bulla-blog
–——————————–

Politisches:
Trump & Co.

Übersicht

  • Nachruf auf einen Widerling
  • FĂŒr alle, die es nicht mehr abwarten können ...
    Verbleibende Zeit bis zum Ende von Trump's Amtszeit
  • Ist er noch da?
  • Trump im Wachkoma?
    Erinnerungen an „Dave“ werden wach
  • Trump und die Ansteckungsgefahr
    Cartoon
  • Kann jemand diese Dampfwalze stoppen?
  • Spielverderber
    Die MentalitĂ€t von Trump, Erdoğan & Co.
  • Wenn Donald Trump die „Titanic“ befehligt hĂ€tte ...
    Die zehn Stufen der Wahrheit
  • Flugzeug in Not
    Kurz-Krimi
  • Voting for Trump
    Zitat
  • Trumpismus vom Feinsten
  • Auch wenn man sich auf den Kopf stellt ...
    Donald bleibt Donald!
  • „Inselaffen“ und Elefanten im Porzellanladen
  • Die Schöpfungsgeschichte
    Kurzfassung (US-Republikaner-Version anno 2020)
  • Dialoge
  • Ist Donald Trump Opfer der Interpunktion?
  • Trump lexikalisch
    Auszug aus „Pons Großwörterbuch
    fĂŒr Experten und UniversitĂ€t“
  • Herzenswunsch
  • Trump went Hemingway?
  • „Die Menschen in der TĂŒrkei stehen hinter mir“
    Cartoon
  • „Internationaler Tag des Unkrauts“
  • Apropos: Unkraut ...
    Zitat
  • „Make America keimfrei again!“
  • Trump's Intelligenz
  • „Wer ist schuld an der Corona-Pandemie, Mr. Trump?“
    Antworten des Tages
  • Who is who – und wer
    ist der grĂ¶ĂŸte Schmierfink
    ?
    Autogrammstunde
  • Trump's Wachtraum
  • GlaubwĂŒrdigkeit und Doppelmoral
    am Beispiel von Alice Weidel und Donald Trump
  • Relikte aus der Steinzeit ...
    Cartoon
  • Fragen an Donald Trump
  • Degeneration
    Zitat
  • Das Allerletzte

Nachruf auf einen Widerling *

(Text: © Lars Reichow)
* Dieser Beitrag ist ĂŒbrigens auch auf Lars Reichow's „Facebook“-Seite zu finden.

„Liebe Freunde Amerikas,
dear American fellows and friends,

heute möchte ich Ihnen gratulieren!

Sie haben etwas geschafft, was keinem Volk vor Ihnen gelungen ist. Sie haben sich auf friedliche und demokratische Weise des dĂŒmmsten und dreistesten PrĂ€sidenten in der Geschichte der Vereinigten Staaten entledigt.

In wenigen Wochen wird Donald Trump nicht lĂ€nger PrĂ€sident des mĂ€chtigsten Landes der Erde sein. Das ist eine gute Nachricht fĂŒr alle Demokratien dieser Welt. Es ist die beste Nachricht in einem ansonsten katastrophalen, pandemischen Jahr, das viele von uns die Existenz, mindestens aber eine Menge Geld und Millionen von Menschen auf der Erde das Leben gekostet hat.

Die Niederlage von Trump ist ein Hoffnungsstrahl am Ende eines Jahres, das Happy End in einer der dunkelsten politischen Phasen in der jĂŒngeren Weltgeschichte.

Trump stand fĂŒr das Gegenteil dessen, was ich an Amerika geliebt habe. Trump stand fĂŒr das Gegenteil von Frieden, Freiheit und Zukunft. Er hat die geopolitische Tektonik der Erde ins Wanken gebracht. Er hat die multilaterale Wirtschaftsordnung versucht, durch dumpfen Nationalismus zu ersetzen. Er hat den Humanismus und die AufklĂ€rung in Frage gestellt.

Seine politischen Entscheidungen waren allesamt unĂŒberlegt, unvorbereitet und chaotisch, weil ihnen zu keiner Zeit eine Strategie zugrunde lag. FĂŒr seine ökonomischen Entscheidungen fehlte ihm jedwede Kompetenz, seine limitierten FĂ€higkeiten (z. B. fernsehen, aufs Klo gehen) wurden ĂŒberdeckt von seiner grenzenlosen Eigenliebe und Selbstbewunderung.

Trump hatte die strategische Intelligenz einer Handgranate. Sein rĂŒckwĂ€rtsgewandter Glaube an fossile EnergietrĂ€ger, die Leugnung von Artenschutz und Umweltschutz, die totale Ignoranz einer Klimakrise war ein Tritt in den Hintern zukĂŒnftiger Generationen, eine Absage an eine Zukunft auf einem gemeinsam genutzten Planeten.

Nichts von dem, was er zu politischem Schaum geschlagen hat, ist von Wert oder von Nachhaltigkeit.

Donald Trump war ein hinterhĂ€ltiger, verlogener PrĂ€sident. Ein Mann, fĂŒr den ein Ehrenwort nichts zĂ€hlt, fĂŒr den Frauen nichts zĂ€hlen, fĂŒr den Schwarze, Latinos und Asiaten keinen Wert haben. Trump war ein religiöser Heuchler und eine charakterlose FĂŒhrungsfigur. Er war der mit Abstand schwĂ€chste und abgrĂŒndigste PrĂ€sident, den die Vereinigten Staaten jemals hatten. Er hat mit ultranationalen, rassistischen Gruppen paktiert. Er hat Kriminelle begnadigt und aufrechte, wahrheitsliebende und kompetente Menschen verachtet, besudelt und kaltgestellt.

