bulla-blog
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Philosophisches:
Allgemeines

Übersicht

  • Cartoons - nein danke?
    EinschrÀnkung der (satirischen) Meinungsfreiheit durch religiöse Fanatiker
  • Ein Sack Kartoffeln ...
    Die gleiche Aufgabe an vier verschiedenen Schule
  • RelativitĂ€t
    Der Unterschied zwischen Bett und Arbeitsplatz
  • Das Buch wird beworben
  • Philosophie und Religion
    Zitat
  • Ursprung allen Seins
  • Seelenfrieden

Cartoons – nein danke?

EinschrÀnkung der (satirischen) Meinungsfreiheit
durch religiöse Fanatiker

In Zeiten, da in Europa islamisisch angehauchte ‚Gotteskrieger‘ unterwegs sind, Psychopathen, die UnglĂ€ubigkeit und Blasphemie auf ihre spezielle Art und Weise ahnden, ist es zuweilen gefĂ€hrlich, satirische Gedanken – vornehmlich in Form von Cartoons – zu Ă€ußern. Mal abgesehen davon, dass diejenigen, die die Islamisten fĂŒr unglĂ€ubig halten, gar nicht unglĂ€ubig, sondern lediglich andersglĂ€ubig sind, ist der Begriff der Blasphemie eh Ă€ußerst fragwĂŒrdig, weil er sich genau genommen an einem Hirngespinst orientiert, das sich traditionsgemĂ€ĂŸ und auf dem Wege von Erziehung und Sozialisation in zahlreichen Köpfen eingefunden hat. Dass Islamisten AndersglĂ€ubige fĂŒr UnglĂ€ubige halten, zeigt nur mal wieder ihre Intoleranz und geistige BeschrĂ€nktheit – was sie allerdings umso gefĂ€hrlicher macht.

Deswegen geht man mit satirischen Cartoons eher vorsichtig um, auch wenn davon inzwischen zahlreiche Exemplare in der Welt verbreitet sind. Einen Anfang machten sicherlich nicht erst die sogenannten Mohammed-Karikaturen, die im Jahre 2005 durch Abdruck in der dĂ€nischen Tageszeitung „Jyllands Posten“ einen Skandal in der islamischen Welt auslösten. Einen unschönen Höhepunkt allerdings fand die islamische Humorlosigkeit im Brandanschlag auf die „Charlie Hebdo“-Redaktion in Paris im Jahre 2011, weil das Magazin zuvor ebenfalls jene Mohammed-Karikaturen abgedruckt hatte. Am 7. Januar 2015 eskalierte die Situation: Zwei islamistisch motivierte TĂ€ter drangen in die „Charlie Hebdo“-RĂ€ume ein und töteten zwölf Menschen. Zuletzt wurde im Oktober 2020 ein französischer Geschichtslehrer von einem AttentĂ€ter enthauptet, weil er in seinem Unterricht zum Thema Meinungsfreiheit die bei „Charlie Hebdo“ abgedruckten Mohammed-Karikaturen zur Diskussion stellte. Daraufhin machte eine 13-jĂ€hrige SchĂŒlerin und deren Familie in den sozialen Medien gegen den Lehrer mobil, veröffentliche gar seine Wohnanschrift, was letztlich in dem Attentat gipfelte.

Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut. Es ist ausgesprochen ĂŒbel, wenn diese ausgerechnet durch AnhĂ€nger einer Religion beschnitten wird, die ursprĂŒnglich nicht in einen west-europĂ€ischen Kulturkreis gehört, und auch von Fanatikern, deren Herkunft weit ausßerhalb von West-Europa zu suchen ist. Denn es kann nicht sein, dass man im eigenen Land von solchen Geisteskranken in seinem Denken und in seinem Tun eingeschrĂ€nkt wird.

Es gibt, wie gesagt, reichlich Satirisches zum Thema Islam, vor allem auch zur Verschleierung. Da sind Emoji-Sammlungen, die normalerweise Gesichter in den unterschiedlichsten Stimmungslagen wiedergeben, die allerdings auf Grund der Verschleierung alle gleich aussehen.

