bulla-blog
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Es menschelt:
Erziehung

Übersicht

  • Die Sache mit dem Lippenstift
    Es gibt Lehrer – und es gibt PĂ€dagogen
  • Vom DĂŒrfen, Sollen, Können, Wollen und MĂŒssen ...
    Zitat
  • Dialoge
  • Was Eltern so sagen ...
    Die 16 gÀngigsten Phrasen
  • Hotel Mama
  • „Covidioten“ – schwer Erziehbare
  • WertschĂ€tzung

Die Sache mit dem Lippenstift

Es gibt Lehrer – und es gibt PĂ€dagogen

In einer Privatschule in Washington gab es folgendes Problem: Die 14-jĂ€hrigen SchĂŒlerinnen trugen immer wieder Lippenstift auf, kĂŒssten dann die Spiegel im Waschraum der Toiletten und hinterließen so jede Menge AbdrĂŒcke. Jeden Abend musste deswegen der Hausmeister den Lippenstift von den Spiegeln entfernen. Doch die MĂ€dchen fuhren am nĂ€chsten Morgen wieder mit den AbdrĂŒcken auf den Spiegeln fort.

Die Schuldirektorin entschied deshalb, dass etwas getan werden musste. Sie rief alle MĂ€dchen zur Toilette, wartete dort bereits mit dem Hausmeister und erzĂ€hlte den Teenies, dass all diese Lippen-AbdrĂŒcke ein Problem fĂŒr denjenigen seien, der sie wieder entfernen muss.

Um aufzuzeigen, wie schwer es ist, die Spiegel zu putzen, bat sie den Hausmeister, zu demonstrieren, wie viel MĂŒhe es ihn tagtĂ€glich kostete. Gesagt – getan. Er nahm den Schwamm, tauchte ihn ins Klo und reinigte damit den Spiegel.

Von diesem Tag an war das Problem gelöst.

... und hier
das „YouTube“-
Video
zum Text




VOM DÜRFEN, SOLLEN,KÖNNEN,
WOLLEN UND MÜSSEN ...


„Wenn wir nur dĂŒrfen, wenn wir sollen, aber nie können,
wenn wir wollen, dann mögen wir auch nicht, wenn wir mĂŒssen.
Wenn wir aber dĂŒrfen, wenn wir wollen, dann mögen wir auch,
wenn wir sollen, und dann können wir auch, wenn wir mĂŒssen.
Denn schließlich: Die können sollen, mĂŒssen auch wollen dĂŒrfen.“



DIALOGE

„Du, Schatz, kann es sein, dass du eines unserer Kinder
unfair behandelst?“
„Welches meinst du? Moritz, Max oder das fette?“

*

„Mama, wenn ich erwachsen bin,
will ich so werden wie der Papa.“
„Beides geht nicht, SchĂ€tzchen!“

*

„Mama, wie fĂŒhlt es sich an,
die tollste Tochter der Welt zu haben?“
„Ich weiß nicht, Schatz, da musst du Oma fragen.“

*

„Papa, was bedeutet es, ein Mann zu sein?“
„Entscheidungen zu treffen und zu sagen, was gemacht wird ...“
„Dann möchte ich auch ein Mann wie Mama werden.“

*

Eltern: „Dein Zimmer ist ein Saustall!“
Kind: „Dann kommt nicht rein!“

*

Vater: „Pass auf, wo du langgehst!“
Sohn: „Nein, du solltest aufpassen,
denn schließlich trete ich in deine Fußstapfen!“



Was Eltern so sagen ...

Die 16 gÀngigsten Phrasen

(Text. N. N.)

  1. „Als ich so alt war wie du ...“
  2. „DafĂŒr wirst du mir nochmal dankbar sein!“
  3. „Die anderen Kinder machen doch auch kein Theater.“
  4. „Du bist aber nicht die anderen!“
  5. „Die Kinder in Afrika wĂ€ren froh, wenn ...“
  6. „Ich zĂ€hle jetzt bis drei ...“
  7. „Indianer kennt keinen Schmerz.“
  8. „Probier doch wenigstens mal!“
  9. „Solange du deine FĂŒĂŸe unter meinen Tisch stellst ...“
  10. „Vom vielen fernsehen bekommst du noch viereckige Augen.“
  11. „Warum muss ich alles dreimal sagen!?“
  12. „Warum muss ich immer alles alleine machen?“
  13. „Was sagt man da?“  [„Danke!“]
  14. „Wenn andere aus dem Fenster springen, springst du dann auch?“
  15. „Wenn du jetzt nicht kommst, gehe ich allein!“
  16. „Wenn du nicht sofort aufhörst, gehen wir heim.“