Mit Donald Trump verlieren die USA einen niedertrÀchtigen, einen primitiven, sexistischen und widerwÀrtigen Trickser und TÀuscher.

Und genau wie seine affige Fön-Frisur nach dieser Niederlage in sich zusammensacken wird, so wird auch von seiner unterdurchschnittlichen Erscheinung nichts ĂŒbrig bleiben als ein ĂŒbler Nachgeschmack und der aufdringliche Geruch von Dreistigkeit, gepaart mit unangemessener, pathologischer Selbstverliebtheit. Möge ihm die amerikanische Justiz seine letzten Lebensjahre zu einer strafrechtlichen Hölle machen! Er hat sich seinen Untergang redlich verdient.

Goodbye, Großmaul!“



FĂŒr alle, die es
nicht mehr abwarten können ...  🕛

Verbleibende Zeit bis zum Ende von Trump's Amtszeit:




Ist er noch da?

(Abb.: N. N.)



Trump im Wachkoma?

Erinnerungen an „Dave“ werden wach

(Cartoon: N. N.)

Im Oktober 2020 – kurz nach Trump's bekanntgewordener Infektion mit dem Corona-Virus, gefolgt von Trump's allzu schneller Genesung, die ihn angesichts des Wahlkampfs beflĂŒgelte, schnell wieder in der Öffentlichkeit aufzutreten und abermals das Virus herunterzuspielen und die hohe QualitĂ€tv des amerikanischen Gesundheitssystems zu rĂŒhmen – war nebenstehender Cartoon im Internet zu finden.

Trump's AnhĂ€ngerschaft – zumal die weniger Wohlhabenden – sind vermutlich nach wie vor zu dĂŒmmlich, um zu erkennen, was da abgeht. Ansonsten wĂŒrden sie bemerken, dass einer Person, die das höchste politische Amt der USA ausfĂŒllt (ich will hier ja nicht wirklich von einem PrĂ€sidenten sprechen!) und der obendrein ein wohlhabender Mann ist, natĂŒrlich alles zuteilwird, was zu einer raketenschnellen Genesung beitrĂ€gt. Vermutlich im Gegensatz zum Rest der Amerikaner, steht Trump ein vielköpfiges Ärzte-Team zur VerfĂŒgung, und es werden weder Zeit noch Kosten gescheut, um einem der grĂ¶ĂŸten politischen Scharlatane nicht nur der amerikanischen Geschichte wieder zu bester Gesundheit zu verhelfen.

Es könnte sich aber auch so verhalten, wie es der Cartoon nur zu deutlich macht: Trump steht noch völlig unter dem Einfluss von „COVID-19“, wird aber nach allen Granaten medizinischer Kunst in einen Zustand versetzt, der den Anschein erweckt, als sei er bei geistiger Gesundheit und wieder völlig genesen.

Ein anderes mögliches Szenario: Trump liegt bereits im Koma und wird von einem DoppelgĂ€nger gemimt. Das Prinzip kennen wir ja aus dem Film „Dave“ (zur Erinnerung hier ein Link zur Inhaltsangabe) ...

Dass sich Trump schon seit lĂ€ngerem im Koma befindet – nĂ€mlich im Wachkoma – scheint nicht unwahrscheinlich: Das Gros seiner Entscheidungen weist darauf hin, dass sein Hirn alles andere als normal arbeitet – im Grunde genommen hat es bereits seine Arbeit eingestellt: Trump scheint geradezu hirntot. Denn anders ist es nicht zu erklĂ€ren, dass er den Leuten stĂ€ndig neue, sich zuweilen auch widersprechende LĂŒgen auftischt, das selbst gar nicht zu merken scheint und und sich offenbar auch nicht vorstellen kann, dass der derzeit etwas grĂ¶ĂŸere Teil der US-BĂŒrger diese LĂŒgen und Trump's allgemeine Strategie lĂ€ngst durchschaut hat.

Als ich den Cartoon nochmals nĂ€her in Augenschein nahm, fiel mir die Person auf der linken Seite auf, die die Frage aufwirft: Wird der komatöse Trump da etwa gerade ferngesteuert? Die Person Trump ist per se so absurd, dass man sich durchaus vorstellen könnte, dass sie ferngesteuert wird – und das nicht erst seit „COVID-19“.

Wie auch immer ... Es bleibt jedenfalls zu hoffen, dass den Amerikanern ein Ă€hnlich schönes ‚Happy End‘ ins Haus steht, wie es in dem Film „Dave“ zu sehen war. Die Amis haben gewiss etwas Besseres verdient als einen Möchtegern-Messias, der mit einem „FĂŒrchtet euch nicht!“ aufwartet.

Trump und die
Ansteckungsgefahr

(Cartoon: Marian Kamensky / humor-kamensky.sk)



Man stelle sich nur mal vor, Corona hÀtte sich mit dem Trump-Virus angesteckt! Dann wÀre es jetzt obendrein noch menschenverachtend, rassistisch, narzisstisch und sexistisch.



Kann jemand diese Dampfwalze stoppen?

(Abb.: N. N. / photoshopped: Frank R. Bulla))

Wir schreiben Anfang Oktober 2020. Trump ist im Rahmen seiner Amtzeit noch gut 100 Tage – vom inzwischen grĂ¶ĂŸeren Teil der Amerikaner und auch dem Rest der Welt – zu ertragen. Am 3. November ist PrĂ€sidentenwahl – und man spĂŒrt bereits jetzt, wie dramatisch sich die Lage zuspitzt.