Oder da ist die Frau mit einer roten Burka (man erinnere sich: eine Burka lĂ€sst in der GanzkörperverhĂŒllung bestenfalls einen horizontalen Sehschlitz ĂŒbrig), die einem, die auf Augenhöhe einem Verkehrsschild gegenĂŒbersteht und dieses fragend anschaut. Das Schild ist jenes kreisrunde rote Exemplar, das eine Einbahnstraße kennzeichnet und in der Mitte einen schmalen, horizontalen weißen Balken zeigt, der in der Karikatur genauso aussieht wie der Sehschlitz der Muslima.

Mir gefallen hat auch ein Cartoon, der zwei erwachsene Burka-TrĂ€gerinnen zeigt, die absolut gleich aussehen und von denen man nur die Augen zu sehen bekommt. Beide stehen vor einem Klassenfoto aus der Schulzeit, wo hintereinander mehrere Reihen von burka-gewandeten SchĂŒlerinnen zu sehen sind, von denen ebenfalls nur Augenpaare hinter Sehschlitzen zu sehen sind. Die eine Erwachsene sagt zur anderen, wĂ€hrend sie auf eine verhĂŒllte Gestalt auf dem Foto zeigt: „Das hier bin ich.“

Der Islam ist nur eine Facette unseres Lebens. Ich persönlich kann mir – das macht möglicherweise meinen speziellen Humor aus – kaum etwas, kaum eine Situation vorstellen, die von Humor unberĂŒhrt bleibt. Denn jeder Aspekt unseres Leben bietet auch Anlass, sich gelegentlich humorvoll dazu zu Ă€ußern. „Humor“ (und hier zitiere ich einen Satz aus „Wikipedia“ zum Thema „Humor“) „ist die Begabung eines Menschen, der UnzulĂ€nglichkeit der Welt und der Menschen, den alltĂ€glichen Schwierigkeiten und Missgeschicken mit heiterer Gelassenheit zu begegnen.“ Dem ist nichts hinzuzufĂŒgen.

Interessante Links

Ein Sack
Kartoffeln ...

Die gleiche Aufgabe
an vier verschiedenen
Schulen


(Abb.: N. N. /
photoshopped: Frank R. Bulla;
Text: N. N.)

Hauptschule

Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln fĂŒr 50 Euro. Die Erzeugerkosten betragen 40 Euro.

Aufgabe: Berechne den Gewinn!

Realschule

Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln fĂŒr 50 Euro. Die Erzeugerkosten betragen 4/5 des Erlöses.

Aufgabe: Wie hoch ist der Gewinn?

Gymnasium

Ein Agrarökonom verkauft eine Menge subterraner FeldfrĂŒchte fĂŒr eine Menge Geld (G). G hat die MĂ€chtigkeit 50. FĂŒr die Elemente aus G gilt: G gleich 1. Die Menge hat die Herstellungskosten (H). H ist um 10 Elemente weniger mĂ€chtig als die Menge G.

Zeichnen Sie das Bild der Menge H als die Tilgungsmenge der Menge G und geben Sie die Lösung (L) fĂŒr die Frage an:

Aufgabe: Wie mÀchtig ist die Gewinnsumme?

Waldorfschule

Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln fĂŒr 50 Euro. Die Erzeugerkosten betragen 40 Euro und der Gewinn ist 10 Euro.

Aufgabe: Unterstreiche das Wort „Kartoffeln“ und singe ein Lied dazu!



RelativitÀt

Der Unterschied zwischen Bett und Arbeitsplatz

(Text: N. N.)

Sie sind im Bett. Es ist morgens um 06:00 Uhr.
Sie schließen Ihre Augen fĂŒr fĂŒnf Minuten.
Es ist 07:45 Uhr.

