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Mode und Schönheit:
Manupulationen

Ăśbersicht

  • Oben ohne
    Haarfetischist Timo Beil zum Thema „verstümmelte Augenbrauen“
  • Mode
    Zitate
  • Spitz auf Schuhe(n)
    Timo Beil's Betrachtungen zur Damenwelt im Eulenspiegel-Look
  • Nabelschau
    Fleischbeschauer Timo Beil zum Thema „bauchfrei“

Oben ohne

Haarfetischist Timo Beil zum Thema
„verstümmelte Augenbrauen“

(Foto: © Frank R. Bulla)

Stellen Sie sich mal ein Ihnen gut bekanntes Gesicht vor, vorzugsweise das Gesicht eines mehr oder weniger gut behaarten Mannes! Und nun stellen Sie sich dieses Gesicht mal ohne Augenbrauen vor: ohne die geringste Behaarung ĂĽber den Augen!

Mal abgesehen davon, was passieren würde, wenn dieser brauenlose Mann Sport treibt und dabei – insbesondere an der Stirn – mächtig schwitzt. Da würde nur ein Stirnband helfen oder eine Frottee-Manschette am Armgelenk oder ein Handtuch, das ständig benutzt werden muss, damit das salzige Sekret nicht ungehindert in die Augen läuft.

Wie machen das denn nur diese Menschen weiblichen Geschlechts, die – zeitgeistig bezupft und gerupft – mit so gut wie gar keinen Augenbrauen herumlaufen!? (Mal abgesehen davon, dass das oft wie angeknabbert und in sehr, sehr vielen Fällen vollkommen unnatürlich aussieht!) Schließlich laufen die Ladys im Sommer nicht ständig mit einem Handtuch herum oder mit einer Frottee-Manschette oder einem Stirnband, um den Stirnschweiß daran zu hindern, in die Augen zu laufen. Gehen die der Sonne und jeglicher Anstrengung stets aus dem Weg? Oder haben sie sich die Stirn – passend zur spärlichst behaarten Augenpartie – dermaßen mit Tageskrem zugespachtelt, dass da nicht das geringste Schweißtröpfchen mehr entfleuchen kann? Oder ließen sie sich obendrein gar die Schweißdrüsen mit Botox wegspritzen?

Wir wissen es nicht. Man kann jedenfalls feststellen, dass der Versuch, sich um die Augen herum zu verschönern, gar nicht mal so selten ins Auge geht. Und man weiß nie so genau, ob das, was man da als Ergebnis des Augenbrauenzupfens zu Gesicht bekommt, immer Absicht war oder auf Ungeschick basiert: Besonders die Fälle, wo die Brauen mittels Zupfinstrument gänzlich entfernt und durch zwei Farbstriche ersetzt werden, legen den Schluss nahe, dass die Brauen beim Zupfen so lange korrigiert worden sind, bis es da überhaupt nichts mehr zu korrigieren gab ...

Oder sollte das womöglich und allen Ernstes Absicht sein und auch noch schön aussehen!? Gehört diese Variante nicht besser in den Zirkus!? Oder zum Musiksender „Viva“, wo Gülcan Karahanci (heute Gülcan Kamps) dereinst mit ihren abgeknabberten Augenbrauen ihr Unwesen trieb, oder in diese unsägliche Sendung mit Nichtskönnerin Daniela Katzenberger mit ihrer verunglückten Lid-Oberkanten-Frisur. Seit ihrer Heirat ist die Katzenberger allerdings wieder zur Vernunft gekommen, hat die Augenbrauen wachsen lassen und dadurch wieder ein natürlicheres Aussehen gewinnen können.

Oder ist das Verstümmeln von Augenbrauen der neueste Trend bei Frauen, die ganz beharrlich keine Männer (mit Geschmack und einem Sinn für Natürlichkeit) kennenlernen wollen? Oder die wollen – sozusagen als optisches Pendant – gerade diese zeitgeistig mächtig behaarten Männer kennenlernen, die im Gesicht aussehen wie der sagenumwogene Waldschrat.

Das krasse Gegenteil von abgefressenen Augenbrauen – Waldschrat-Brauen wie die von „CSU“-Politiker Theo Waigel – ist allerdings auch nicht wirklich der Hit! Aber wem's gefällt ... Augenbrauen sind und bleiben eben auch Geschmackssache.

Aussagekräftiges zum Thema

Augenbrauen sind übrigens mehr als nur Gesichtsbehaarung: Sie sind gleichsam auch Ausdruck unserer Persönlichkeit. Auf verschiedenen Websites wird darauf Bezug genommen: Auf der Homepage des Mediums „Elle“ beispielsweise versucht man sich in der „Deutung der verschiedenen Augenbrauen-Typen“ und versucht, Tipps zu geben zum „perfekten Schwung der Augenbrauen“. Auf einer Seite des Mediums „Welt“ wird unter dem Titel „Augenbrauen lügen nicht“ im Interview mit dem kanadischen Professor Javid Sadr Interessantes zum Thema „Augenbrauen“ herausgearbeitet.