Trump weiß alles fĂŒr sich zu nutzen. Er wird im Falle einer Niederlage bei der PrĂ€sidentenwahl die Tatsache fĂŒr sich zu nutzen wissen, dass er das Corona-Virus ĂŒberlebt hat und deswegen alle seine diesbezĂŒglichen Entscheidungen natĂŒrlich korrekt waren (auch wenn die USA dank Trump mit die höchsten Infektionszahlen und Corona-Toten zu verzeichnen hat). Und da ist auch die Sache mit der Briefwahl, die er verbieten lassen wollte, weil er sie mit der Möglichkeit von Wahlbetrug (natĂŒrlich zu seinen Ungunsten) in Verbindung bringt. Vermutlich gibt es kaum etwas, das er nicht fĂŒr sich zu nutzen weiß – notfalls wird es abermals völlig verdrehen, notfalls werden weitere LĂŒgen aufgetischt, notfalls werden abermals andere fĂŒr irgendetwas verantwortlich macht ... Eine echte Wildsau eben – und weit davon entfernt, ein guter Politiker zu sein, geschweige denn ein guter StaatsprĂ€sident! Das hat zuletzt sein verĂ€chtliches Verhalten beim TV-Duell mit Herausforderer Joe Biden gezeigt: Er ist des PrĂ€sidenten-Amtes nicht wĂŒrdig, gehört nicht mal auf so etwas wie eine Ersatzbank. Vielleicht sollte er sein Dasein als selbstgefĂ€lliges Trump-Virus (siehe Abb.!) fristen – eine Daseinsform, die seinem Charakter noch am meisten gerecht wird. Vielleicht mutiert „COVID-19“, nachdem es Anfang Oktober auch Trump infiziert hat und wird gefĂ€hrlicher denn je: Alle Menschen, die es befĂ€llt, werden menschenverachtend, rassistisch, narzisstisch  und sexistisch.

Wenn man an seinem Posten festklebt und sich geradezu weigert, diesen zu verlassen wie im Falle von Trump, ist einem offenbar jedes Mittel recht. Schon seit Monaten behauptet er, dass die bevorstehende Wahl mit Fehlern und Betrug behaftet sei, was darauf hindeuten könnte, dass er richtig Stress machen wird, wenn er die Wahl verlieren sollte. Vermutlich wird er Gerichte bemĂŒhen, um die Situation zu seinen Gunsten zu klĂ€ren. Auch darauf hat er lĂ€ngst hingearbeitet, indem er angefangen hat, das Verfassungsgericht mit republikanisch denkenden Richtern zu besetzen. Nach dem Tod der großen Verfassungsrichterin Ruth Bader Ginsburg hat er nicht lange gezögert und an ihrer Stelle schon mal eine republikanisch denkende Richterin nominiert.

Im Mai ging durch die Medien, dass Trump ankĂŒndigte, er wolle zu „Informationszwecken“, wie er sagte, jedem der weit ĂŒber 300 Millionen Amerikaner per Briefpost seine bei „Twitter“ veröffentlichten BeitrĂ€ge (die sogenannten „Tweets“) zukommenlassen. Er machte Ernst!

Man hat das GefĂŒhl, dass niemand diesen Kretin stoppen kann. Und nicht erst seit dem TV-Duell hegt man die BefĂŒrchtung, dass das auch der alte Mann, Joe Biden, nicht vermag. Unweigerlich muss man da an US-PrĂ€sidenten wie Abraham Lincoln und John F. Kennedy denken, deren Leben von einem Tag auf den anderen abrupt endete, obwohl sie deutlich bessere und deutlich weniger gefĂ€hrliche PrĂ€sidenten waren als Donald Trump ...

(Abb.: N. N.)

Interessanter Link



Spielverderber

Die MentalitĂ€t von Trump, Erdoğan & Co.

(Foto: © Frank R. Bulla)

Beim Tun dieser Psychopathen, die sich in der Lage wĂ€hnen, gescheit ein Volk fĂŒhren zu können, muss ich unweigerlich an das Spiel „Mensch Ă€rgere dich nicht“ denken. Diese moraldefizitĂ€ren Politiker verhalten sich wie verhaltensgestörte und renitente Kinder, werfen gegnerische Figuren aus dem Spielfeld, wie es ihnen gerade in den Kram passt oder in den Sinn kommt, obgleich die WĂŒrfel ganz anders gefallen sind – und wenn man sie kritisiert, es ihnen zu viel wird oder sie keine Lust mehr haben, schmeißen sie einfach alle Figuren um und gehen ...



Wenn Donald Trump
die „Titanic“
befehligt hÀtte ...

Die zehn Stufen der Wahrheit

(Text: N. N. / Foto: © F. G. O. Stuart)

  1. „Da ist kein Eisberg.“
  2. „Wir werden keinen Eisberg treffen.“
  3. „Ich wusste, dass es ein Eisberg war, bevor es jemand anderes wusste.“
  4. „Niemand kennt Eisberge besser als ich.“
  5. „Die Pinguine brachten den Eisberg hierher.“
  6. „Niemand hĂ€tte den Eisberg vorhersagen können.“
  7. „Wir können nicht zulassen, dass ein Eisberg unser Schiff aufhĂ€lt.“
  8. „Die Crew verbreitet falsche Nachrichten ĂŒber Eisberge.“
  9. „Einige von euch mĂŒssen ertrinken.“
  10. „Ich bin der beste KapitĂ€n – da können Sie jeden fragen.“



Flugzeug in Not

Kurz-Krimi

(Text: N. N.)

Arnold Schwarzenegger, der Papst, Donald Trump, ein Schulkind und ein Pilot sind mit einem Flugzeug unterwegs. Dieses droht abzustĂŒrzen, aber es sind nur vier Fallschirme an Bord.

Der Pilot sagt: „Ich habe Familie, und die braucht mich!“ Er nimmt einen Fallschirm und springt.

