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Feierliches:
Wünsche und Geschenke  🎁

Übersicht

  • Das vertauschte Geschenk
  • Böser Brief an den Weihnachtsmann
  • Was Frauen wünschen ...
  • Minimalistisch
    Wie man sich an Weihnachten auch mit Kleinigkeiten eine Freude machen kann ...
  • Geschenke und ihre heilende Wirkung
    Anderen und der eigenen Seele Gutes tun
  • Brad Schmidt und das fehlende Geschenk

Das vertauschte Geschenk

(Text: N. N. / Foto: © Frank R. Bulla)

Wie Sie sehen, bin ich immer noch unverheiratet. Ich war einmal verlobt. Meine Verlobung ist aber wieder schnell gelöst wurden. Wie es dazu kam, will ich Ihnen erzählen:

Weihnachten stand vor der Tür. Meine Braut und ich standen uns noch etwas fremd gegenüber. Es war daher sehr schwer, das richtige Geschenk für sie zu finden. Nach längerer Überlegung entschloss ich mich, ihr ein paar Handschuhe zu kaufen und ihr ein Briefchen zu übergeben, worin ich auf das Geschenk Bezug nahm.

In dem Geschäft kaufte ich nun aber auch noch ein paar Schlüpfer für meine Schwester – als Bruder kann ich mir das ja erlauben. Aber durch die Unachtsamkeit der Verkäuferin sind beide Geschenkpäckchen vertauscht worden, so dass meine Braut die Schlüpfer und meine Schwester die Handschuhe bekam.

Den dazugehörigen Brief will ich Ihnen vorlesen:

  • „Liebe Eva,

    lange habe ich nachgedacht, womit ich dir als Zeichen meiner Liebe eine Freude machen kann. Neulich merkte ich, was du am Nötigsten brauchst. Du findest dieses im beiliegenden Päckchen. Gern wäre ich dabei, wenn du sie das erstemal anziehst. Am liebsten zöge ich sie dir selbst an. Verlebe glückliche Tage darin. Sie sind sehr schön und werden dir gut gefallen. Ich habe mit Absicht eine Nummer kleiner gekauft, denn sie weiten sich mit der Zeit, und es sieht besser aus, wenn sie richtig sitzen. Die Wahl war schwer. Ein paar ganz lange waren da, jedoch ich dachte mir, je kürzer, desto besser. Auch gab es welche mit Pelzfutter, aber die sind bestimmt zu warm auf der Haut und es geht ja auf den Frühling zu, wo du, wie ich weiß, überhaupt keine trägst. Ich wollte dir erst lederne schenken – mit Stulpen und Motiven, entschloss mich aber für glatte aus Dederon. Verliere sie nicht. Wenn du mal eingeladen bist, lasse sie nicht liegen. Ziehe sie daher nicht halb an und trage sie nicht heruntergeklappt. Ich habe mit Absicht Reißverschluss gewählt, falls du's mal eilig hast. Wenn es warm ist, sieht es schick aus, wenn du sie beim Spazieren gehen in der Hand trägst. Sie werden aber auch nicht lange sauber bleiben, denn viele Leute haben schmutzige Finger. Wenn du sie reinigen willst, begieße sie mit Benzin und setz dich in die Sonne. Bevor du sie anziehst, kannst du sie auch noch umtauschen. Die Verkäuferin passt dir gern ein paar neue an.

    Viele Grüße und viel Freude an deinem Geschenk wünscht dir

    dein Liebling Günther“



Böser Brief an den Weihnachtsmann

(Text: N. N.)

„Lieber Weihnachtsmann!

Es wird dich sicher verwundern, warum ich dir heute, am 26. Dezember, nochmals schreibe.

Ich möchte einfach ein paar Sachen mit dir klären, die auftraten, seit ich dir am Anfang dieses Monats voller Illusionen einen Brief schrieb.

Ich wünschte mir ein Fahrrad, eine elektrische Eisenbahn, ein Paar Inline-Skates und ein Trikot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft.

