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Sprachliches:
Anglizismen

Übersicht

  • In die sprachliche Falle getappt
  • Heute schon gegugelt?
    Timo Beil ĂŒber den Umgang mit englischen Verben in der deutschen Sprache
  • Dialog
  • English for Oncatcher
    Die hohe Kunst wörtwörtlicher Übersetzungen
  • Verkorkste Anglizismen
    Ein paar Beispiele ...
  • Wie heißt eigentlich „Smartphone“ auf Deutsch?
    Timo Beil ĂŒber die Schwierigkeit, technische Begriffe einzudeutschen
  • Apropos: Spam ...
    Vom Dosenfleisch zur E-Mail

In die sprachliche Falle getappt

Vor sehr vielen Jahren gefiel mir an Tageszeitungen unter anderem der unterhaltsame Teil mit KreuzwortrÀtseln, Cartoons, Witzen und dergleichen. Seit der offensichtlichen Abschaffung von Korrektoren im Zeitungsgewerbe brauche ich das nicht mehr, weil es so genug zu lesen gibt, was die kleinen grauen Zellen anregt und mich zum Schmunzeln bringt.

Die Corona-Pandemie hat zum Umdenken in vielen Bereichen gefĂŒhrt – auch sprachlich: Manche Begriffe haben deutlich an Bedeutung gewonnen, es sind aber auch vollkommen neue Begriffe entstanden wie beispielsweise „Home-Schooling“ oder das etwas böse Kunstwort „Covidioten“. Fehlende Silbentrennung macht es einem zuweilen auch nicht leichter, sofort zu erkennen, was hinter einem Begriff tatsĂ€chlich steckt. Hat man gerade erst einen englischen Text gelesen oder etwas mit Anglizismen Durchsetztes, fragt man sich beim Lesen von „Brathering“ oder „Brotherstellung“, was damit wohl gemeint sein mag. Befragt man darauf hin den „Englisch-Deutsch“-Übersetzer von Herrn Gugel, bleibt man ohne Antwort zurĂŒck. WĂ€hrend man im ersten Fall auch durch die Eingabe von „to brather“ nicht schlauer wird, fragt man sich im zweiten Fall, ob es denn auch eine „Sisterstellung“ gibt. Aber allein in der deutschen Sprache gibt es Begriffe, die einen (hier durch Bindestriche ausgedrĂŒckt) auf eine falsche FĂ€hrte bringen können: „Europa-Lette“, „Tee-Nager“ oder „Pol-Ente“.

Wenn ich ein mir völlig neues Wort lese – zumal, wenn es den Eindruck macht, als wĂŒrde sich darin nicht nur Englisch oder ein anglizististischer Begriff erkennen lassen, sondern auch ein zusammengesetztes Wort –, setze ich in Gedanken einen Bindestrich. Heute las ich einen fĂŒr mich neuen Begriff, der vermutlich auch erst durch „COVID-19“ an Bedeutung gewonnen hat. Und so erschien vor meinem geistigen Auge das Wort „Cow-Orking“ (böse Stimmen wĂŒrden jetzt behaupten, „man ist, was man liest“). Ich fragte mich, ob das was mit den Orks aus Tolkien's „Herr der Ringe“ zu tun haben könnte oder mit Außerirdischen (ich dachte dabei an die TV-Serie „Mork vom Ork“ aus den 70er Jahren mit Robin Williams in der Hauptrolle).

Weit gefehlt! TatsĂ€chlich ging es in dem Beitrag um „Co-Working“, was mir sofort aufgegangen wĂ€re, hĂ€tte der / die / das Schreiberling sinnvollerweise in dem Wort „Coworking“ einen Bindestrich gesetzt, so wie das bei Wortgebilden mit der Silbe „Co“ durchaus ĂŒblich ist: zum Beispiel bei „Co-Investor“, „Co-Manager“, „Co-Pilot“ oder „Co-Produzent“. Zur Ehrenrettung der Zeitung sei allerdings erwĂ€hnt, dass selbst Herr Duden die Variante „Coworking“ offenbar fĂŒr zulĂ€ssig hĂ€lt (was mich letztlich doch ein wenig bockig stimmte, denn nicht alles, was der „Duden“ vorgibt, ist wirklich sinnvoll und schlĂŒssig).