Schwarzenegger sagt: „Ich bin von uns der grĂ¶ĂŸte Schauspieler und Star.“ Er nimmt einen Fallschirm und springt ebenfalls.

Trump sagt: „Ich bin PrĂ€sident des mĂ€chtigsten Landes der Welt, und außerdem bin ich ohnehin der Cleverste von uns.“ Auch er nimmt einen Fallschirm und springt.

Der Papst wendet sich dem Kind zu und sagt: „Ach, weißt du: Ich bin so alt. Rette du dich! ich komme sowieso in den Himmel.“

Da sagt das Kind zum Papst: Nein, nein – es ist alles in Ordnung. Hier sind noch zwei Fallschirme. Donald Trump ist mit meinem Ranzen gesprungen.“


VOTING FOR TRUMP

„Voting for Trump is like asking me to drive.“
(Stevie Wonder)




Trumpismus vom Feinsten

Die Leute, die Donald Trump – inklusive seines politischen Umfeldes, das er sich im Lauf seiner Amtszeit regelmĂ€ĂŸig zugelegt, zurechtgelegt und seinen primitiven BedĂŒrfnissen angepasst hat – verharmlosen, ...

  • sind möglicherweise geistig mindestens genauso minderbemittelt wie ihr Idol
  • sind möglicherweise durch und durch Rassisten, MenschenverĂ€chter, Sexisten, Narzissten, Waffenverherrlicher oder Unbelehrbare wie ihr Idol
  • stehen möglicherweise stĂ€ndig unter Einfluss von Alkohol oder Drogen, was erklĂ€ren könnte, dass sie den Bezug zur RealitĂ€t völlig verloren haben
  • stehen Trump möglicherweise deswegen so nahe, weil sie sich erhoffen, von den FrĂŒchten seiner Machtspielchen und seiner Verlogenheit in irgendeiner Weise zu partizipieren

Möglicherweise ist es auch eine Mischung aus allem.

Auch wenn man sich
auf den Kopf stellt ...

Donald bleibt Donald!

(Grafik: N. N. / photoshopped: Frank R. Bulla)



„Inselaffen“ 🐒
und Elefanten im Porzellanladen 🐘

In den 60er, 70er und 80er Jahren hatte sich mal der etwas boshaft gemeinte Begriff „Inselaffen“ etabliert (selbst das englischsprachige „Wiktionary“ greift diesen Begriff auf), vermutlich als Folge der hierzulande stationierten und nachts hĂ€ufig betrunken anzutreffenden britischen Soldaten.

Das reichlich affige Verhalten des Boris Johnson indes lĂ€sst den Begriff wieder aufleben. Unterstellt man einfach mal, dass Großbritannien irgendwann tatsĂ€chlich willens war, sich zu einem vollwertigen EU-Mitglied zu entwickeln (wirklich?), wird es wohl dank „Brexit“ kĂŒnftig wieder ein abgekapseltes Inseldasein fĂŒhren, zumal unter der FĂŒhrung eines solchen Premiers, der – geistig auf Ă€hnlich niedrigem Niveau wie Donald Trump – die Corona-Pandemie ĂŒber viele Wochen hinweg total verharmloste und damit die Infektionszahlen erst so richtig explodieren ließ. Ein solches Verhalten allein lĂ€sst weit blicken.

Dummheit grassiert! Das sah man bereits bei rund 50 Prozent der US-WĂ€hler, als 2017 der grĂ¶ĂŸte Polit-Clown aller Zeiten gekrönt wurde, und man sieht es auch bei der Entscheidung, die Großbritannien im Jahre 2020 getroffen hat und die das Königreich mit Pauken und Trompeten aus der EuropĂ€ischen Union katapultiert.



Die Schöpfungsgeschichte

Kurzfassung (US-Republikaner-Version anno 2020)

(Abb.: N. N.)

Damals im PalĂ€olithikum, also vor rund 300.000 Jahren zur BlĂŒtezeit des Neandertalers, erschuf Donald Trump das Universum und die Erde, die seinerzeit noch eine Scheibe war.

  • Wer an dieser Stelle einwirft, dass das gar nicht sein kann, weil kein Mensch so alt wird, wird von Trump eines Besseren belehrt: „Ich war schon immer da, und ich werde immer da sein. Ich bin unsterblich!“

Er sah, dass es gut war, klopfte sich das erste Mal auf die Schulter (so heftig, dass es ihn fast aus den Socken haute) und bekam glatt einen Orgasmus beim Anblick seiner Visage im Spiegel.

  • Wer an dieser Stelle einwirft, dass es in der Altsteinzeit noch gar keinen Spiegel gegeben hat, wird von Trump eines Besseren belehrt: „NatĂŒrlich gab es schon Spiegel! Schließlich habe ich den Spiegel erfunden und das Rad und die ElektrizitĂ€t auch!“

Einen Fehler jedoch hatte er bei der Schöpfung von Lebewesen begangen (und das, wo er doch nach eigenen Aussagen quasi unfehlbar ist): Er hatte vergessen, rechtzeitig die Spezies mit Hirn auszurotten, die spĂ€ter mal all seine LĂŒgen durchschauen und ihn nicht als PrĂ€sident, sondern lediglich als egomanen Clown anerkennen wĂŒrde ...


