bulla-blog
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Mode und Schönheit:
Allgemeines

Ăśbersicht

  • Mode in Corona-Zeiten
    Die RĂĽckkehr des Reifrockes

  • Wer cool sein will, lässt den Preis dran
  • Haarige Fakten
    Über Trends zu Körper-Behaarung und -Enthaarung

Mode in Corona-Zeiten

Die RĂĽckkehr des Reifrockes

Da wir im Jahre 2020 noch nicht wissen können, wie sich „COVID-19“ (der Name ist übrigens abgeleitet vom englischen „Coronavirus Disease 2019“) weiterentwickeln wird, sollten wir uns schon mal modisch auf alle Eventualitäten einstellen. Möglicherweise wartet auf uns noch eine ganze Serie von mutierten Corona-Viren: die Nachkommen von Nummer 19 inklusive aller Mutanten und -onkel („COVID-20“, „COVID-21“, „COVID-22“ ...).

Da wir wissen, dass sich gewisse Mode-Erscheinungen im Laufe der Zeit wiederholen, wäre es nicht gänzlich auszuschließen, dass irgendwann auch mal wieder der Reifrock en vogue ist. Würde Karl Lagerfeld, der von der Statur her im Alter zu einem wahren Hänfling acanciert war, noch leben, hätte er sich möglicherweise beim Blick in den Spiegel dazu hinreißen lassen, etwas zu kreïeren, das mit einem Abstandhalter versehen ist – ganz nach dem Vorbild der Reifröcke, die man vor allem zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert mit Vorliebe trug. Mindest-Abstände könnten dadurch supereinfach eingehalten werden. Und wer die Optik noch ein wenig abrunden und dadurch auch den Virenschutz für seine Mitmenschen erhöhen möchte, lässt sich halt eine Mund-Nase-Bedeckung anfertigen, die aus demselben Stoff gemacht ist wie der Reifrock. Das hat Stil!

Wer sich jetzt fragt, was aus den Männern wird ... Nun – da wir uns immer mehr einem Zustand geschlechtlicher Gleichberechtigung nähern, werden dann natürlich auch Männer Reifröcke tragen, die dann sicherlich mit typisch männlichen Accessoires versehen sein dürften, beispielsweise breiten Gürteln mit schmuckvollen Schnallen, dazu Reiterstiefel mit Sporen. Fraglos tragen Männer dann wieder ihre Haare lang, wobei man in Ermangelung üppigen Haarwuchses wohl abermals zu Langhaar-Perücken greifen würde.

So ausgestattet, wäre ein normales Leben endlich wieder möglich, selbst wenn das Virus bereits in die zehnte Generation gegangen sein könnte. Wie stark ein Raum gefüllt wird, hängt dann maßgeblich davon ab, wie viel reifrockbewehrte Menschen hineinpassen. Rosige Zeiten also – vor allem auch für Kultur-Interessierte und all jene, die dann wieder einen Grund haben, um zum Demonstrieren auf die Straße zu gehen, weil sie der Meinung sind, dass das staatlich zwangsverordnete Tragen von Reifröcken die Grundrechte des Einzelnen einschränkt.


Das Gemälde von Marcus Gerards d. J. zeigt Elisabeth I.
mit tonnenförmigem Vertugadin (ca. 1592)

(Abb.: N. N.)



Wer cool sein will,
lässt den Preis dran

Die „DPA“ berichtete vor einigen Jahren mal, dass es unter britischen Hip-Hoppern eine Zeitlang absolut nicht angesagt war, an neu gekauften Klamotten das Preisschild zu entfernen. Im Gegenteil galt es sogar als reichlich mutig und cool, mit Preisschild an der Kleidung herumzulaufen. Gegenüber der „Times“ soll ein Teenager wohl mal erklärt haben, dass das gut ankommt, weil es den Eindruck erweckt, als wenn man das betreffende Kleidungsstück im Laden geklaut hat.



Haarige Fakten

Über Trends zu Körper-Behaarung und -Enthaarung

Nicht immer bekommt man von der Haar-Entfernung etwas mit, denn einige Körperregionen entziehen sich in der zivilisierten Welt den Blicken. Andere Bereiche werden – zumal bei Frauen – schon von jeher so intensiv bearbeitet (wie z. B. die Beinbehaarung), dass man schon gar nicht mehr die Vermutung anstellt, dass Frauen überhaupt behaarte Beine haben könnten.

Zuletzt im Jahre 2008 führte die Universiät Leipzig unter der Studentenschaft – und zwar bei den 18- bis 25-Jährigen – eine Befragung durch, welche Körperregionen in puncto Enthaarung geschlechtsspezifisch wie intensiv beackert werden.

Beine


Genitalbereich

Männer:  5,3 %


Männer:  67,4 %

Frauen:  93,2 %


Frauen:  97,7 %




Achselhöhlen


Oberkörper

Männer:  71,6 %


Männer:  36,8 %

Frauen:  97,7 %


Frauen:  3,2 %


Trend zum Bartwuchs

(Grafik: N. N.)

Parallel zum Trend zur Enthaarung gegen Ende des 20. Jahrhunderts entwickelte sich irgendwann im Laufe der 2000er Jahre bei Männern nach längerer Zeit wieder einmal ein Trend, Barthaare mehr oder weniger stark stehenzulassen: angefangen vom Drei-Tage-Bart bis hin zur absoluten Waldschrat-Frisur, die fast nur noch die Augen haarfrei belässt und an der eindrucksvoll abzulesen ist, was der Träger zuletzt gegessen oder getrunken hat, und die einen herrlichen Nährboden darstellt für Keime und Ungeziefer jedweder Art.

Die Menschheit ist sehr unterschiedlich behaart

Wussten Sie, dass nicht alle Menschen über gleichviel Körperbehaarung verfügen? Es gibt evolutionsbedingt Regionen, ja, zum Teil ganze Kontinente, wo sich gewisse Trends ablesen lassen. Demnach haben Männer in Nord- und Süd-Amerika, in der unteren Hälfte Afrikas sowie in fast ganz Ost-Asien zwischen 0 und 40 Prozent Körperbehaarung. In Australien liegt der Wert bei 40 bis 50 Prozent, in Mitteleuropa bei 60 bis 70 Prozent und in den Anrainer-Staaten des Mittelmeeres bei 70 bis 80 Prozent.