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Es menschelt:
Verwandtschaft

Übersicht

  • Sieh mal einer an!
    Die Zahl unserer Altvorderen
  • Die Sache mit der Schwiegermutter
    Wenn man nicht mehr weiterweiß,
    hilft einem „Facebook“ ganz sicher auf die SprĂŒnge
  • Verwandtschaft
    Zitat

  • Das sind wahre Probleme ...
    Bin ich am Ende tatsĂ€chlich mein eigener Großvater?
  • Dialoge

Sieh mal einer an!

Die Zahl unserer Altvorderen

Wer hÀtte gedacht, wie viele Vorfahren allein in den vergangenen gut 400 Jahren* nötig waren, damit heutzutage ein einziger Mensch leben kann!

Anzahl

Verwandtschaftgrad

2

Eltern

4

Großeltern

8

Ur-Großeltern

16

Ur-Ur-Großeltern

32

Ur-Ur-Ur-Großeltern

64

Ur-Ur-Ur-Ur-Großeltern

128

Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Großeltern

256

Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Großeltern

512

Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Großeltern

1.024

Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Großeltern

2.048

Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Großeltern

4.096

Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Großeltern

8.192

Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Großeltern

* davon ausgehend, dass der Sprung von Generation zu Generation nach aktuellem Stand theoretisch durchschnittlich ca. 31,7 Jahre betrÀgt



Die Sache mit der Schwiegermutter

Wenn man nicht mehr weiterweiß,
hilft einem „Facebook“ ganz sicher auf die SprĂŒnge

(Foto: N. N.)

Das soziale Netzwerk „Facebook“ ist doch immer mal wieder hilfreich, wenn es darum geht, Fragen zu klĂ€ren, die selbst die Suchmaschine „Google“ von der Fragestellung her ĂŒberfordern dĂŒrften. Mir fehlte vor geraumer Zeit mal die korrekte Bezeichnung fĂŒr ein bestimmtes VerwandtschaftsverhĂ€ltnis. Deswegen wandte ich mich an meinen „Facebook“- Freundeskreis:

Ich: Kennt sich jemand mit komplizierten VerwandtschaftsverhÀltnissen aus? Wie bezeichnet man das FamilienverhÀltnis von mir zur Stiefmutter meiner Frau? Ist das meine Schwiegerstiefmutter oder Stiefschwiegermutter oder einfach nur die Stiefmutter meiner Frau?

Manuela: Es ist ein „es“ ... ein Schwiegermutterdingensda.

Ich: Da hat sich ja die Richtige gemeldet: Du scheinst ja geradezu eine KapazitÀt auf diesem Gebiet zu sein, Manuela!

Manuela: Dingensda ... ist ein Allround-Word. Jou, Exbumsdingsda.

Angela: Ist doch eigentlich völlig egal. Hauptsache, sie ist gut drauf.

Ich: Schwer zu sagen – ist eh schon seit Jahren Ex-Schwiegerstiefdingsbums ...

MichĂšle: Ich wĂŒrde nur raten (rein von der Logik her), dass es die Schwiegerstiefmutter ist. Denn die Stiefschwiegermutter wĂ€re sie dann, wenn es sich um die zweite Frau vom Schwiegervater handelte, aber deine Frau das Kind der ersten Gemahlin wĂ€re (gefĂŒhlsmĂ€ĂŸig, nicht juristisch gesichert).

Ich: So gesehen wÀre es dann wohl die Stiefschwiegermutter bzw. Ex-Stiefschwiegermutter ... wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob es nicht vielleicht auch die Stief-Ex-Schwiegermutter sein könnte ...

Manuela: Mensch, sag einfach „Hilde“ zu ihr – passt schon! Oder „BĂ€rbel“.

MichĂšle: Es gibt Wortmonster, gell, Frank!? Stell dir mal vor, sie bevorzugt jetzt noch bestimmtes Schuhwerk und wandert obendrein aus. Wird eine Exilstiefelstiefexschwiegermutter ...

Manuela: Nee, nee, das gibt eine Ex-Stiefelette.

Ich: Da wollen wir mal hoffen, dass die Ex-Stiefschwiegermutter den Schwiegervater nicht noch einmal heiratet, nech!? Sonst wird sie womöglich noch zur Ex-Ex-Stiefschwiegermutter.

Manuela: Nee, dann wird sie zum bösen Wolf.

Matthias: Nur gut, dass hier kein VerwandtschaftsverhÀltnis vorliegt.