DIALOGE

Trump: „Nehmen Sie mir die Beichte ab, Heiliger Vater?“
Papst: „Bedaure, aber dafĂŒr reicht meine Amtszeit nicht aus.“

*

Trump: „Illegale Einwanderer bringen
KriminalitĂ€t, Drogen und Gewalt.“
Indianer: „Ich weiß.“

*

Trump: „I'm great!“
Thunberg: „I'm Greta!“

*

Trump: „Ich bin ein großer Denker.“
Erdoğan: „Ich bin ein großer Demokrat,“
„BER“ (2006 bis 2020): „Ich bin ein fertiger Flughafen.“

*

„Was regen sich hierzulande alle ĂŒber Donald Trump auf!?
Wir leben in Deutschland!“
„Was regst du dich ĂŒber Schimmel im Keller auf!?
Du lebst im Erdgeschoss!“

*

(Sensenmann und Amis treffen anlÀsslich Corona aufeinander)
Amerikanisches Volk: „Warum wir?“
Sensenmann: „America first!“




Ist Donald Trump Opfer der Interpunktion?

Im Jahre 2017 hatte ich mal gelesen, dass die Grenze zwischen den USA und Mexiko 3.144 Kilometer lang ist. Schon lĂ€nger habe ich nun nichts Konkretes mehr von Möchtegern-PrĂ€sident Trump's PlĂ€nen gehört, eine Mauer entlang dieser Grenze errichten zu wollen. Kein Wunder, ist es doch in jeder Hinsicht ein Kraftakt sondersgleichen. Selbst die einstige innerdeutsche Grenze maß eine LĂ€nge von 1.400 Kilometern.

Möglicherweise ist Möchtegern-PrĂ€sident Trump inzwischen klar geworden, dass (man beachte die englische Schreibweise von Dezimalzahlen und von Zahlen, die mehr als drei Stellen haben!), die Grenze nicht „3.144“ Kilometer lang ist, sondern „3,144“ Kilometer. Immerhin hat Möchtegern-PrĂ€sident Trump deutsche Wurzeln und könnte so noch die deutsche Schreibweise von großen Zahlen im Blut haben. Der Unterschied zwischen Punkt und Komma ist zuweilen doch grĂ¶ĂŸer als man zunĂ€chst annimmt – und in diesem Falle deutlich teurer, was Senat und ReprĂ€sentantenhaus fĂŒr nicht machbar halten könnten und was möglicherweise selbst Möchtegern-PrĂ€sident Trump's Privatvermögen ĂŒbersteigen dĂŒrfte.



Trump lexikalisch

Auszug aus „Pons Großwörterbuch
fĂŒr Experten und UniversitĂ€t“

((Foto: © Frank R. Bulla)

Vor einigen Jahren kursierte im Internet mal ein angeblicher Auszug aus „Langenscheidt's Großem Schulwörterbuch Englisch–Deutsch“ von 1977, in dem eine Definition von „trump“ folgende Bedeutung haben soll: „erdichten, erschwindeln, sich aus den Fingern saugen“; passend dazu war auch die Rede von dem Begriff „trumped-up“, der so viel wie „erfunden, erlogen“ bedeuten soll, wobei das Substantiv „trumpery“ in die gleiche Bresche schlĂ€gt und Abwertendes wie „Plunder, Ramsch, Schund; GewĂ€sch, Quatsch“ meint.

Da die 1999er Fassung des Wörterbuchs von „Pons“ (siehe Abbildung!) dermaßen gravierend von der 1977er Fassung abweicht, ist man schon geneigt, die alte Fassung fĂŒr ein Fake zu halten, das sich Trump-Gegner haben einfallen lassen.

Andersherum könnte es natĂŒrlich sein – Donald Trump ist ja inzwischen wirklich alles zuzutrauen –, dass er sich rechtzeitig vor Drucklegung des Großwörterbuchs von „Pons“ um eine BedeutungsĂ€nderung bemĂŒht hat, die seiner Meinung nach seinem Charakter eher entspricht (ganz nach der Devise: „Alles Fake, was im ‚Langenscheidt‘ steht!“), denn die neue Begrifflichkeit passt dermaßen gut zu dem Bild, das Trump offenbar von sich selbst hat, dass es sich fast nicht anders verhalten haben kann.

Allerdings hat gerade der Wahlkampf um die PrĂ€sidentschaft zwischen Donald Trump und Joe Biden dazu gefĂŒhrt, dass die Definition des Begriffs „trump“ noch deutlich erweitert werden muss:

  • to trump:
    lĂŒgen, betrĂŒgen, verarschen, hinters Licht fĂŒhren, an der Nase herumfĂŒhren, Falschmeldungen verbreiten, andere grundlos eines Fehltritts bezichtigen, andere sozusagen mit Scheiße bewerfen; nicht verlieren können
  • the trump:
    LĂŒge, Betrug, Verarschung, Falschmeldung; LĂŒgner, BetrĂŒger, Dreckschleuder, Wildsau



Herzenswunsch

(Grafik: N. N.)

Wenn ich in dieser Sekunde einen globalen Wunsch Ă€ußern könnte, wĂ€re dies, eine Welt ohne Religionen aller Art zu schaffen. Stattdessen sollte sich jeder auf grundsĂ€tzliche Tugenden konzentrieren, die einem friedlichen Zusammenleben von Menschen zutrĂ€glich sind, als da beispielsweise wĂ€ren Empathie, EinfĂŒhlungsvermögen, Courage, Respekt, Ehrlichkeit, Gerechtigkeit, MĂ€ĂŸigung, Wohlwollen, Vertrauen ...

Eine Gallionsfigur bewegt sich stets dorthin, wohin das Schiff steuert. Solange aber solche ‚KapitĂ€ne‘ wie Donald Trump, Recep Tayyip Erdoğan, Kim Jong-un, Jair Bolsonaro oder Wladimir Putin das Steuerrad bedienen, kann es nur gegen ein Riff steuern und reichlich Schaden verursachen.



Trump went Hemingway?