Das ganze Jahr habe ich mir richtig Mühe gegeben in der Schule Ich war nicht nur der Beste in unserer Klasse, nein, ich war der Beste in der ganzen Schule! Und das ist die Wahrheit! Kein anderes Kind in der ganzen Nachbarschaft hat sich so gut benommen wie ich, war nett zu meinen Eltern, meinen Geschwistern und allen anderen. Ich habe sogar älteren Menschen über die Straße geholfen. Ich kann mir nichts vorstellen, was ich nicht getan habe im Namen der Menschlichkeit.

Du musst echt Eier haben, dass du mir dieses verfickte Jojo, eine dämliche Blockflöte und dieses widerliche Paar Socken unter den Baum gelegt hast! Was zur Hölle hast du dir dabei gedacht, du Fettarsch, dass du mich zum Narren gehalten hast, das ganze beschissene Jahr über habe ich mir den Arsch aufgerissen, und das liegt unter dem Tannenbaum!?

Und als ob das noch nicht genug wäre, hast du dem kleinen Drecksack von gegenüber so viele Geschenke gebracht, dass er Probleme hat, sein Haus zu betreten!

Eines sage ich dir: Lass dich nächstes Jahr nicht dabei erwischen, wie du versuchst, deinen dicken Arsch durch unseren Kamin zu zwängen! Ich hau dich um! Und deine Drecks-Rentiere werde ich mit Steinen beschmeißen, damit sie weglaufen und du zu Fuß zurück an deinen verkackten Nordpol latschen musst, genau wie ich, weil ich nicht das scheiß Fahrrad bekommen habe! Und deinen süßen Rudolf werde ich rektal schänden, das rotarschige Rentier!

F*** dich, Weihnachtsmann!

Mit freundlichen Grüßen
der kleine Norbert

PS.: Und nächstes Jahr zeige ich dir mal, was böse bedeutet!“



Was Frauen wünschen ...

(Text: N. N.)

  • jede Menge Streicheleinheiten zu jeder Tageszeit
  • eine selbstreinigende Wohnung
  • ohne Ende Mitleid bei Schnupfen, Überstunden und Zahnarzt-Terminen
  • warme Wollsocken
  • eine große Portion Himbeer-Eis
  • zum Einschlafen eine halbe Stunde vorgelesen kriegen
  • einen Sechser im Lotto
  • gaaanz viele Komplimente, Flirts, Anbetungen

Minimalistisch

Wie man sich an Weihnachten
auch mit Kleinigkeiten eine Freude machen kann ...

Diesmal haben wir uns an Weihnachten, wie bereits seit vielen Jahren, abermals das Denken geschenkt – und zwar vor dem Fest! Gleichwohl haben wir uns gedacht, dass man für ein Präsent nicht mehr als zehn Euro ausgeben muss:

Ich habe meiner Frau einen Kino-Besuch geschenkt („Astrid“) mit vorherigem Weihnachtsmarkt-Besuch inklusive einer Portion Schmalzgebäck. Im Gegensatz zu mir mag sie gelegentlich Weihnachtsmärkte. Für mich sind diese lediglich Ausdruck einer Zeit, in der man angehalten wird, viel Geld für irgendwelchen Mist auszugeben, reichlich zu saufen und zu fressen.

Ich bekam von meiner Frau den Besuch des Tiergartens in Hannover geschenkt (nicht zu verwechseln mit dem Zoo!), wo wir bestimmt schon seit 25 oder 30 Jahren nicht mehr waren.

Von den Geschenken waren wir beide sehr angetan – denn egal, wie groß ein Geschenk ausfällt: Im Vordergrund steht die Überraschung und nicht der Wert. Dazu gab's natürlich noch (unabhängig von den zehn Euro) einen kleinen bunten Teller.

Allerdings folgten wir nicht der nebenstehend gezeigten lustigen Werbeanzeige, die ein besonders einfach zuzubereitendes mehrgängiges Weihnachts-Menü verspricht – das überlassen wir gern den Astronauten auf der „ISS“.

(Abb.: N. N.)