By the way ... Wen es interessiert, was „Co-Working“ ist, findet dazu erschöpfend Auskunft bei „Wikipedia“.



Heute schon gegugelt?

Timo Beil ĂŒber den Umgang
mit englischen Verben in der deutschen Sprache

(Grafik: © Frank R. Bulla)

Hier soll nicht die Rede sein von dĂ€mlichen Anglizismen, die unsere Sprache immer mehr heimsuchen, ĂŒberfluten und verhunzen und die man erst mal geradezu auswendig lernen muss, um zu verstehen, was sich dahinter verbirgt. „Facility Manager“ (was nichts anderes bedeutet als „Hausmeister“, sich aber als Anglizismus in einem Lebenslauf vermutlich viel besser anhört) ist nur einer von vielen dieser unsĂ€glichen Begriffe.

Manchmal strÀuben sich einem schon die Nackenhaare, wenn man sieht, wie hilflos mit Anglizismen in Hinblick auf Verben umgegangen wird.

Statt auf die gute alte deutsche Sprache zurĂŒckzugreifen, um etwas auszudrĂŒcken, wird lieber geradebrecht. Da wird die Beugung des „Facebook“-schwangeren Begriffs „like“ schon mal zum „geliked“ oder schlimmer noch zum „gelikt“. Konsequent – und grammatiklalisch wohl am geeignetsten – scheint hier sicherlich ein „geliket“, indem man passend zur deutsche Vorsilbe „ge“ auch die adĂ€quate Endung „t“ zum Einsatz bringt. Aber warum sagt man, um wirklich sicherzugehen und nicht irgendwelchen orthografischen Blödinn zu verbreiten, nicht einfach „etwas mit ‚gefĂ€llt mir‘ markieren“? So viel Zeit sollte sein, denn schließlich kommunizieren wir mit Mitmenschen, um ihnen einen bestmöglichen Eindruck von dem zu vermitteln, was wir zum Ausdruck bringen wollen. Inzwischen weiß man zwar, was mit „liken“ gemeint ist, auch wenn man die dazugehörige Konjugation völlig missraten lĂ€sst. Aber es ist schon schlimm genug, dass man (spĂ€testens seit der letzten Rechtschreibreform) offenbar immer weniger begreift, wie die deutsche Sprache funkoniert, da macht man sich schon daran, die Anglizismen zu verhunzen.

So sollte am Ende auf der Suche nach einer anglizismentrĂ€chtigen Konjugation auch nicht „gegoogeld“ werden oder „gegoogelt“, sondern „gegooglet“ oder – allerdings nur scherzweise eingedeutscht – „gegugelt“.

Ein weiteres gutes Beispiel ist das „Downloaden“. Eigentlich brĂ€uchte man ja nur vom „Herunterladen“ (oder etwas kĂŒrzer: „Runterladen“) zu sprechen, verbiegt sich stattdessen aber mit verunsichernden Konjugationsformulierungen wie „downgeloaded“, was ausgesprochen schlecht deutsch konjugiert wirkt, sollte es doch besser „gedownloadet“ heißen. Ganz ĂŒbel in diesem Zusammenhang ist wohl ein Satz wie „Ich loade die Datei down“.

SpĂ€testens seit der letzten Rechtschreibreform kennen wir auch das Verdoppeln von Konsonanten bei Fremdwörtern. So wurde beispielsweise aus „Tip“ kurzerhand das Wort „Tipp“. (Zum GlĂŒck aber ist es uns erspart geblieben, dass aus „Pop-Musik“ auch „Popp-Musik“ geworden ist, was ja durchaus zu zweideutigen und somit höchst zweifelhaften Überlegungen hĂ€tte fĂŒhren können!) Wenn man also die TĂ€tigkeit des „Digitalisierens von Fotos“ benennen will, spricht man seither auch von „scannen“ und nicht von „scanen“, auch wenn das Ganze vom „Scan“-Vorgang abgeleitet ist.