„Facebook“-Freund Armin postete vor einiger Zeit mal Trump's Worte anlĂ€sslich des Umstandes, dass „Twitter“ ankĂŒndigt hatte, dass die Anzahl der zulĂ€ssigen Zeichen in einem einzigen „Tweet“ von 140 auf 280 Zeichen verdoppelt werden sollte: „Es ist ein bisschen schade, weil ich der Ernest Hemingway von 140 Zeichen war.“

Gleichwohl soll Trump die VerĂ€nderung sehr zu schĂ€tzen gewusst haben, da er nunmehr seine Gedanken „ausarbeiten“ und ihnen „mehr Tiefe“ hinzufĂŒgen könnte ...

Nun – ich denke, wenn mehr Tiefe bedeutet, dass Trump's Gedanken samt ihrem Erzeuger auf Nimmerwiedersehen im pazifischen Marianengraben (rund elf Kilometer tief) versinkt, darf die Zahl der Zeichen pro „Tweet“ gern noch weiter erhöht werden!

„Die Menschen
in der TĂŒrkei
stehen hinter mir“

(Cartoon: © Dewar)



„Internationaler Tag des Unkrauts“

Ich habe keine Ahnung, wozu der am 28. MĂ€rz stattfindende Gedenktag – der „Internationale Tag des Unkrauts“ – gut sein soll, mutmaße aber, dass das der Tag ist, an dem man sich u. a. fragen könnte: „Ist das Kunst oder kann das weg?“

Auf jeden Fall kann schon mal Unkraut weg und auch Politiker, die Unfrieden stiften in der Welt oder es mit den Menschenrechten nicht so genaunehmen oder die viel Macht haben, aber nicht ganz frisch in der Birne sind: Donald Trump, Boris Johnson, Recep Tayyip Erdoğan, Kim Jong-un, Wladimir Putin, die chinesische Regierung ... Ach, es gĂ€be so viele, auf die die Welt getrost verzichten könnte!

Derzeit gehört auch „COVID-19“ ganz klar zu den Favoriten – aber die deutsche Regierung in dieser Gesundheitskrise ganz klar nicht! Wenn ich auch sonst das Tun unserer Politiker sehr kritisch beĂ€uge, oft sogar in Frage stelle, habe ich seit sehr langer Zeit endlich mal wieder das GefĂŒhl, dass man hierzulande alles weitestgehend richtigmacht: die Maßnahmen zur EindĂ€mmung des Corona-Virus', aber auch das Verabschieden finanzieller Hilfspakete. Schaut man sich dagegen in manch anderen LĂ€ndern der Erde um, möchte man dort (vor allem in Staaten wie den USA oder Brasilien) derzeit kein BĂŒrger sein – weder wegen Corona-Pandemie noch wegen des rechtskonservativen Regimes.

Auch das menschliche Miteinander lĂ€sst derzeit wenig zu wĂŒnschen ĂŒbrig. Glaubte ich doch schon, dass das Sozialverhalten eine aussterbende Eigenschaft des Menschen sei, wurde ich eines Besseren belehrt.

Da zĂ€hlen auch nicht die höchst asozialen Gelichter, die anderen das Klopapier vor der Nase wegschnappten: Diese armseligen Gestalten mögen meinetwegen Jahrzehnte auf ihren VorrĂ€ten sitzenbleiben, statt diese – wie sie vielleicht erhofft hatten – fĂŒr teures Geld zu verhökern. Diese Hamsterer gehören gesellschaftlich ausgegrenzt – solches Gesindel braucht keine Gesellschaft! Sie stören das friedliche Miteinander nur.

Sonst gibt es eigentlich herzlich wenig, was derzeit wie Unkraut beseitigt werden sollte. Die aktuelle Krise werden wir – wenn auch zum Teil mit heftigen bis heftigsten Blessuren – ĂŒberstehen. Wir sind eben Menschen – Menschen, die flexibel und einfallsreich sind. Die Hauptsache ist, dass wir aus Krisenzeiten lernen und daraus die richtigen SchlĂŒsse ziehen, damit wir nie wieder dieselben Fehler machen.

Apropos: Da fĂ€llt mir doch noch ein ganz widerliches Unkraut ein: Weil wir doch soziale Wesen sind, brauchen wir ganz sicher keine Faschisten in unseren Reihen: keine Neo-Nazis, keine „AfD“-AnhĂ€nger und auch keine sogenannten „ReichsbĂŒrger“! Im selben Atemzug fallen mir da noch Ă€hnlich Unbelehrbare ein wie die sogenannten „Querdenker“, Verschwörungs-Theoretiker und die AnhĂ€nger der „IdentitĂ€ren Bewegung“.

Ach ja – noch ein letzter nicht unwichtiger Gedanke: Indem es Unkraut gibt, wissen wir alles, was wĂ€chst, blĂŒht und gedeiht und uns dabei wirklich erfreut, umso mehr zu schĂ€tzen, nicht wahr!?


APROPOS: UNKRAUT ...

„Traue keinem Ort, an dem kein Unkraut wĂ€chst.“



„Make America keimfrei again!“

(Grafik: N. N.)

Als das Virus anfang, in den USA mĂ€chtig um sich zu greifen, tangierte das den amerikanischen Möchtegern-PrĂ€sidenten herzlich wenig, denn er kĂŒndigte an: „Ich werde es [das Corona-Virus] zur Strecke bringen. Versprochen!“

OK, der Wortlaut war zwar nur der einer Karikatur in einer hiesigen Tageszeitung entnommen, deckte sich aber absolut mit Trump's Meinung zum Umgang mit „COVID-19“. Dabei hatte Großkotz und Polit-Clown Trump nicht mal einen Überblick, was in puncto Corona-Virus im Lande tatsĂ€chlich abging, weswegen er wohl auch ĂŒber viele Wochen hinweg Hygiene-Maßnahmen wie Abstandhalten oder Mund-Nase-Bedeckung strikt ablehnte, weil völlig unnötig.