Sie sind am Arbeitsplatz. Es ist 13:30 Uhr.
Sie schließen Ihre Augen fĂŒr fĂŒnf Minuten.
Es ist 13:31 Uhr.



Das Buch wird beworben

(Text: N. N.)

  • weit ĂŒber 500 Jahre Technologie
  • batterie-unabhĂ€ngig
  • angenehmes Material
  • perfekter Sichtschutz in jeder Situation
  • riesige Modell-Auswahl im Buchhandel
  • zahlreiche Geschmacksrichtungen, wie z. B. Krimi, Liebe, Fantasy
  • ideales Geschenk fĂŒr intelligente Menschen


PHILOSOPHIE UND RELIGION

„Philosophie:
Fragen, die möglicherweise nie beantwortet werden.
Religion:
Antworten, die niemals in Frage gestellt werden dĂŒrfen.“




Ursprung allen Seins

Der Mensch sucht stĂ€ndig nach Ursachen und GrĂŒnden fĂŒr alles Mögliche und versucht, das Ganze mit seiner – möglicherweise – sehr beschrĂ€nkten Logik zu begreifen.

Nehmen wir nur mal das Weltall, das wir uns mit unserem Denkvermögen nicht so recht vorstellen können. Irgendetwas sagt uns – da eine Vorstellung von rĂ€umlicher Unendlichkeit nicht wirklich von uns begriffen werden kann –, dass das Weltall endlich sein muss. Gleichzeitig gehen wir aber davon aus, dass, wenn das Weltall endlich ist, irgendetwas anderes dahinter anfangen muss, das auch wieder irgendwo endet – undsoweiter ... Die Wissenschaft weiß zwar inzwischen, dass es irgendwann mal den sogenannten Urknall gegeben hat und sich das Weltall seither ausdehnt. Aber ob der Urknall wirklich der absolute Anfang alles Seins ist, vermag nicht wirklich jemand zu sagen.

Aus der Bredouille heraus, das alles nicht so recht begreifen zu können, gibt der Mensch schon von jeher die Verantwortung ab. Da einem selbst jegliches VerstĂ€ndnis fĂŒr die Ausmaße des Weltalls und der Entstehung alles Lebens fehlt, muss da – so meint man – irgendein Wesen sein und dafĂŒr herhalten, das die VorgĂ€nge begreift, ja, das das alles womöglich selbst erschaffen hat. Auf diesem Weg ist irgendwann wohl mal Religion enstanden und der Glaube (nicht das Wissen!), dass es Götter gibt.

Und so richten sich viele Menschen, Menschen der unterschiedlichsten Kulturen und Religionen, von jeher nach dem vermeintlichen Willen dieser Götter aus – einem Willen, der deswegen vermeintlich ist, weil sich der Mensch auf seiner stĂ€ndigen Suche nach Ursachen und GrĂŒnden selbst etwas hat ausdenken mĂŒssen, wovon er meint, was diese imaginĂ€ren Wesen denken und wollen könnten, wenn sie denn tatsĂ€chlich existieren wĂŒrden. Da aber Götter in Ermangelung ihrer Existenz nicht wirklich zu Menschen sprechen (hĂ€tten sie im Falle ihrer Existenz vermutlich auch Besseres zu tun), wirkt es natĂŒrlich Ă€ußerst befremdlich, wenn Menschen behaupten, Gott habe zu ihnen gesprochen. Egal, ob er dieses tat, indem er sozusagen ein Zeichen gesendet hat (ein Zeichen kann auch sein, dass zufĂ€llig irgendwo ein Blitz einschlĂ€gt), oder indem er dem GlĂ€ubigen tatsĂ€chlich was geflĂŒstert haben will: Das sind Begebenheiten, wo man schon mal ein wenig am Verstand eines Menschen zweifeln muss, der solch' eine Erecheinung gehabt haben will. Befremdlich ist ebenso, wenn sich Menschen anmaßen, sozusagen Stellvertreter oder Vermittler eines Gottes auf Erden zu sein und Gottesdienste abhalten, Mitmenschen gar segnen und derlei mehr.