Geschenke und ihre heilende Wirkung

Anderen und der eigenen Seele Gutes tun

(Text: Anita Vejvoda)

Wir dürfen lernen, Geschenke mit etwas anderen Augen zu betrachten. Geschenke sind nicht nur Umsetzung von Konsum, zum Weitergeben, um andere zu beruhigen oder sogar um den Finger zu wickeln, sondern etwas viel, viel tiefer Gehendes. Einige von uns werden es schon kennen und andere haben so etwas noch gar nicht erlebt.

Geschenke aussuchen und Geschenke machen ist auch ein Geschenk an sich selbst. Denn jedes Geschenk, was man aussucht, berührt und heilt einen innen drin. Diese Heilung kommt dann wiederum dem anderen zugute.

Ich selbst habe schon von klein auf Geschenke selbst gemacht. Die schönsten Geschenke waren bei mir immer die selbstgemachten, da ich beim Gestalten Zeit hatte, alles reinzugeben. Ich war jedesmal in einer Traumwelt und habe dabei an die Person gedacht: an das, wie sie sich freuen wird, wie sie damit spielen wird, so wie bei meiner Schwester. Der habe ich, als sie noch recht klein war, ein Balletkostüm für ihre Puppe gehäkelt. Ich hatte kein Geld, das zu kaufen, und da meine Leidenschaft immer das Häkeln war, setzte ich es mit dieser gleich leidenschaftlich um. Ich konnte währenddessen immer so richtig in die Traumwelt reingehen, und das Ergebnis war ein wunderschönes Balletkostüm, worüber sich meine Schwester sehr gefreut hatte, da sie sich so sehr eines für ihre Puppe wünschte.

Ich hatte auch mal eine Handpuppe für einen ehemaligen Chef von mir gefertigt. Diese Handpuppe sah haargenau so aus wie er. Ich habe dafür altes Leinen genommen, habe Stoffe gekauft, die seiner Kleidung entsprachen, die er immer getragen hatte, und habe auch die Haare und den Bart dementsprechend gestaltet. Diese zu fertigen, hatte mir einen unglaublichen Spaß gemacht. Das Endergebnis war so schön, dass ich sie gar nicht hergeben wollte. Ich denke, das war wohl das schönste Geschenk, was ich je verschenkt habe.

Was bei den anderen natürlich passieren kann, wenn man da so viel Liebe hineingibt, ist, dass sie erst einmal „ups“ machen und ein Weilchen brauchen, um es so richtig annehmen zu können. Weil da ein unglaubliches heilendes Potenzial drin steckt – und Heilung kann auch schmerzhaft sein ...

Ich denke, dass es gut für uns ist, zu lernen, Geschenke viel bewusster zu geben: viel mehr von Herzen zu geben, viel bewusster auch auszusuchen und zu gucken, ob es wirklich immer ein gekauftes oder gebasteltes Geschenk sein muss. Vielleicht kann man dem anderen auch Zeit schenken, weil man nicht immer viel Zeit hat. Oder einfach nur liebevoll an denjenigen denken und ihn geistig in den Arm nehmen. Auf geistigem Weg können wir so viel machen, dieser Weg wird uns nur häufig durch die ganzen Medien verschlossen. Durch die Medien werden wir so sehr abgelenkt, dass wir gar nicht auf die Idee kommen, dass so etwas überhaupt möglich ist.

Wir bestehen alle aus Energie, und genauso besteht die Liebe aus einem sehr hohen Potenzial von Energie. Diese Energie fließt durch unseren Körper, durch unser Herz, durch unsere Hände und wird dann in das Geschenk hinein transformiert. Und jedesmal, wenn der Beschenkte sein Geschenk in die Hand nimmt oder betrachtet, wird er ein Stückchen geheilt. Immer wieder ein Stückchen mehr. Ich habe diese Erfahrungen selbst sehr oft gemacht, wenn ich Geschenke bekommen habe. Aber auch die Beobachtungen der anderen, die von mir beschenkt wurden, haben es mir gezeigt.