Ich: Stimmt! Die Problematik ist in dem nachfolgenden Beitrag gut beschrieben:

  • „Das sind wahre Probleme ...
    Bin ich am Ende tatsĂ€chlich mein eigener Großvater?“

    (siehe unten!)

Manuela: Ha-ha, der's sehr gut, das mops ich mir.

Sandra: Sag mir: Ist es wichtig? So richtig wichtig ist es nicht, oder!?

Ich: Was meinst du, Sandra? Das von mir erfragte VerwandtschaftsverhÀltnis? Falls ja, hier nur mal kurz zur ErklÀrung: Ich arbeite seit geraumer Zeit an einem relativ umfangreichen Familien-Stammbaum, und da taucht dann doch schon mal die eine oder andere Frage nach korrekten Bezeichnungen der VerwandtschaftsverhÀltnisse auf (auch wenn das erfragte VerwandtschaftsverhÀltnis hier am Ende nicht wirklich von Belang ist) ...

Sandra: Na, dann verstehe ich das natĂŒrlich Frank!

Lawdy: Schick' das an unsere Politiker. Dann haben sie eine Debatte, die unbedingt bearbeitet werden muss. Wir haben im Moment ja keine Probleme ...

Ich: Angie wird hocherfreut sein, dass sie endlich mal ein ganz brisantes Thema bearbeiten kann. Ich sehe sie bereits vor meinem geistigen Auge, wie sie sich physisch auf die Thematik einstimmt:

(Abb.: N. N.)

Wiebke: Da die Stiefmutter weder biologisch noch – wahrscheinlich – rechtlich (Adoption) mit dem Kind / der Person verwandt ist, ist das Kind / die Person sowieso mit der Stiefmutter verschwĂ€gert. Man gehört also automatisch zu den affinen Verwandten, wenn keine biologische (linear, kollateral) oder rechtliche Verwandtschaftsbeziehung gegeben ist. Das gilt auch fĂŒr die Verwandten eines Ehegatten (aus Wikipedia): „FĂŒr das deutsche Recht bestimmt Paragraph 1590 Abs. 1 Satz 1 BGB: ‚Die Verwandten eines Ehegatten sind mit dem anderen Ehegatten verschwĂ€gert.“ Analog lautet die gesetzliche Fiktion des Paragraphen 11 Abs. 2 Satz 1 LPartG: „Die Verwandten eines Lebenspartners gelten als mit dem anderen Lebenspartner verschwĂ€gert.“ Die SchwĂ€gerschaft endet nicht – wie hĂ€ufig angenommen wird – durch eine Scheidung; den „Ex-Schwager“ gibt es nicht, das SchwĂ€gerschaftsverhĂ€ltnis besteht lebenslang, es sei denn, eine Ehe wird fĂŒr nichtig erklĂ€rt.

Damit dĂŒrfte sich auch die Frage nach dem ‚Ex-‘ erledigt haben. Ich denke aber, um zu kennzeichnen, dass es sich nicht um die leibliche, sondern die Stiefmutter handelt, kann man das durchaus auch noch ergĂ€nzend hinzufĂŒgen. Sozialethnologie mit dem Schwerpunkt Verwandtschaftsethnologie war ĂŒbrigens eines meiner PrĂŒfungsthemen.

Ich: Na bitte! Da gibt's doch noch jemanden im „Facebook“-Universum, der Ahnung hat.

Nachtrag

Damit hier keine Zweifel aufkommen: Das obige Foto ist natĂŒrlich nicht meine Stiefschwiegerdingsda, sondern ist einer Foto-CD entnommen, die ich vor Jahren mal kĂ€uflich erworben habe. HĂ€tte ich ein Foto von einer Schwiegermutter verwendet, hĂ€tte ich das Konterfei vermutlich mit teuflischen Attributen versehen: mit zwei Hörnern, einem Schwanz, und als Kulisse hĂ€tte ich die Hölle gewĂ€hlt, in der sie dann bis in alle Ewigkeit schmoren muss ...

Aber nicht, dass jemand ernsthaft denkt, ich gehöre zu jener Spezies, die grundsĂ€tzlich ein Problem mit SchwiegermĂŒttern hat. Im Gegenteil: Meine Schwiegermutter ist bzw. war die beste Schwiegermutter, die sich denken lĂ€sst. Leider ist sie relativ frĂŒh von uns gegangen.