Wie Sie sehen: nicht nur „Deutsche Sprache – schwere Sprache“, sondern auch Denglisch will gelernt sein!


DIALOG

„Are you German?“
„See I so out?“
„No, you hear you so on.“
„Yes, I am a washreal German.“




English for Oncatcher

Die hohe Kunst wortwörtlicher Übersetzungen

  • All for the Cat! = Alles fĂŒr die Katz'!
  • As you me so I you = Wie du mir so ich dir
  • Be fruitbar and more yourselves! = Seid fruchtbar und mehret euch!
  • Equal get you what behind your Spoons! = Gleich bekommst du was hinter die Löffel!
  • Far looking Tower = Fernsehturm
  • Give not so on! = Gib nicht so an!
  • Hold times the Air on! = Halt mal die Luft an!
  • I am always equal Fire and Flame = Ich bin immer gleich Feuer und Flamme
  • I become the crisis! = Ich bekomme die Krise!
  • I believe I Spider! = Ich glaube, ich spinne!
  • I believe me kicks a Horse = Ich glaube, mich tritt ein Pferd
  • I cannot more! = Ich kann nicht mehr!
  • I have the Muzzle full! = Ich habe die Schnauze voll!
  • I have the Nose painted full! = Ich habe die Nase gestrichen voll!
  • I laugh me out of Order! = Ich lache mich kaputt!
  • I make little Wood from you! = Ich mache Kleinholz aus dir!
  • I make me nothing out good beforesentences = Ich mache mir nichts aus guten VorsĂ€tzen
  • I must me overgiven = Ich muss mich ĂŒbergeben
  • I think my Pig whistles = Ich glaube, mein Schwein pfeift
  • I understand only Railway Station = Ich verstehe nur Bahnhof
  • I war equal a nerves together break = Ich krieg gleich einen Nervenzusammenbruch!
  • It is highest Railway! = Es ist höchste Eisenbahn!
  • It is me Sausage! = Es ist mir Wurst!
  • Make you not in the Shirt! = Mach' dir nicht ins Hemd!
  • Me goes a Light on = Mir geht ein Licht auf
  • Me reaches it! = Mir reicht es!
  • My dear Mister Singing Club! = Mein lieber Herr Gesangsverein!
  • My English is one wall free! = Mein Englisch ist einwandfrei!
  • My Health is so what from in the Bucket! = Meine Gesundheit ist so was von im Eimer!
  • Now I know how the bunny runs! = Nun weiß ich, wie der Hase lĂ€uft!
  • Now is but Celebration Evening! = Jetzt ist aber Feierabend!
  • Now sit we quite beautiful in the Ink = Nun sitzen wir ganz schön in der Tinte
  • Overall only dead Trousers = Überall nur tote Hose
  • Over Hours = Überstunden
  • Room Man = Zimmermann
  • Room Ship = Raumschiff
  • Room Station = Raumstation
  • That can you so or so see = Das kann man so oder so sehen
  • That will a afterplay have! = Das wird ein Nachspiel haben!
  • There have we the Salad = Da haben wir den Salat!
  • There look you but stupid out of the Laundry! = Da schaust aber du blöd aus der WĂ€sche!
  • You have not more all Battens on the Fence = Du hast nicht mehr alle Latten am Zaun
  • Page Jump = Seitensprung
  • Pig strong = saustark
  • Play you here not so on! = Spiel dich hier nicht so auf!
  • Shame you what! = SchĂ€m dich was!
  • She had a circle run together break = Sie hat einen Kreislaufzusammenbruch
  • Take yourself in eight! = Nimm dich in Acht!
  • Thanks for Afterquestion! = Danke der Nachfrage!
  • That hold you in the Head not out! = Das hĂ€ltst du im Kopf nicht aus!
  • That makes me so easy nobody after! = Das macht mir so leicht keiner nach!
  • That makes me so fast nobody after! = Das macht mir so schnell keiner nach!
  • This is not the Yellow of the Egg = Das ist nicht das Gelbe vom Ei
  • This Woman has much Wood before the Cottage = Diese Frau hat viel Holz vor der HĂŒtte
  • To bird = Vögeln
  • To go strange = Fremdgehen
  • To shit someone before the Suitcase = Jemandem vor den Koffer kacken
  • Train Birds = Zugvögel
  • Turn Number Knife = Drehzahlmesser
  • Was yes again clear! = War ja wieder klar!
  • Where round it goes? = Worum geht es?
  • With me is today not good Cherry eat = Mit mir ist heute nicht gut Kirschen essen
  • You are a Joke Cookie = Du bist ein Scherzkeks
  • You are on the Woodway = Du bist auf dem Holzweg
  • You are heavy on Wire = Du bist schwer auf Draht
  • You are me but one! = Du bist mir aber einer!
  • You are quite nice nine times clever! = Du bist ganz schön neunmalklug!
  • You can me times! = Du kannst mich mal!
  • You can me times crosswise! = Du kannst mich mal kreuzweise
  • You go me animally on the Cookie! = Du gehst mir tierisch auf den Keks!
  • You go me animally on the Sack! = Du gehst mir tierisch auf den Sack!
  • You go me on the Alarm Clock! = Du gehst mir auf den Wecker!
  • You have a Jump in the Bowl! = Du hast einen Sprung in der SchĂŒssel!
  • You lucky Mushroom! = Du GlĂŒckspilz!
  • You old clevershitter! = Du alter Klugscheißer!
  • Your English is under all Sod! = Dein Englisch ist unter aller Sau!