Diese Art der Heilung ist etwas sehr, sehr Schönes – eine Kleinigkeit mit einer großen Wirkung.

Lasst uns schöne Geschenke aussuchen und sie umsetzen: sei es geistig, sei es mit den Händen, sei es einkaufsmäßig – und das immer in Liebe.



Brad Schmidt und das fehlende Geschenk

(Text: N. N.)

Es war einmal ein nicht mehr ganz junger Mann, sagen wir mal so knapp über Mitte 30, der alles kannte, nur keine Selbstzweifel. Da er aber wusste, dass es – vor allem bei den Frauen – gut ankommt, sich selbst gelegentlich infrage zu stellen, täuschte er zuweilen vor, ein an den großen Menschheitsfragen („Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Wer wird deutscher Meister?“) verzweifelnder Softie zu sein, der nicht mehr weiß, ob das, was er tut, auch das Richtige sei. Aber nach jeder Prüfung seiner selbst, kam er immer wieder zu dem Schluss, dass er ein ganz toller Hecht sein muss – so perfekt, wie er war. Blendend aussehend, hyperintelligent, voller Witz und Esprit. Kurzum, der nicht mehr ganz so junge Mann hielt sich im Kern für eine Mischung aus Brad Pitt, Sir Ralf Dahrendorf und Harald Schmidt. Und der Einfachheit halber soll er im Folgenden daher auch Sir Brad Schmidt genannt werden oder noch besser: nur Brad Schmidt. Wer braucht heute noch Adel?

Nun kam aber der 16. Dezember, und Brad Schmidt stürzte in eine Krise. Entsetzt musste er, der sonst immer alles wusste – und dabei auch noch gut aussah –, an diesem Tag feststellen, dass es nur noch acht Tage bis Weihnachen waren und er noch nicht den blassesten Schimmer hatte, was er seiner Freundin schenken sollte. „Oh Gott, oh Gott“, dachte sich da Brad Schmidt. „warum muss gerade mir das passieren? Wo ich doch so schlau bin. Und so kreativ. Und dabei auch noch so gut aussehe. Drehen vielleicht meine Gene durch? Bin ich jetzt nicht mehr Brad Schmidt, sondern Ralf Pitt? Seh' ich so aus wie Dahrendorf und bin so schlau wie Brad?“

Brad Schmidt war so verzweifelt, dass er nicht mehr wusste, was er tat, und ohne Sinn und Ziel sein Altpapier durchstöberte, Und siehe, da erschien ihm die Fachzeitschrift „Wirtschaftswoche“. In ihrer Ausgabe vom 30. November. „Fürchte dich nicht“, sagte die „Wirtschaftswoche“, „denn es gibt jetzt Geschenke im Internet. Unter www.youSmile.de findest Du die richtige Idee.“ Wie froh und glücklich der Brad da plötzlich war. Froh, dass irgendjemand die „WiWo“ in seiner Yuppie-Bude vergessen hatte. Und glücklich, dass er, wenn er schon keine eigene Idee hatte, bald eine fremde finden würde, die sich wunderbar als eigene verschenken ließe. „Ach“, sagte sich Brad Schmidt. „Wie gut, dass es doch das Internet gibt. Gäbe es es nicht, ich müsste es erfinden.“

Also setzte sich Brad Schmidt an seinen Computer und klickte sich auf die Seite, die ihn lächeln ließ. www.youSmile.de. Dort erschien alsbald das Ersehnte: ein „Ideenfinder“. Hier musste Brad zunächst ausfüllen, wer beschenkt werden soll, wie alt die zu Beschenkende ist, zu welchem Anlass geschenkt wird und wie viel er denn so auszugeben gedenke. Doch da kam Brad nun schon ins Trudeln. Wie hatte seine Freundin doch noch gesagt. „Ach, Schatz, eigentlich ist es mir ja egal, was du mir schenkst. Hauptsache, es ist teuer und ein Brillant.“ Die Kategorie „0 bis 50 Euro“ fiel also schon mal flach. Obwohl sich dahinter so schöne Sachen wie das Mousepad „Culto“ mit den schwimmenden Herzen für 24,90 Euro verbarg oder der Fotorahmen „Hugo Trio“ für 39,90 Euro. Auch die zweite Kategorie („50 bis 1.100 Euro“) schien Brad Schmidt nicht angemessen, hatte er seine Freundin doch erst kürzlich, zu ihrem Geburtstag, mit jenem Duschvorhang mit dem idyllischen „Alte Frau mit Messer in der Hand“-Motiv aus „Psycho“ überrascht, der nun für 79 Euro im Internet angeboten wurde. Na ja, ehrlich gesagt, kam das Geschenk damals schon nicht richtig an. Und auch zu Weihnachten dürfte die Begeisterung darüber begrenzt sein. Zwei Duschvorhänge machen halt noch keinen Brillanten.