Hotel Mama

(Grafik: © Frank R. Bulla)

FĂŒr manche Zeitgenossinnen und Zeitgenossen war das „Hotel Mama“ schon immer eine Option und zuweilen auch eine Alternative zu einem normalen, geregelten und selbstverantwortlichen Leben. Denn es versprach in der Regel eine ganze Reihe von VorzĂŒgen:

  • nettes Zimmer
  • Badezimmer mit Badewanne, Dusche und WC
  • Telefon, TV, Internet-Anschluss
  • Vollpension inkl. Bewirtung von GĂ€sten
  • Room-Service
  • hauseigene WĂ€scherei
  • Familienanschluss
  • die ersten 25 Jahre ohne Berechnung



„Covidioten“ – schwer Erziehbare

Die Corona-Leugner (auch gern mal als „Covidioten“ bezeichnet), Verschwörungs-Theoretiker, ReichsbĂŒrger, Neo-Nazis und adĂ€quate Gestalten erinnern mich ein wenig an meine Arbeit in einem Kinderheim vor weit mehr als 30 Jahren, wo ich es mit Schulpflichtigen jeden Alters zu tun hatte. Das Gros stammte aus (gelinde ausgedrĂŒckt) sozial schwachen Familien. Sie alle kannten sehr wohl ihre Rechte und auch die zuweilen beschrĂ€nkten Möglichkeiten der Erzieher, und sie suchten stĂ€ndig – manchmal auch hĂ€misch grinsend – ihre Grenzen. Von Haus aus kannten einige diesewr Kids als einziges Mittel, erzieherisch behandelt zu werden, nur SchlĂ€ge – und zwar in jedweder AusprĂ€gung. Auch wenn Heim-Erzieher natĂŒrlich keine Kinder und Jugendlichen schlagen, provozierten die Kids nicht selten mit den Worten: „Was willst du machen!? Schlagen darfst du mich ja eh nicht!“

Und ganz genauso kommen mir heutzutage die eingangs genannten Hirnverbrannten vor: Asoziale, teils mit krimineller Energie, die ganz genau wissen, was sie tun und wie weit sie gehen können, dabei stĂ€ndig weiter ihre Grenzen ausloten und die ihren demokratisch orientierten Ziehvater Staat, der sich mit seiner Gesinnung ein wenig im Kreis zu drehen scheint, stĂ€ndig provozieren mĂŒssen – völlig ohne Sinn und Verstand.



WertschÀtzung

(Foto: Kuha455405 / Text: N. N.)

Ein Vater sagte zu seiner Tochter: „Du hast mit Auszeichnung abgeschlossen, hier ist ein Auto, das ich vor vielen Jahren erworben habe, es ist mehrere Jahre alt. Aber bevor ich es dir gebe, bringe es zum Gebrauchtwagenmarkt in der Innenstadt und sage ihnen, dass ich es verkaufen möchte und schaue, wie viel sie Dir anbieten.“

Die Tochter ging zum Gebrauchtwagenmarkt, kehrte zu ihrem Vater zurĂŒck und sagte: „Sie haben mir 1.000 Euro angeboten, weil es sehr abgenutzt aussieht.“ Der Vater sagte: „Bringe es zum Pfandleiher.“ Die Tochter ging zum Leihhaus, kehrte zu ihrem Vater zurĂŒck und sagte: „Das Leihhaus bot mir 500 Euro an, weil es ein sehr altes Auto ist.“ Der Vater bat seine Tochter, zu einem Auto-Club zu gehen und ihnen das Auto zu zeigen. Die Tochter brachte das Auto zum Club, kehrte zurĂŒck und sagte zu ihrem Vater: „Einige Leute im Club boten 100.000 Euro dafĂŒr an, da es sich um einen ‚Nissan Skyline R34‘ handelt, ein ikonisches und von vielen gesuchtes Auto.“

Der Vater sagte zu seiner Tochter: „Ich wollte, dass du weißt, dass der richtige Ort dich auf die richtige Weise wertschĂ€tzt. Wenn du nicht geschĂ€tzt bist, sei nicht böse, das bedeutet, dass du am falschen Ort bist. Diejenigen, die deinen Wert kennen, sind diejenigen, die dich schĂ€tzen. Halte dich niemals an einem Ort auf, an dem niemand deinen Wert erkennt.“