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Es menschelt:
Allgemeines

Übersicht

  • Orgiastisch?
    Die Nach-Corona-Zeit

  • FĂŒttern verboten!
    Zaungast Timo Beil ĂŒber merkwĂŒrdige Einfriedungen in der Nachbarschaft
  • Alles eine Frage der Relevanz
    Die Polizei, dein Freund und Helfer

Orgiastisch?

Die Nach-Corona-Zeit

In einem Posting, das mir kĂŒrzlich mal ein Bekannter via „WhatsApp“ zuschickte, war zu lesen:

  • „Laut Geschichts-Unterricht wurden im Mittelalter nach dem Sieg ĂŒber die Pest monatelang Orgien gefeiert.“

Hm... So was wĂ€re auch heutzutage im Anschluss an die Corona-Pandemie vorstellbar. So zappelig, wie in den letzten Monaten viele Leute in zunehmendem Maße geworden sind, könnte eine geradezu orgiastische Zeit auf die Pandemie folgen. Möglicherweise explodieren dann mal wieder die AIDS-Infektionen und es gibt einen enormen Baby-Boom, der viel zunĂ€chst ungewollten Nachwuchs hervorbringen könnte.

Wir sehen es ja tagtĂ€glich in vielen sehr unterschiedlichen Situationen - allein in sozialen Netzwerken und im Straßenverkehr -, dass das UngezĂŒgelte und Triebhafte im Menschen noch lĂ€ngst nicht aus den Hirnen verschwunden ist und die Vernunft noch lĂ€ngst nicht die Oberhand gewonnen hat. Die Kluft zwischen Tier und Mensch ist noch bei weitem nicht so gravierend, wie viele Leute glauben / denken / hoffen / wĂŒnschen.

In diesem Zusammenhang lĂ€sst sich ganz Aktuelles aufgreifen: beispielsweise die marodierenden Horden, die Leuten wie Trump, den sogenannten "Querdenkern" oder der "AfD" folgen, geradezu so, als hĂ€tten sie ihre Nasen noch niemals in ein Buch gesteckt, um ZusammenhĂ€nge besser begreifen zu können; stattdessen hören sie lieber auf ihre vollkommen verkorksten Instinkte. Der Mensch steckt per se noch in einer Phase, wo auf die Instinkte nicht mehr so recht Verlass ist, der Verstand aber noch nicht die nötige AusgeprĂ€gung hat finden können. Da wĂŒnscht man sich beinahe, dass besagte Gruppen besser von Wölfen angefĂŒhrt wĂŒrden - diese wĂŒrden immerhin durch große Instinktsicherheit glĂ€nzen und ihren Job in jedem Falle zu Gunsten der Natur erledigen, ... was man hingegen von Ewiggetrigen nicht erwarten kann, die sich gegen alles strĂ€uben, was ökologischen und sozialen Fortschritt bedeutet ...



FĂŒttern verboten!

Zaungast Timo Beil ĂŒber merkwĂŒrdige
Einfriedungen in der Nachbarschaft

(Grafik: © Frank R. Bulla)

KĂŒrzlich zog in einem Mehrfamilienhaus in der Nachbarschaft in Parterre ein neuer Mieter ein. Dass sich dieser Einzug offenbar sehr lange hinzog, war daran zu erkennen, dass ĂŒber Wochen hinweg sĂ€mtliche Fenster mit großen Stoffbahnen zugehĂ€ngt waren und regelmĂ€ĂŸig BaulĂ€rm zu vernehmen war – selbst durch geschlossene Fenster hindurch. Irgendwann jedoch Ă€nderte sich dieser Zustand: SĂ€mtliche Fenster waren nunmehr mit sogenannten Plissee-Jalousien versehen – das ist dieser Sichtschutz, der sich, anders als gewöhnliche Rollos oder Jalousien, nicht nur von oben nach unten, sondern auch von unten nach oben ziehen lĂ€sst.

Dass am Anfang diese Plissee-Jalousien noch sehr weit nach oben gezogen waren (wodurch nur sehr wenig Licht in die RĂ€ume gelangt sein dĂŒrfte), war nicht so verwunderlich – denn wer gibt schon gern den Blick frei auf noch unfertige WohnrĂ€ume. Doch auch nach Wochen Ă€nderte sich nichts daran. Und man fragte sich, ob da ĂŒberhaupt schon jemand wohnt.