VERWANDTSCHAFT

„Der Eber ist stets missgestimmt,
weil seine Kinder Ferkel sind.
Nicht nur die Frau, die Sau alleine,
auch die Verwandten - alles Schweine!“
(Karl Valentin)



Das sind wahre Probleme ...

Bin ich am Ende tatsĂ€chlich mein eigener Großvater?

(Foto / Text: N. N.)

„ErzĂ€hlen Sie mir mit ihren eigenen Worten, was Sie bedrĂ€ngt!“ sagte der Psychologe zu seinem Patienten.

„Nun ja – alles fing an, als ich heiratete:

Meine Frau hatte eine erwachsene Tochter, die somit meine Stieftochter wurde.

Mein Vater kam zu Besuch, verliebte sich in meine Stieftochter und heiratete sie.

So wurde aus meiner Stieftochter gleichzeitig meine Schwiegermutter.

Meine Frau bekam einen Sohn. Aus ihm wurde automatisch der Schwager meines Vaters, weil dies der Stiefbruder der mit meinem Vater verheirateten Stieftochter ist.

Weil der Junge der Bruder meiner Stiefmutter ist, ist er demnach auch mein Onkel.

Die Frau meines Vaters bekam auch einen Sohn. Dies ist mein Bruder, obwohl ich gleichzeitig sein Opa bin. Er ist ja der Sohn meiner Stieftochter.

Meine Frau ist meine Oma, da sie die Mutter meiner Stiefmutter ist. Daraus folgt, dass ich der Enkel meiner eigenen Frau bin.

Wenn man die Tatsache in Betracht zieht, dass ich mit meiner Großmutter verheiratet bin, bin ich nicht nur der Mann meiner Frau und ihr Enkel, sondern am Ende mein eigener Großvater.

Das Ganze schafft mich echt!“


DIALOGE

„Ich kĂŒndige!“
„Aber, Mama, du kannst nicht kĂŒndigen:
Du bist schließlich die Mutter!‘.“
„Dann mach' ich eben eine Umschulung
zur entfernten Verwandten.“

*

„Papa, spielst du mit mir?“
„Jetzt nicht – frag Mama!“
„Mama, darf ich mit Papa spielen?“
„Ja, darfst du.“

*

„Mama, darf ich die SchĂŒssel auslecken?“
„Nein, benutze gefĂ€lligst die SpĂŒlung wie alle anderen auch!“

*

„Mami, darf ich meinen Mini anziehen?“
„Nein!“
„Und meine High-Heels?“
„Nein!“
„Wenigstens mein bauchfreies T-Shirt?“
„Nein!“
„Aber, Mami, ich bin jetzt 18 und keine 14 mehr.“
„Ich weiß, Tobias, ich weiß ...“

*

„Papa, wann muss ich zu Hause sein?“
„Um zehn!“
„OK. Soll ich Brötchen mitbringen?“

*

„Papa, ich muss dich mal unter drei Augen sprechen ...“
„Du meintest wohl: unter vier Augen!?“
„Nein. Du musst mal wieder ein Auge zudrĂŒcken!“

*

„Mama, bin ich wirklich so hĂ€sslich wie alle sagen?“
„Kind, du sollst mich doch in aller Öffentlichkeit
nicht ansprechen!“

*

„Kinder, ab ins Bett!“
„Aber wir sind noch nicht mĂŒde.“
„Super! Dann könnt ihr ja noch euer Zimmer aufrĂ€umen.“
„Gute Nacht!“

*

„Guten Tag, wir sammeln fĂŒrs stĂ€dtische Kinderheim ...“
„Einen Moment ... Kevin, kommst du mal, bitte!“

*

Mutter: „Ihr mĂŒsst eure ‚Lego‘-Steine noch wegrĂ€umen!“
Kinder: „Wir bauen einen Großflughafen –
das kann noch dauern!“

*

„Mama, kann ich Eis?“
„Was? Verkaufen? Mieten? Ausspucken?“
„Nee, haben.“
„Und wie heißt der Satz richtig?“
„Mama, kann ich Eis haben?“
„Wie viel? Ein Kilo? Ein Dutzend? Einhundert?“
„Nein, eins. Mama, kann ich ein Eis haben?“
„Und wie heißt das Zaubertwort?“
„Bitte! Mama, kann ich bitte ein Eis haben?“
„Nein, wir essen gleich.“

*

„Ist Ihr Haus kindersicher?“
„Nein, zwei haben es doch geschafft, reinzukommen.“