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Reisen:
Deutschland

Sweet / Suite Butjadingen

Service-WĂĽsten-Muffel Timo Beil
beim spontanen Wochenend-Trip auf der Nordsee-Halbinsel

(Fotos: © Frank R. Bulla)

Da will man mal ob des tollen Wetters ein Wochenende lang seinen Lieblingsort an der Küste besuchen – Kalifornien an der Ostsee-Küste –, sind doch sämtliche nennenswerten Unterkünfte komplett ausgebucht! Da es aber unbedingt Meer sein muss und nicht weniger, kommt alternativ durchaus auch mal die Nordsee-Küste in Frage. Allerdings ist die in puncto Urlaubserfahrung – sieht man mal von der einen oder anderen Nordfriesischen Insel ab – noch absolutes Neuland. Deswegen mal eben ein wenig in „Google Maps“ gescrollt und schnell fündig geworden: Wie wär's also mal mit der Halbinsel Butjadingen (Info bei „Wikipedia“), zwischen Wilhelmshaven und Bremerhaven am östlichen Jadebusen gelegen ...

Fedderwardersiel

Die Gemeinde Fedderwardersiel (Info bei „Wikipedia“) erinnert vom Namen her ein bisschen an den Song „Wadde hadde dudde da“ von Stefan Raab, oder!?


Auch auf der Halbinsel waren von nennenswerten und in Frage kommenden Unterkünften nicht mehr allzu viele frei – womöglich auch wegen des zu erwartenden spätsommerlichen Wetters mit recht hohen Temperaturen. Immerhin fand sich noch etwas direkt an der Küste in Fedderwardersiel, einer zu Butjadingen gehörenden Gemeinde: ein kleines Hotel mit schätzungsweise einem Dutzend Zimmern. Am Telefon sprach man von zwei Doppelzimmern, die noch übrig waren, wovon man seitens der Rezeption das eine für den ausblickverwöhnten Gast nicht wirklich in Betracht zog wegen der Nur-Aussicht auf Dachpfannen. Den Vorzug gab man offenbar einer Unterkunft mit der schönen Bezeichnung „Suite“, die zwar etwas teurer (was durchaus in der Natur von Suiten liegt), aber zum Garten hin gelegen und ausgesprochen ruhig sein sollte. Da man in dem Haus aufgrund des vorgelagerten hohen Deichs eh nicht mit Meerblick aufwarten konnte, war die Entscheidung schnell getroffen, da sie Blick auf viel Grün versprach.

Die Suite erwies sich als Zwei-Zimmer-Unterkunft (Schlafraum / Wohnraum mit je ca. 12 m²) mit großzügig gehaltenem Bad – alles hübsch ebenerdig und barrierefrei, mit großflächiger Terrasse, nicht besonders gut gereinigten Plastik-Liegestühlen und jede Menge bewohnten Spinnweben an Fenstern und Heckendurchgängen.

Zunächst mal war nur eine Übernachtung geplant: von Samstag auf Sonntag. Insofern waren die kleinen Merkwürdigkeiten zu verkraften, wie beispielsweise ein Schlafraum mit zwei völlig unterschiedlichen Tapetenmustern (Pflanzenmotive auf der einen, Längsgestreiftes auf der anderen Seite und wohl der Homogenität wegen beides mit Glitzer-Effekt versehen) oder drei Fußbodenbelägen über die Fläche von zwei Räumen verteilt (Schlafraum mit einem furchtbaren Teppichboden, der so recht nicht zu den Tapeten passen wollte, Wohnraum einerseits mit einem noch furchtbareren Teppichboden und zum Eingang hin gefliest). Vom Mobiliar her jedoch waren die Räume urgemütlich eingerichtet, auch wenn Wand- und Bodenbeläge nicht so recht dazu passen wollten.

Sich zur Entspannung auf dem Bett langmachend, entdeckt man Dinge, die man sonst wohl übersehen würde, zum Beispiel, dass an einer Zierleiste der hölzernern Deckenverkleidung noch das mit Barcode versehene Etikett aus dem Baumarkt klebte oder dass direkt vor dem wegen der Hitze flugs geöffneten Fenster ein riesiges Spinnennetz samt fetter Spinne prangte. Letzterem zufolge wurde das Fenster während der Nacht trotz der nicht unerheblichen sommerbedingten Wärme nur auf Kipp gestellt.