Parallel dazu wurde auch im Garten gewerkelt. ZunĂ€chst entstanden da nur an den Grenzen des lĂ€cherlich kleinen GrundstĂŒcks seltsame kleine Holzkonstruktionen, auf die man sich ĂŒberhaupt keinen Reim machen konnte. Aber plötzlich finden diese Konstruktionen an zu wachsen. Und was am Ende dabei rauskam, war eine blickdichte, mehr als mannshohe UmzĂ€unung eines eh schon recht kleinen Gartenbereichs.

Es ist schon merkwĂŒrdig, in welch starkem Maße sich viele Deutsche immer wieder abgrenzen mĂŒssen: An Nord- und Ostsee verschanzen sie sich hinter gewaltigen Sandburgen, im Landesinneren schĂŒtzen sie sich durch mehr oder wenige massive ZĂ€une oder Hecken vor optischen und tĂ€tlichen Eindringlingen.

Die UmzĂ€unung bei besagtem Mehrfamilienhaus-Bewohner macht insofern nicht viel Sinn, als das GebĂ€ude mehrstöckig ist und das GrundstĂŒck von allen Balkons aus ganz sicher trotz des erheblichen Sichtschutzes gut einsehbar ist und aufgrund des GrĂŒns um das GrundstĂŒck herum (vornehmlich BĂŒsche) auch von außerhalb des GelĂ€ndes schon zuvor kaum gesehen werden konnte. Da stellt sich natĂŒrlich die Frage, was man mit diesem optischen Schandfleck bewirken will. Wird da womöglich regelmĂ€ĂŸig ein wildes Tier ins Freie entlassen, das dem Garten – aus welchen GrĂŒnden auch immer – auf gar keinen Fall entkommen darf? Oder Soll die Nachbarschaft gar vor der Verschrobenheit des Bewohners geschĂŒtzt werden? Noch gibt es darauf keine Antwort.

Ein direkter Nachbar des betreffenden GrundstĂŒcks jedenfalls sah sich angesichts der zoo-mĂ€ĂŸigen, kĂ€figartigen Einfriedung dazu veranlasst, sich bereits Gedanken zur Beschilderung des hölzernen KĂ€figs zu machen, mit der man als Anrainer allemal auf ‚Nummer sicher‘ geht: „FĂŒttern verboten!“



Alles eine Frage der Relevanz

Die Polizei, dein Freund und Helfer

(Text: N. N. / Foto: N. N.)

Wolfgang F., ein Ă€lterer Herr, war gerade auf dem Weg ins Bett, als seine Frau ihn darauf aufmerksam machte, dass er das Licht im Carport hatte brennen lassen. Er öffnete die TĂŒr zum Wintergarten, um das Licht im Carport auszuschalten, sah dann aber, dass im Carport Einbrecher dabei waren, GerĂ€te zu stehlen.

Er rief die Polizei an, wo man ihn fragte, ob die Einbrecher auch bei ihm im Wohnhaus wĂ€ren. Er sagte: „Nein, aber da sind Einbrecher im Carport, die gerade dabei sind, mich zu bestehlen.“

Der Polizist sagte: „Alle Einsatzwagen sind beschĂ€ftigt. Schließen Sie die TĂŒren zum Wohnhaus ab. Sobald eine Funkstreife zur VerfĂŒgung steht, schicke ich diese sofort bei Ihnen vorbei.

Wolfgang F. sagte: „OK.“ Er legte auf und zĂ€hlte bis 30. Dann rief er wieder bei der Polizei an. „Hallo, ich habe eben gerade bei Ihnen angerufen, weil Einbrecher Sachen aus meinem Carport stehlen. Sie brauchen sich jetzt nicht mehr zu beeilen, ich habe soeben beide erschossen.“ Und er legte auf.

Keine fĂŒnf Minuten spĂ€ter trafen sechs Einsatzwagen der Polizei, ein Sondereinsatz-Kommando, ein Hubschrauber, drei Löschwagen der Feuerwehr, ein RettungssanitĂ€ter und ein Krankenwagen am Haus der Familie F. ein. Beide Einbrecher wurden auf frischer Tat festgenommen.

Einer der Polizisten sagte dann zu Wolfgang: „Sie haben doch gesagt, Sie hĂ€tten die Einbrecher erschossen?!“

Wolfgang F. antwortete: „Und Sie haben gesagt, es wĂ€re niemand verfĂŒgbar!“