Der Mensch kann sich zudem auch schlecht vorstellen, dass er letztlich nur ein Glied ist in einer unendlich langen Fortpflanzungskette. Er versucht, seinem Dasein deutlich mehr beizumessen, versucht, Vorstellungen zu finden, die eine Fortsetzung des gelebten Lebens darstellen. So ist dann wohl auch die Idee eines Lebens nach dem Tod entstanden, das der Mensch natĂŒrlich auch wieder sehr eng mit dem von ihm verehrten Gott in Verbindung bringt, weil der real existierende Mensch ja nun wirklich Einfluss auf das Jenseits hat. Selbst wenn die Sache mit dem Leben nach dem Tod ebenso ins Reich der Fantasie gehört wie der Umstand, dass die Seele des Verstorbenen noch irgendwo (womöglich im Himmel ĂŒber uns) wandelt, bringt sie vielen Menschen offenbar Seelenheil – was letztlich bei vielen Menschen auch von Dingen bewirkt werden kann durch Stoffe wie Alkohol, Drogen oder Unmengen an Geld. Der entscheidende Unterschied zur Religion ist hier, dass Ursache und Wirkung ganz real an etwas festgemacht werden können.



Seelenfrieden

Im Internet las ich vor einiger Zeit das Zitat:

  • „Lernen, Dinge zu ignorieren,
    ist einer der besten Wege zu innerem Frieden.“

Ja, genau: Dinge ignorieren! Das ist genau das, was das Gros der Menschheit tut:

  • Es wird ignoriert, dass Fleisch, Obst und GemĂŒse, das es auch hierzulande oder zumindest in Europa gibt, aus SĂŒdamerika oder SĂŒdafrika importiert wird – besonders billige Bananen werden beispielsweise auf Grund gewisser EU-VertrĂ€ge aus SĂŒdafrika nach Europa geholt, wĂ€hrend in Spanien tonnenweise Bananen vergammeln.
  • Es wird ignoriert, dass immer mehr Lebensmittel das ungesunde Palmöl enthalten, weswegen allein in SĂŒdamerika immer mehr RegenwĂ€lder abgeholzt werden, was sich negativ auf das Weltklima auswirkt.
  • Es wird ignoriert, dass der Konzern „NestlĂ©â€œ sich auch weiterhin an Wasserquellen in der Dritten Welt vergreift und dadurch den Menschen das Trinkwasser wegnimmt und die Ökologie massiv schĂ€digt – und deswegen auch weiterhin „NestlĂ©â€œ-Produkte gekauft werden.
  • Es wird ignoriert, dass immer mehr Lastenverkehr auf unsere Straßen kommt – und dadurch auch mehr schĂ€dliche Stoffe in die Luft gelangen –, weil immer mehr Leute im Online-Handel kaufen, vor allem auch beim Konzern „Amazon“, den man (warum, ist mir schleierhaft) offenbar nicht mal dazu bewegen will, dass er hierzulande fĂŒr die Unmengen an getĂ€tigten UmsĂ€tze auch entsprechend Steuern zahlt – von den Arbeitsbedingungen hier mal ganz zu schweigen.
  • Es wird ignoriert, dass ein paar Staaten die Menschenrechte mit FĂŒĂŸen treten und dass in manchen LĂ€ndern Frauen wie der letzte Dreck behandelt werden. OK, das alles wird nicht wirklich ignoriert, aber es wird ihm auch nicht angemessen begegnet, um entweder diplomatische Verwicklungen zu vermeiden oder – was wohl noch deutlich mehr PrioritĂ€t besitzt – der eigenen Wirtschaft nicht zu schaden.

Diese Liste lĂ€sst sich beliebig verlĂ€ngern, weil Menschen wichtige wirklich Dinge ignorieren. Aber ihren Seelenfrieden haben sie deswegen noch lange nicht gefunden – ganz im Gegenteil!