Suite

Laut „Wikipedia“ ist eine Suite „eine Folge von Räumen ähnlicher Funktion und höheren Ausstattungsstandards, die untereinander verbunden bzw. nur durch Türen getrennt“ und „ zusammen mit mindestens einem vollwertigen Badezimmer mit WC eine gemeinsame abgeschlossene Nutzungseinheit bilden“.
Insofern trafen die wesentlich Merkmale einer Suite auch auf unsere Räume zu. Mit der gehobenen Ausstattung waren sicherlich die mit Rollstuhl befahrbare Duschkabine (die jede Menge Pfützen in die Umgebung entließ) und die kleinen Glitzerpunkte an den Schlafraumtapeten gemeint.


An der Badezimmertür war – sofort nach Betreten der „Suite“ gut wahrnehmbar – ein Schild mit folgendem Wortlaut angebracht: „Verehrte Hotelgäste, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, bitten wir Sie, Ihre Hotelrechnung einen Tag vor Abreise zu begleichen.“ Man müsste bereits an dieser Stelle eigentlich hinzufügen: „... sofern denn die Rezeption besetzt oder nicht gerade mal wieder ein wenig überfordert ist“.

Die Rezeption wollten wir dann tatsächlich auch bald in Anspruch nehmen, denn eine Kleinigkeit nahm unsere Aufmerksamkeit eine Weile in Anspruch: In der Hotelbeschreibung war die Rede von einem Safe, den wir im Zimmer tatsächlich auch vorfanden. Es war einer jener sehr modernen Kleintresore, die nicht mit Schlüssel funktionieren, sondern elektronisch durch Passwort-Eingabe. Jeder Gast muss also zunächst mal ein eigenes Passwort in die Tastatur eingeben – wenn er denn weiß, wie das funktioniert! Eine Beschreibung indes war in der gesamten „Suite“ nicht auffindbar.

Als ein im Umgang mit Computern ein wenig geschulter Mensch hoffe ich in solchen Fällen natürlich darauf, dass ich die Lösung des Problems intuitiv erschließen kann. Stattdessen fand ich – zur großen Verwunderung – im Tresor eine Handvoll größere Schrauben vor. Bei näherer Betrachtung des Tresors wurde auch deutlich, welchem Zweck diese Schrauben dienten: nämlich noch gar keinem! Sie lagen einfach da, wo sie doch eigentlich den Tresor mit der Wand hätten verbinden sollen. Insofern ließ sich das Metallgehäuse mit etwas Kraft durchaus aus dem Schrank hieven, um festzustellen, dass in der Wand, an dem der Safe normalerweise hätte befestigt werden müssen, keinerlei Löcher für die Schrauben vorgesehen waren. Hätte man also einen Weg gefunden, den Safe zu aktivieren, und hätte daraufhin seine Wertsachen darin verstaut, wären sie nicht wirklich sicher gewesen, denn der Safe hätte einigermaßen problemlos mitgenommen werden können, zumal die „Suite“ direkt am hauseigenen Parkplatz gelegen war.

An der Rezeption, die wir aufsuchten, um auf den Mangel aufmerksam zu machen, wusste man offenbar nicht um das Problem, wollte sich aber später darum kümmern. Um es vorwegzunehmen: Als wir die „Suite“ am Sonntagvormittag räumten, war das Problem noch immer nicht behoben, sodass wir unsere Wertsachen die ganze Zeit lang mit uns herumzutragen gezwungen waren.

Wie gesagt: Wegen des Tresor-Mangels suchten wir die Rezeption auf, erfuhren bei der Gelegenheit ganz beiläufig, dass das Kartenlesegerät defekt und Barzahlung angesagt war. Normalerweise haben wir im Urlaub, selbst bei einem solchen Kurztrip, relativ wenig Bares mit dabei und gehen in der zivilisierten Welt davon aus, dass Kreditkarten genutzt werden können. Dadurch war schnell klar, dass sich damit nicht das Hotelzimmer bezahlen ließ. Also mussten wir uns ins Auto setzen und ins nächste Dorf zum Geld-Automaten fahren, wo wir uns mit reichlich Bargeld versorgten, da wir es nicht gänzlich ausschlossen, noch einen Tag länger im Hotel zu verweilen – wenngleich sicherlich nicht in besagter „Suite“.