Vermeintliche
Stellenanzeige

(Abb.: N. N.)

Verkorkste Anglizismen

Ein paar Beispiele ...

Vor ein paar Jahren stand mal in einer bundesdeutschen Zeitung ein Artikel ĂŒber Anglizismen und darĂŒber, was die Amerikaner zu unseren eingedeutschten AusdrĂŒcken sagen:

  • Coffee to go (= Kaffee als Gehhilfe)
  • Public Viewing (= Aufbahrung von Menschen)
  • Block Buster (= Bombe aus dem Weltkrieg, die ganze StraßenzĂŒge ‚leerfegte‘)
  • Bodybag (= Leichensack)
  • Handy (= praktisch)

Vielleicht sollten wir doch wieder zur Verdeutschung unserer Sprache zurĂŒckkehren. Oder die Anglizismen wenigstens konsequent durchziehen, wie das Hilmar Kopper (einst Vorstandssprecher der „Deutschen Bank“) irgendwann mal vorgemacht hat:

  • „... jeder muss im Job permanently seine intangible Assets mit high Risk neu relaunchen und seine Skills so posten, dass die Benefits alle Ratings sprengen, damit der Cash-flow stimmt. Wichtig ist Corporate-Identity, die mit perfect Customizing und Eye-Catchern jedes Jahr geupgedatet wird!“

Aber eigentlich könnten wir uns dann gleich in Englisch unterhalten und Deutsch komplett abschaffen, oder!? So mĂŒssten wir uns nicht lĂ€nger mit den TĂŒcken deutscher Rechtschreibreformen herumschlagen. 😜



Wie heißt eigentlich „Smartphone“
auf Deutsch?

Timo Beil ĂŒber die Schwierigkeit,
technische Begriffe einzudeutschen

(Grafik: N. N. / Frank R. Bulla)

Es ist schon merkwĂŒrdig: Kaum gibt es auf dem Markt ein neuartiges elektronisches GerĂ€t, gibt's dafĂŒr in den allermeisten FĂ€llen eine englische Bezeichnung, die sich dermaßen schnell durchsetzt, dass man kaum eine Chance hat, sich einen geeigneten deutschen Begriff zu ĂŒberlegen. Nehmen wir nur mal das Wort „Smartphone“ ...