Probleme sind naturgemĂ€ĂŸ vorprogrammiert, wenn rund 50 Prozent der Amis, die möglicherweise – wie schon zu Zeiten seiner Wahl – nach wie vor an Trump's Lippen hĂ€ngen und ihm jeden Mist, jede Unwahrheit, jede Schuldzuweisung abnehmen, die er aus seinem impertinenten LĂŒgenmaul entlĂ€sst.

Wie es seine Art ist, machte er Schuldzuweisungen – gegen China, gegen Europa, gegen die „WHO“, die LĂŒgenpresse, die Fake-News, ja, im Grunde genommen gegen der ganze Rest der Welt. Denn nichts war fĂŒr ihn klarer als die Tatsache, dass die Ursache fĂŒr die Rekord-Infektionen und Rekord-TodesfĂ€lle niemals in den USA, sondern im Ausland zu suchen waren.

Und mit seinem eingangs gegebenen Versprechen wird er natĂŒrlich wieder einmal recht behalten – frĂŒher oder spĂ€ter; in diesem Falle wohl eher spĂ€ter – nĂ€mlich dann, wenn es wirksame Medikamente und einen Impfstoff gibt. Dann wird er sich abermals hinstellen und tönen: „Habe ich es euch nicht versprochen? Ich werde das Corona-Virus zur Strecke bringen!“



Trump's Intelligenz

(Text: N. N.)

Donald Trump ist zu seinem ersten Staatsbesuch bei Angela Merkel in Berlin. Nach ein bisschen Small-Talk fragt er Merkel, was das Geheimnis ihres großen Erfolges ist. Merkel sagt ihm, man mĂŒsse nur viele intelligente Leute um sich herum haben.

„Wie wissen Sie so schnell, ob jemand intelligent ist?“ fragt Trump.

„Lassen Sie es mich demonstrieren“, antwortet Merkel.

Sie greift zum Telefon, ruft Wolfgang SchĂ€uble an und stellt ihm eine Frage: „Herr SchĂ€uble, es ist der Sohn Ihres Vaters, ist aber nicht Ihr Bruder. Wer ist es?“

Ohne zu zögern antwortet SchĂ€uble: „Ganz einfach, das bin ich!“

„Sehen Sie“, sagt Merkel zu Trump, „so teste ich die Intelligenz der Leute, die um mich herum sind.“

Begeistert fliegt Trump zurĂŒck nach Amerika. Zu Hause angekommen, ruft er sofort seinen Vize Pence an, um ihm dieselbe Frage zu stellen: „Es ist der Sohn deines Vaters, ist aber nicht dein Bruder. Wer ist es?“

Nach langem hin und her sagt Pence: „Ich habe keine Ahnung. Ich werde aber versuchen, die Antwort bis morgen herauszufinden!“

Pence kommt einfach nicht darauf und beschließt, Rat beim ehemaligen PrĂ€sidenten Obama einzuholen. Er ruft ihn an: „Mr. Obama, es ist der Sohn Ihres Vaters, ist aber nicht Ihr Bruder. Wer ist es?“

„Ganz leicht, das bin ich“, gibt im Obama zur Antwort.

GlĂŒcklich, die Antwort gefunden zu haben, ruft Pence bei Trump an und sagt triumphierend: „Ich habe die Antwort: Es ist Barack Obama!“

Trump brĂŒllt ihn total entsetzt an: „Nein, du Trottel! Es ist Wolfgang SchĂ€uble!“



„Wer ist schuld an der
Corona-Pandemie, Mr. Trump?“

Antworten des Tages

(Text: N. N.)

Montag

  • Trump: „China!“

Dienstag

  • Trump: „Europa!“

Mittwoch

  • Trump: „Die ‚WHO‘!“

Donnerstag

  • Trump: „Obama, wer sonst!?“

Freitag

  • Trump: „Der Papst!“

Samstag

  • Trump: „Angela Merkel!“

Sonntag

  • Trump: „Mr. Bean!“

Who is who –
und wer ist
der grĂ¶ĂŸte Schmierfink?

Die Auflösung finden Sie hier!

(Grafik: Frank R. Bulla)

Trump's
Wachtraum

(Grafik: N. N. / Frank R. Bulla)



GlaubwĂŒrdigkeit und Doppelmoral

am Beispiel von Alice Weidel und Donald Trump

Ist es die Hoffnung, dass niemand die Doppelmoral bemerkt? Ist es pure Dummheit? Oder ist es lediglich die allgegenwÀrtige Diskrepanz zwischen Selbst- und Fremd-EinschÀtzung?

(Foto: Sandro Halank / photoshopped)

(Foto: Shealah Craighead / photoshopped)


Wie glaubwĂŒrdig ist beispielsweise eine Frau an der Spitze der „AfD“, einer Partei, die nicht gerade fĂŒr ihre Toleranz gegenĂŒber HomosexualitĂ€t und Migrantentum bekannt ist, die selbst aber lesbisch ist und mit einer dunkelhĂ€utigen Frau aus Sri Lanka zusammenlebt und mit dieser zwei dunkelhĂ€utige Kinder aufzieht? Oder wenn ein republikanischer US-PrĂ€sident der Prototyp eines Rassisten und nicht nur ein Gegner mexikanischer Einwanderer ist, wĂ€hrend sein Vater Fred und dessen Eltern aus Deutschland stammen, seine Mutter Mary und deren Eltern aus Schottland, seine erste Frau Ivana aus der Tschechoslowakei, seine zweite Frau Melania aus Skowenien?