Das viele Bargeld war letztlich auch vonnöten, wie sich am Samstagabend herausstellte, als es darum ging, eines der sehr wenigen Restaurants am Ort aufzusuchen. Im Schaukasten mit der Speisekarte war zu lesen: "Keine Kartenzahlung möglich".

Nach dem Essen besuchten wir abermals die Rezeption. Das war erst nach dem Essen möglich, weil vor dem Essen niemand da war, der unser Geld für die vorzeitige Begleichung der Hotelrechnung entgegennehmen konnte (man erinnere sich in diesem Zusammenhang an das Schild im Zimmer!). Hier ergab sich dann ein weiteres Problem: Der Drucker zum Ausfertigen der Rechnung war mangels Druckerkartuschen außer Betrieb, und rechtzeitig eine Ersatzkartusche zu besorgen, hatte man offenbar versäumt. So kam es, dass kurz nachdem die Meldebescheinigung und die Kurtaxen-Tickets ausgedruckt waren, dem Maschinchen die Farbe ausging, sodass keine Rechnung ausgedruckt werden konnte. Die in solchen Fällen obligatorische handschriftliche Quittung gab's dann tatsächlich nur auf ausdrückliche Nachfrage.

Service-WĂĽste

Der Begriff „Service-Wüste“, der einen in diesem Zusammenhang zuweilen anspringt, ist laut „Wikipedia“ „ein Schlagwort aus dem Bereich Management. Es wird verwendet, um beispielsweise ein Land, eine Region oder einen Bereich zu beschreiben, wo generell der Dienstleistungssektor oder speziell die Aufmerksamkeit gegenüber Kunden und Klienten schwach, schlecht oder gar nicht entwickelt ist.“


Da wir durchaus erwogen hatten, einen Tag länger zu bleiben, fragte meine Frau, während ich bereits wieder auf dem Weg zurück ins Hotelzimmer war, schon mal bei der Mitarbeiterin an der Rezeption nach, inwieweit am nächsten Tag noch ein Zimmer frei wäre. Es kam – glücklicherweise – nur ein Zimmerwechsel in Betracht, da die „Suite“ am nächsten Tag bereits anderweitig vergeben war, wodurch der Aufenthalt naturgemäß günstiger ausfallen sollte.

Der Chef wollte aber am nächsten Morgen, dem Sonntag, nichts davon wissen. Zwar sei wohl noch was frei – vorrangig die „Suite“, in der wir gerne bleiben könnten –, denn in die heute frei werdenden Zimmer würden ja bereits morgen Vormittag neue Gäste einziehen, aber bei einem Zimmerwechsel unsererseits würde das wohl fürs Personal sehr stressig werden – zu stressig, hatten wir den Eindruck. Überhaupt schien es den Dienstleister mächtig zu überfordern, dass er es hier mit Gästen zu tun hatte, die für zwei Übernachtungen zwei unterschiedliche Hotelzimmer in Anspruch nehmen wollten.

In dem Zusammenhang kamen wir auch auf das Thema „Abreise“ zu sprechen: Das Zimmer sollten wir „üblicherweise“ schon um 09:30 Uhr verlassen, damit das Personal noch genug Zeit hätte, das Zimmer für den nächsten Gast vorzubereiten. Mein Hinweis darauf, dass man andernorts eher von 12:00 Uhr ausgeht, wurde regelrecht in Frage gestellt und das Ganze auch nicht besonders freundlich. Resultat: Wir hätten demnach laut Chef in der „Suite“ bleiben können (was wir aber nicht wollten) oder abreisen.