Englische oder halbdeutsche Entsprechungen fallen einem dazu schnell ein, wie z. B. Couch-Computer, Couch-Rechner, Taschen-Computer, Mini-Computer, Bildschirmtelefon, Mitnehm-Computer, Multifunktions-Handy (wobei „Handy“ kein englisches Wort ist, sondern mehr ein Pseudo-Anglizismus) oder ‚Rechner to go‘. Seltener sind da schon etwas kreativere Bezeichnungen, wie z. B. Mitnehmrechner, Ein-Mann-Unterhalter, Sprachmaschine oder solch' umstĂ€ndliche Formulierungen wie ‚Mobilfunkkommunikations- und ApplikationsgerĂ€t‘. Namen wie Taschenbimmel dagegen sind nicht wirklich smartphone-spezifisch und treffen aufs simple Handy ebenso gut zu wie Handfunke.

Immerhin ist im Rahmen der Umfrage, die ich diesbezĂŒglich mal bei „Facebook“ gestartet hatte, eine ganz witzige Übersetzung fĂŒr Laptop / Notebook herausgekommen: Schoß-Computer.

Aber wie könnte man ein Smartphone in purstem Deutsch sonst noch nennen? Falls Sie eine hervorragende Idee habe, schicken Sie diese einfach an mich via Kontakt-Formular.



Apropos: Spam ...

Vom Dosenfleisch zur E-Mail

(Foto: Qwertyxp2000)

„Spam“ ist ĂŒbrigens nicht die AbkĂŒrzung von „Sehr Persönliches an mich“, sondern kommt aus einem Bereich, den man mit der heutigen Bedeutung kaum in Verbindung bringen wĂŒrde: Es geht um Dosenfleisch.

NĂ€heres ĂŒber die Beriffsherkunft weiß „Wikipidia“ zu berichten:

  • „Spam war ursprĂŒnglich ein Markenname fĂŒr Dosenfleisch, der bereits 1936 entstanden ist aus ‚SPiced hAM‘, fĂ€lschlicherweise auch ‚Spiced Pork And Meat / hAM‘ oder ‚Specially Prepared Assorted Meat‘ genannt. WĂ€hrend der Rationierung im Krieg war Spam eines der wenigen Nahrungsmittel, die in Großbritannien praktisch ĂŒberall und unbeschrĂ€nkt erhĂ€ltlich waren. Die OmniprĂ€senz dieses Fleisches, Ă€hnlich wie spĂ€ter die unerwĂŒnschten Botschaften (zum Beispiel als E-Mails), förderte die Entwicklung des Begriffs. Als Synonym fĂŒr eine unnötig hĂ€ufige Verwendung und Wiederholung wurde der Begriff durch den Spam-Sketch der englischen Comedy-Serie ‚Monty Python's Flying Circus‘ geprĂ€gt: In einem CafĂ© besteht die Speisekarte fast ausschließlich aus Gerichten mit Spam. Jede ErwĂ€hnung des Wortes fĂŒhrt erschwerend dazu, dass eine Gruppe Wikinger lauthals ein Lied anstimmt, dessen Text auch fast nur aus dem Wort ‚Spam‘ besteht und so jede normale Kommunikation unmöglich macht. Selbst im Abspann der Episode wimmelt es von Spam.“

Die Nutzung des Begriffs „Spam“ im Zusammenhang mit Kommunikation hat ihren Ursprung wahrscheinlich in den „Multi User Dungeons“, also textbasierten Computer-Rollenspielen fĂŒr mehrere Mitspieler, in den 1980er Jahren. Dort bezeichnete „Spam“ zunĂ€chst nicht Werbung, sondern das von manchen Nutzern praktizierte massenhafte Überschwemmen des Text-Interfaces mit eigenen Botschaften.

In den Zusammenhang mit Werbung wurde das PhĂ€nomen „Spam“ zum ersten Mal im „Usenet“ gebracht. Dort bezeichnet man damit mehrfach wiederholte Artikel in den Newsgroups, die substanziell gleich sind oder fĂŒr dieselbe Dienstleistung werben.

Die erste Spam-E-Mail wurde wohl am 3. Mai 1978 mit einem Werbe-Inhalt der Firma „DEC“ versendet, allerdings erst im Jahr 1993 als solche bezeichnet.