, die nicht zuletzt auch von jenen völlig verdrehten Herrschaften geschürt werden, die eben keine Ahnung von den Verkehrsregeln innerhalb eines Kreisels haben oder es in ihrer pubertären Renitenz wohl einfach nur cool finden, nicht – wie vorgeschrieben – den Blinker zu setzen (und zwar während sie sich im Kreisel befinden und sie kurz davor sind, an einer bestimmten Stelle den Kreisel wieder zu verlassen). Würden besagte Herrschaften also rechtzeitig blinken, ja, würden sie überhaupt mal blinken, wüssten die in den Kreisel Einfahrenden rechtzeitig Bescheid und könnten schneller reagieren. Das käme dem eigentlichen Sinn eines Kreisels – nämlich den Verkehr deutlich zu beschleunigen – zugute. Und es käme auch dem Umstand zugute, dass Signale jedweder Art dazu da sein, eine gewisse Sicherheit im Miteinander zu gewährleisten.

Aber solange es diese obercoolen Möchtegerne gibt, die nicht nur im Kreisel nicht blinken, sondern grundsätzlich auf dieses Richtungszeichen verzichten und sich auch sonst – z. B. hinsichtlich angepasster Geschwindigkeit – eher auffällig rücksichtslos verhalten, wird es immer Unsicherheiten im Verkehr geben, die schnell mal zu einem Unfall führen können.

Übrigens: Nichtblinken ist zwar nur ein kleines Vergehen im Rahmen der Straßenverkehrsordnung, schlägt aber im Falle des Erwischtwerdens polizeilicherseits immerhin mit 10 Euro zu Buche (Stand: 2020). Zehnmal 10 Euro sind dann schnell mal 100 Euro, wobei dann noch die Frage ist – sofern sich die Polizei solche Lappalien überhaupt gesondert notiert –, inwieweit irgendwann nach soundsoviel Malen Nichtblinken doch mal Schluss mit lustig ist und die Strafe etwas heftiger ausfällt.


FREUND UND HELFER

„Polizeikontrolle. Alkohol? Drogen?“
„Danke, nein. Kaffee mit Milch, bitte! Ohne Zucker!“

*
„Polizeikontrolle. Führerschein, Fahrzeugschein, Warnweste, Warndreieck, Verbandskasten ...“
„Na, Jungs, ihr seid doch nicht etwa sauer,
weil Mama euch allen heute das gleiche angezogen hat?“

*

„Polizeikontrolle. Haben Sie Drogen oder Alkohol dabei?“
„Hau ab, du Schnorrer!“

*

„Polizeikontrolle. Haben sie Drogen oder Alkohol konsumiert?“
„Nein. Warum? Ist das jetzt Vorschrift?“

*

„Polizeikontrolle. Haben Sie getrunken?“
„Nein, ich fahre grundsätzlich in Schlangenlinien – aus Angst vor Scharfschützen.“

*

„Polizeikontrolle. Haben Sie was getrunken?“
„Nur einen kleinen Wachtmeister, Herr Jägermeister.“

*

„Polizeikontrolle. Haben Sie Restalkohol?“
„Sicher nicht, wir haben gestern alles vernichtet.“

*

„Polizeikontrolle. Ihr Wagen ist vollkommen überladen –
ich muss Ihnen leider den Führerschein abnehmen.“
„Aber das ist doch lächerlich!
Der Führerschein wiegt höchstens 50 Gramm.“

*

„Polizeikontrolle. Ihren Führerschein, bitte!“
„Hab' ich vergessen.“
„Wie: vergessen? Zu Hause?“
„Nee, vergessen zu machen.“

*

„Polizeikontrolle. Sie müssen pusten!“
„Wo tut es denn weh, Herr Wachtmeister?“

*

„Polizeikontrolle. Sie wissen, warum ich Sie angehalten habe?“
„Einsam?“

*

„Polizeikontrolle. Sind Sie gerade mit 65 durch die 30er-Zone gafahren?“
„Sie Charmeur! Ich bin schon 83!“

*

„Polizeikontrolle. Stellen Sie den Motor ab!“
„Wohin?“
„Motor aus!“
„Hat er gebissen?“
„Sind Sie betrunken?“
„Sie etwa nicht?“
„So, aussteigen!“
„Auf der linken oder auf der rechten Seite?“

*

„Polizeikontrolle. Verbandskasten und Warndreieck?“
„Danke, hab' ich schon! Aber sagen Sie mal:
Was soll diese bekloppte Kapitänsmütze kosten?“

*

„Polizeikontrolle. Wo ist Ihr Verbandskasten?“
„Hat der Wachtmeister ein Aua?“
„Nehmen Sie mich auf den Arm?“
„Oh,so schlimm ist es? Soll ich mal pusten?“

*

„Polizeikontrolle. Wissen Sie, warum wir Sie angehalten haben?“
„Weil Batman und Robin die richtigen Verbrecher jagen?“

*

„Seid ihr Zwillinge?“
„Nein. Wieso?“
„Weil euch eure Mama heute Morgen die gleichen Klamotten rausgelegt hat.“
„Dies ist eine Verkehrskontrolle!“



Polizeikontrolle

(Text: N. N.)

Polizist: „Haben Sie getrunken?“

Mann: „Ja, habe ich. Heute hat meine Tochter geheiratet. Wir sind von weit hergekommen und haben den Tag sehr genossen. Und da ich kein Bier mag, habe ich mich an Whisky gehalten.“

Polizist (sichtlich irritiert): „Sie haben schon verstanden, dass ich Polizist bin und sie angehalten habe, um einen Alkohol-Test zu machen?“

Mann: „Und Sie haben schon verstanden, dass dies ein britisches Auto ist und mein Frau gerade fährt?“

Interessanter Link

  • Verkehrs-Infos
    Infos für Radler und Pkw-Fahrer(z. B. Auszüge
    aus dem Bußgeld-Katalog), Punkte-Tacho etc.
    (extern)

(Foto: © Keith van der Keife)

VERKEHRSSCHILDER (2)

„Viele Wege führen nach Rom,
manche aber auch in eine Sackgasse.“
(Frank R. Bulla)