Mit dieser Information versorgt, besprach ich mich mit meiner Frau, die im Hotelzimmer auf mich wartete. Da sie es war, die tags zuvor mit der Mitarbeiterin über die Aufenthaltsverlängerung gesprochen hatte, ging sie selbst zum Chef, um die Sache nochmals zu erörtern ... und kam mit der guten Nachricht zurück, dass wir – inklusive Zimmerwechsel! – bleiben konnten. Und inklusive Entschuldigung des Chefs, weil er mir gegenüber wohl etwas unwirsch gewesen war („bin derzeit etwas überfordert“). Entschuldigung angenommen.

Ăśbliche Zeiten beim Auszug aus einem Hotel

Sehr über die merkwürdigen Zeiten für das Aus-Checken in diesem Hotel verwundert, machte ich mich mal ein wenig im Internet schlau. Dort war, wie ich es bislang auch kennengelernt hatte, weltweit von 12:00 Uhr die Rede und durchaus auch mal von 11:00 Uhr. Frühere Zeiten zum Verlassen des Hotelzimmers scheinen da eher die Seltenheit zu sein, denn es bedeutet für den Gast Zeitdruck, zumal wenn er noch in aller Ruhe frühstücken möchte.


Nachdem wir nun doch noch einen Tag länger blieben, wollten wir zum Verlassen der Räumlichkeiten noch etwas mehr Zeit herauskitzeln, weil wir schließlich noch den ganzen nächsten Tag im Ort zubringen wollten. Der Chef ließ sich letztlich auf 10:00 Uhr, spätestens 10:30 Uhr ein.


Davon wusste die Putzfrau am nächsten Morgen, am Montag, allerdings nichts, die bereits um 09:25 Uhr an der Tür klopfte, nach unserer Nichtreaktion (wir saßen gerade auf dem Balkon) eintrat, das Zimmer noch sehr bewohnt vorfand und wieder verschwand, um gegen 09:45 Uhr nochmals vorstellig zu werden. Ich öffnete nach ihrem Anklopfen die Tür, um den Zeitrahmen des Chefs vorzutragen, worauf sie sehr unwirsch reagierte: „Ach, der Chef ...“; und dann murmelte sie noch irgendetwas Unverständiches und scheinbar Abfälliges, in dem abermals das Wort „Chef“ und der Begriff „keine Zeit“ vorkamen. Wir gaben uns jedenfalls redlich Mühe, das Zimmer nicht zu früh zu verlassen. Um 10:15 Uhr hielt uns allerdings nichts mehr in der Räumlichkeit.

Tags zuvor, vor dem sonntäglichen Zimmerwechsel, hatten wir natürlich noch das Frühstück zu uns genommen, das übrigens ausnehmend gut war: Es war veilseitig, reichhaltig, und es gab sogar Lachs, was oft nur in Hotels der etwas gehobeneren Klasse vorkommt.

Das Frühstück am nächsten Morgen, dem Montag, wird uns wohl noch länger in Erinnerung bleiben: Das übliche Frühstücksei war am Bufett nicht zu finden. Eine Nachfrage bei der Service-Kraft ergab: „Die Eier sind heute leider etwas knapp.“ Deswegen hatte man keine Eier gekocht, verwies jedoch auf das vorhandene Rührei, das allerdings Menschen, die sich tendenziell eher vegetarisch ernähren, nicht so recht munden dürfte, weil es mit Schinken durchsetzt war. Immerhin reagierte die Mitarbeiterin einigermaßen professionell: „Wenn Sie wollen, koche ich Ihnen zwei Eier!?“ Gesagt – getan.

Der Zimmerwechsel von der „Suite“ zu einem ganz gewöhnlichen Hotelzimmer freute uns natürlich sehr, denn das neue Zimmer war nicht nur billiger (und natürlich auch etwas kleiner), aber deutlich besser ausgestattet und die Ausstattung war vor allem neueren Datums. Vom Balkon aus hatten wir sogar freinen Blick auf den Deich, wo es etwas lebendiger zuging als im Garten. Und – aus welchen Gründen auch immer –: Wir schliefen deutlich besser als in der etwas stickigen „Suite“. Der Safe im Zimmer funktionierte sogar, war ordnungsgemäß an der Wand befestigt und ihm lag eine Beschreibung bei.