MODE

„Moden kommen und gehen,
Stil ist unvergänglich.“
(Yves Saint-Laurent)

*

„Mode – eine Stoffwechsel-Krankheit
pandemischen Ausmaßes.“
(Frank R. Bulla)



Spitz auf Schuhe(n)

Timo Beil's Betrachtungen zur
Damenwelt im Eulenspiegel-Look

(Grafik: N. N.)

Kennen Sie auch diese unsägliche Schuhmode für Damen, die die Füße so uuunheimlich lang und spitz erscheinen lassen!? So als hätte der Schuh zwar grundsätzlich gefallen, war aber nur in Größe 49 vorrätig. Erinnert einen das Schuhwerk doch an diese ellenlangen albernen Galoschen, wie man sie aus Büchern mit orientalischen Märchen kennt oder von Narren wie Till Eulenspiegel – fehlen nur noch die Bommeln und die Pumphose ...

Wer weiĂź, was die Ladys in dem Stauraum, der sich da in der Schuhspitze auftut, so alles transportieren!? Vielleicht ersparen Sie sich dadurch ja das Tragen einer Handtasche, weil nun Lippenstift, Make-up, OB, Geld, Handy, Ersatzstrumpfhose, HaarbĂĽrste, SchlĂĽsselbund u. dgl. im ledernen Hohlraum Platz finden!?

Die Trägerinnen tun einem irgendwie Leid: Sieht das Ganze doch geradezu krankhaft aus, so als würde da eine Fehlstellung der Zehen vorliegen – oder wie ungehemmter Riesenwuchs. Man fühlt sich geradezu aufgefordert, die Damen der Schöpfung zum nächstbesten Chirurgen zu schicken ...

Unbegreiflich! Was die Damenwelt uns damit wohl sagen will? Wenn sie denn Klamotten mit Längsstreifen tragen, Push-up-BHs, Miederhöschen, normal geschnittene hochhackige Schuhe o. dgl. – okay, das macht Sinn, weil das genau das bewirkt, was es bewirken soll: Dass eventuell nicht vorhandene harmonische Proportionen oder (selbst nur imaginäre) fehlende Schlankheit geschönt werden oder bestenfalls eine vorhandene Wohlgeformtheit noch eine Betonung findet.

Aber mal im Ernst: Welcher Mann will eine Frau mit sooo großen Füßen!? Die tritt einem doch mit ihren Mega-Latschen ständig auf die Zehen. Oder man tritt ihr ständig auf diese modischen Entgleisungen, weil man gar nicht gewohnt ist, sooo viel Abstand halten zu müssen. Und der Schuhschrank ist am Ende auch noch schneller voll, weil die Dinger nicht mehr mit den Spitzen zuerst in den Schuhschrank passen, sondern längs hineingepfercht werden müssen. Was für ein Irrsinn!



Nabelschau

Fleischbeschauer Timo Beil zum Thema „bauchfrei“

(Foto: N. N.)

Dass Geiz geil ist, wird uns schon seit längerem suggeriert. Dass diese übertriebene Sparsamkeit aber nicht unbedingt immer geil aussieht, wissen wir zwar nicht erst seit einer Mode-Erscheinung namens Leggins: Besonders augenfällig ist es geworden, seit Frau bauchfrei trägt. Und das nicht nur bei höchst sommerlichen Temperaturen, nein, selbst im Winter, wenn es schneit! Gemäß der Devise: Wer schön sein will, muss leiden! Oder: Was uns nicht umbringt, macht uns noch härter!

Ursprünglich war die bauchfreie Mode vermutlich mal dafür gedacht, dass gertenschlanke Teenies weiblichen Geschlechts ihre straffe Bauchdecke zur Schau tragen können – nicht nur wegen der Fleischbeschau seitens der Betrachter männlichen Geschlechts, sondern auch im Wettbewerb mit den zahlreichen Geschlechtsgenossinnen, die sich regelmäßig mit „Brigitte“- und Null-Diäten, „Du darfst“-Futter oder der „FdH“-Methode über Wasser halten.

Mittlerweile kennt das Mode-Phänomen „bauchfrei“ kein Erbarmen mehr mit den Zeugen des Zeitgeistes: Nabelschauerlich wird das Auge beleidigt: Statt femininem Sixpack ... quillt und trieft es nur so aus allen Rock- und Hosenbünden. Die Bauchfrei-Mode ist inzwischen an gar keine bestimmte Konfektionsgröße mehr geknüpft (erinnert der Anblick zuweilen an jene Bockwurst im siedenden Kochtopf, die jeden Augenblick zu platzen droht) und schon gar nicht an ein bestimmtes Alter („bauchfrei“ wird getragen von allen, die jung sind oder sich zumindest dafür halten).

Und wirft man schließlich einen Blick auf den verlängerten Rücken dieser mit textilem Material nicht gerade üppig ausgestatteten Geschöpfe, springt einem – auch nicht unbedingt immer ein schöner Anblick! – das „Maurer-Dekolleté“ ins Auge, was bestenfalls durch den String eines ebenfalls sehr textilarmen Schlüpferchens die tieferen Einblicke verhindert.

Aber vielleicht ist das alles auch nur die Antwort junger Damen auf das Mode-Phänomen bei jungen Herren, die zuweilen Hosen tragen, bei denen der Schritt in Höhe der Kniekehlen sitzt: Auch kein schöner Anblick, diese Stummelbeinchen!