In diesem Zusammenhang sei mal ganz zu schweigen von all den hauptsĂ€chlich aus Europa stammenden Immigranten, die in den vergangenen Jahrhunderten allein ĂŒber Nord-Amerika hergefallen sind und die Indianer und ihre Kulturen verdrĂ€ngt und nahezu ausgerottet haben, wĂ€hrend wohl rund die HĂ€lfte der US-Amerikaner rassistische ZĂŒge aufweist.

Dass es solch' unglaubwĂŒrdige Demagogen wie Alice Weidel oder Donald Trump gibt, ist die eine Sache; dass solche Leute aber politisch tĂ€tig und damit ein ganz ĂŒbles Vorbild fĂŒr BĂŒrger sind, ist die andere Sache. Leider ist die Dummheit im Volk sehr verbreitet, sodass man die DoppelzĂŒngigkeit entweder gar nicht sieht, nicht wahrhaben will oder aber großzĂŒgig darĂŒber hinwegsieht, weil die Denke prima ins eigene verschrobene Hirngespinst passt.

Relikte
aus der Steinzeit ...

(Cartoon: Marian Kamensky / humor-kamensky.sk)



Fragen an Donald Trump

Bei „Facebook“ kursierte mal ein Posting mit dem Bildnis von Donald Trump mit einem Telefon am Ohr und der Frage, was man ihn mal gerne fragen wĂŒrde ...

Ich persönlich wĂŒrde ihm vermutlich eine Menge vorzuwerfen haben, denn aus dem Stand fiele mir wohl nichts ein, was ich ihm zu Gute halten könnte. Was soll man auch jemanden fragen, der damals mal seiner schottischstĂ€mmigen Mutter vom Wickeltisch gefallen und dabei mĂ€chtig auf dem Kopf gelandet sein muss, bevor er zu heiß gebadet wurde!? Insofern denke ich, dass – wenn ich tatsĂ€chlich eine Antwort bekĂ€me – er nach AusflĂŒchten suchen wĂŒrde oder dass seine Antwort eine glatte LĂŒge wĂ€re: Man ist ja von Trump kaum was anderes gewohnt. Und wĂŒrde er tatsĂ€chlich einrĂ€umen, dass er mit einer Sache etwas zu tun hat (ganz entfernt natĂŒrlich), wĂŒrde er die Schuld ganz gewiss woanders suchen, denn Trump hĂ€lt sich fĂŒr unfehlbar, denn wenn jemand schuld ist, sind es grundsĂ€tzlich die anderen.

Möglicherweise wĂŒrde ich ihn in erster Linie fragen, was er eigentlich gegen Einwanderer hat: Denn seine erste Frau war eine Tschechin, seine zweite Frau eine Slowenin, seine Mutter war eine Schottin und sein Großvater Deutscher. Des weiteren haben vor allem viele seiner europĂ€ischen Vorfahren, nĂ€mlich Einwanderer, die Indianer verdrĂ€ngt, geradezu ausgerottet, haben versucht, ihnen ihre Kultur zu nehmen.

Ich wĂ€re aber nicht wirklich gespannt darauf, was er zu erwidern hĂ€tte (siehe oben!). Insofern wĂŒrde ich ihn gar nichts fragen, sondern einfach nur feststellen: „Trump, Sie sind ein rassistischer, menschenverachtender, narzisstischer und sexistischer Kretin!“ Vielleicht wĂŒrde ich noch ergĂ€nzen: „Schade, dass ich nicht an den Blödsinn von Himmel und Hölle glaube, denn dann könnte ich sicher sein, dass sie zu jenen Kreaturen zĂ€hlen wĂŒrden, die am allerlĂ€ngsten in der Hölle schmoren mĂŒssten.“


DEGENERATION

„Es ist erschreckend, wie abgrundtief dĂ€mlich Menschen sein können und nach all den Machenschaften, die sich Trump in seiner bisherigen Amtszeit geleistet hat, noch immer zu ihm stehen und an ihn glauben. Da hat man das GefĂŒhl, ein Teil der Menschheit entwickelt sich tierisch zurĂŒck und wird bald wieder auf den BĂ€umen zu finden sind, wo man sich mit BrĂŒll- und Grunzlauten verstĂ€ndigt und sich gegenseitig laust.“
(Frank R. Bulla)




Das Allerletzte

Ich kann mir gut vorstellen, wer sich ebenfalls fĂŒr absolut wĂŒrdig hĂ€lt, neben George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln auf dem Mount Rushmore in Stein gemeißelt und so verewigt zu werden. Aber vermutlich ist er auch der einzige US-PrĂ€sident, der sehr, sehr weit davon entfernt ist, verdientermaßen dort Platz zu finden, denn ein Clown hat nichts zu suchen neben vier gestandenen StaatsmĂ€nnern.

Ein Cartoon, den ich vor einiger Zeit mal im Internet gesehen habe, zeigte rechts neben den vier gestandenen StaatsmĂ€nnern die Arbeiten an einem weiteren Monument, das aus den Felsen herausgemeißelt wird: einen alles ĂŒberragenden Arsch in Form von zwei ĂŒberdimensionalen Pobacken, wĂ€hrend am Fuß des Mount Rushmore Donald Trump Modell sitzt. Das muss wohl nicht weiter kommentiert werden ...

Das Foto von 1905 zeigt ĂŒbrigens Mount Rushmore, bevor mit dem Bau des „Mount Rushmore National Memorial“ mit den vier großen US-PrĂ€sidenten begonnen wurde – eine Aufgabe, die von 1927 bis 1941 wĂ€hrte.

(Foto: N. N.)