Das Hotel konnte von uns – vermutlich aus einem gewissen Personalnotstand heraus und entgegen der Aufforderung, die mittels Schild auch in dem neuen Hotelzimmer zu finden war – erst am Morgen des Abreisetages bezahlt werden. Wie üblich, war der Drucker immer noch nicht funktionstüchtig, und auf ausdrücklichen Wunsch wurde abermals eine Quittung verfertigt. Das Drucker-Malheur hatte natürlich auch eine gute Seite: Da keine Kurtaxen-Tickets ausgedruckt werden konnten, entfiel für die zweite Übernachtung die an der deutschen Küste übliche Kurtaxe.

Die Abreise selbst ging sehr reibungslos vonstatten. Man ersparte uns zudem die Peinlichkeit, auf eine Floskel, wie beispielsweise „Wir würden uns freuen, Sie wieder bei uns begrüßen zu dürfen!“, reagieren zu müssen; eine solche oder ähnliche Äußerung wurde hier erwartungsgemäß nicht getan. Vielleicht war man auch nur froh, Gäste mit merkwürdigen Ansprüchen nicht länger beherbergen zu müssen.

Jedenfalls schade, dass wir nicht noch einen Tag länger hiergeblieben waren! Dann hätten wir testen können, inwieweit das etwas zweideutige Aushängeschild „Bitte Zimmer aufräumen“ (siehe Abb.!) Beachtung gefunden hätte oder ob die Service-Kraft womöglich zu überfordert gewesen wäre, um sich dem Zimmer überhaupt zu widmen. Wir werden es wohl nie erfahren. Jedenfalls hätten wir uns gerne alle erdenkliche Mühe gegeben, überall unsere Klamotten herumliegen zu lassen.

Hotel-Knigge

Auf der Suche nach den üblichen Zeiten zum Auszug aus einem Hotel (siehe Kasten oben!), stolperte ich im Internet über den „N24“-Beitrag „Zehn Tipps, wie man sich im Hotel richtig verhält, der zwar nichts über die Aus-Ckeck-Zeiten sagt, aber viele andere nicht uninteressante Infos für Hotelgäste beinhaltet.
Am Ende des Beitrags findet sich noch weiteres Wissenswertes zum Thema „Urlaub“, z. B., in welchen Ländern Küssen unerwünscht ist, wo man kein Trinkgeld geben sollte, wo man schnell als Urlauber im Gefängnis landen kannn oder wie sich Hotels gegen Minibar-Betrüger wehren.


Nachtrag

Wenige Tage nach dem Aufenthalt bewahrheitete sich, was wir gar nicht gewagt hätten, uns vorzustellen. Da wir immer ganz gern die Belege unserer Reisen aufheben, baten wir bei der Bezahlung des Hotelzimmers um Zusendung einer Rechnung, da diese – wie der geneigte Leser weiter oben nachlesen konnte – druckerbedingt vor Ort nicht ausgestellt werden konnte. Uns hätte tatsächlich auch die E-Mail-Version völlig gereicht. Tatsächlich kam die Rechnung per Post, woraus sich schließen lässt, dass es der Rezeption gelungen war, den Drucker relativ zeitnah wieder instandzusetzen.

Übrigens: Selbst wenn das Wochenende in besagtem Hotel seine Macken hatte und wieder einmal mehr die Mentalität widerspiegelte, die so manchen Beherbergungsbetrieb an Nord- und Ostsee-Küste auszeichnet – die Bandbreite reicht von Unbekümmertheit bis Arroganz –, so vergessen wir nie, dass ein Urlaub auch dazu angetan ist, einem mal völlig andere Herangehensweisen vor Augen zu führen als jene, die wir aus dem Alltag gewohnt sind oder die wir uns idealerweise vorstellen. Am Ende hat der Aufenthalt in Butjadingen mehr zu unserer Belustigung beigetragen als zu einem Ärgernis. Und das ist das Wesentliche an Urlaub: Man lernt etwas nicht Alltägliches kennen und man sollte seinen Spaß dabei haben!

Ein paar Impressionen
von der Halbinsel Butjadingen ...

 (Fotos: © Frank R. Bulla)