Aber ein Brillant war für Brad einfach nicht drin. Sein Chef, der alte Knicksack, hatte ihm erst unlängst die wohlverdiente Gehaltserhöhung mit einem wenig stichhaltigen, dafür umso charmanteren Argument verweigert: „Seien Sie doch froh, dass Sie bei uns arbeiten dürfen.“ Tja, und so blieb nun Brad Schmidt nichts anderes übrig, als in der Kategorie „100 bis 200 Euro“ auf die „Suche starten“-Taste zu klicken. Doch bevor die Geschenke auf seinem Bildschirm erschienen, musste er noch schnell einige Angaben über den „Charaktertyp“ der zu Beschenkenden machen. Ob sie denn Dinge analysieren und logische Zusammenhänge erkennen könne. „Na ja“, dachte sich Brad. „Sie ist ja zwar eine Frau, aber immerhin meine Freundin. Also geb' ich ihr mal drei Punkte.“ Fünf waren möglich. Ob sie gerne redet und ein kommunikativer Typ sei? „Kann man auch sechs Punkte vergeben?“, fragte sich Brad. Ob sie es liebe, die Zukunft zu entdecken? „Es sollte ihr reichen, mich zu entdecken.“ Zwei Punkte. Ob sie unvorhergesehene Situationen meide. „Ja, bin ich denn ihr Freund oder ihr Psychiater?“ Ein Punkt.

Und dann klickte Brad Schmidt wieder auf die Suchtaste. Was für eine Vielfalt! Brad Schmidt konnte sich gar nicht entscheiden, was er denn nun für seine Liebste zum Fest der Liebe ordern sollte. Den innovativen Tischkalender mit integrierter Uhr für 189 Euro? Oder die todschicke Filztasche in Lila für 20 Euro weniger? Oder vielleicht doch lieber das Socken-Geschenk-Abo für 119 Euro. Nach langem Hin und Her, neuem Nachdenken und alten Zweifeln, entschied sich Brad schließlich für das, was alles andere wie Geschenke für den Muttertag erscheinen ließ für die Wäscheserie „Toledo“ von Teleno, Dessous mit spanischem Temperament – und das für gerade mal 108 Euro!

„Tolero“, hieß es in der Anzeige, die Brad so voll überzeugte, sei wie gemacht für temperamentvolle Frauen: eine raffinierte Wäscheserie aus elastischem, besticktem Tüll in Schwarzweiß. Der BH habe blickdicht gefütterte Cups. Slip und String-Tanga seien aus Mikrofaser und mit reichlich Tüll verziert. „Wow“, dachte da Brad Schmidt, „das ist es.“

Und dann kam Weihnachten. Morgens schmückte Brad den Baum, mittags ging er mit seiner Freundin spazieren, am frühen Abend gingen beide gemeinsam in die Kirche und danach nach Hause. Sie wollten alleine sein, Brad Schmidt und seine Freundin, romantische Weihnachten zu zweit feiern. Erst hörten sie Weihnachtslieder, gesungen von Frank Sinatra, dann aßen sie Weihnachtsgans, zubereitet von Brad Schmidt, dann gab es die Weihnachtsbescherung, heiß erwartet von seiner Freundin. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie glücklich und zufrieden – bis sie das Geschenk ausgepackt hat.