bulla-blog
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Tierisches:
Hunde  đŸ¶

Übersicht

  • UnfĂ€hige Hundehalter
    Wenn Hundehalter die Kontrolle verlieren ...
  • Apropos: Leinenpflicht in Berlin ...
    Vorbild auch fĂŒr ganz Deutschland?
  • „Das Schwein ist nicht der Hund  ...“
    Schild

  • Dialoge
  • Passende Antworten von Hundebesitzern
  • „Ich kaufe nichts ...“
    Schild
  • Katze statt Hund?
    Zitat

UnfÀhige Hundehalter

Wenn Hundehalter die Kontrolle verlieren ...

Manche Hundehalter sind so was von ĂŒberfordert – das konnte ich kĂŒrzlich mal wieder ĂŒberdeutlich feststellen.

Ich war mit dem Rad unterwegs, bog um eine Straßenecke und entdeckte gleich auf der linken Seite eine Hundehalterin (eine etwas kleinere, dickliche Frau jenseits der 60), die mit ihren beiden durchschnittlich großen Hunden (einer mit hellerem und einer mit dunklerem Fell) unterwegs war. Als sie mich kommen sah, zog sie die Hunde, die beide an diesen unsĂ€glich langen Trainings-Leinen liefen (jede Leine reichte mindestens einmal ĂŒber die Straße), an sich heran, was aber nur so weit klappte, dass ich nur sehr knapp an den Hunden, die aggressiv bellend in meine Richtung zogen, vorbeifahren konnte.

Die Frau war ganz offensichtlich nur schwer in der Lage, die Hunde zu halten. Denn der knappe Durchlass zwischen den Hunden und dem rechten Straßenrand wurde immer enger, sodass ich auf den GrĂŒnstreifen ausweichen musste. Die Hunde zogen weiter in meine Richtung, sodass ich anhalten musste. Als der dunklere von beiden mit der Spitze seiner Schnauze bereits meine Hose berĂŒhrte, stieg ich ab und stellte mich hinter das Fahrrad, ging noch ein wenig rĂŒckwĂ€rts, stolperte und landete fast im GebĂŒsch. Ich richtete mich und mein Rad wieder auf und schob es zĂŒgig weiter in Fahrtrichtung, um der Situation zu entgehen – immer wieder zurĂŒckblickend. Die Hunde zogen weiter sehr aggresssiv an der Leine in meine Richtung. Erst jetzt konnte ich mein Pfeffer-Spray rausholen – fĂŒr alle FĂ€lle: Man weiß ja nie, wie sich manche Situationen entwicklen. Ich habe da im Laufe der Jahre schon Erfahrungen sammeln können, weswegen ich mich auch eines Tages entschloss, mir Pfeffer-Spray zuzulegen

Etwa 20 Meter weiter, als ich mich wieder mal umdrehte, sah ich den helleren der Hunde bellend auf mich zulaufen. Die lange Leine schleifte er hinter sich her. Ich stellte mein Rad mitten auf der Straße quer, um es zwischen den Hund und mich zu bringen. Kurz bevor er mich erreichte, drehte er allerdings unvermittelt um. Ich nehme mal an, dass es der Halterin irgendwie gelungen war, ihn zurĂŒckzurufen, was ich allerdings nicht hören konnte.

Indes sah ich die Frau am Straßenrand im GebĂŒsch liegen (ungefĂ€hr da, wo auch ich fast zu Fall gekommen war), in einer Hand die Leine mit dem dunkleren Hund. Trotz der heiklen Situation konnte ich mir ein Grinsen nicht verkneifen: Das Bild der Frau erinnerte an eine Schildkröte, die zappelnd auf dem RĂŒcken lag. Der hellere Hund war inzwischen bei ihr angekommen, sodass die Frau sich wieder dessen Leine schnappen konnte. Meine zugerufene Frage, ob mit ihr alles in Ordnung sei, bejahte sie und bekundete auch, dass sie die Hunde nun wieder an der Leine hatte. Meine Anmerkung, dass sie mit den Hunden ja wohl völlig ĂŒberfordert sei, bejahte sie ebenfalls ...

Ich kam nicht umhin, diesen Vorfall bei der Gemeinde zu melden. Die kleine dicke Frau indes macht beim Gassigehen seither immer einen großen Bogen um mich herum, sobald sie mich erblickt. Immerhin hat sie insofern dazugelernt, als sie mit beiden Hunden offenbar nur noch unterwegs ist, wenn sie von ihrem Mann begelietet wird; allein fĂŒhrt sie nur noch einen Hund mit sich.

Das war ja beileibe nicht die erste Konfrontation mit Hunden hier im Ort. Die Hunde werden – vermutlich dank allgemein gestiegener Einbruchszahlen – immer zahlreicher. Die Zahl unfĂ€higer, ĂŒberforderter und wenig empathischer Hundehalter wĂ€chst ebenfalls. Und irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, dass unerwĂŒnschte AnnĂ€herungen frĂŒher deutlich weniger waren, als es noch Hundeleinen gab, die das Tier sehr dicht an den Besitzer zwangen. Aber irgendwie mĂŒssen Hundebesitzer heutzutage ihre leinenpflichtigen Hunde offenbar immer an langen Leinen laufen lassen – vermutlich damit sie ihnen nicht ĂŒberall hin folgen mĂŒssen, wenn die ihre HĂ€ufchen oder Markierungen hinterlassen, oder um ihnen FreirĂ€ume zu lassen, die m. E. völlig unnötig sind: Hunde sind schließlich Hunde und keine Katzen.

Apropos:
Leinenpflicht in Berlin ...

Vorbild auch fĂŒr ganz Deutschland?

Das im Berliner Abgeordnetenhaus beschlossene Hundegesetz trat am 1. Januar 2019 in Kraft. Danach gilt im gesamten Berliner Stadtgebiet fĂŒr alle Hunde Leinenzwang – und zwar immer und ĂŒberall: auf Fußwegen, in GeschĂ€ften, in Parks, auf SportplĂ€tzen und sogar in TreppenhĂ€usern. Davon ausgenommen sind nur ausgewiesene Hunde-Laufgebiete und -FreilaufflĂ€chen.

Außerdem können Hundehalter ihre Tiere auch weiterhin auf unbelebten Straßen und PlĂ€tzen oder BrachflĂ€chen frei laufenlassen, wenn sie eine sogenannte Sachkundebescheinigung nachweisen können.

Eine gute Entscheidung, wie ich meine. Denn Hundehalter – zumal jene, die keine Ahnung von Hundehaltung haben – vergessen schnell mal, dass Hunde in der Öffentlichkeit nur ‚funktionieren‘, wenn sie gescheit erzogen sind. Und sie vergessen auch, dass es Leute gibt, die keinen Bock darauf haben, von einem Hund auch nur berĂŒhrt oder angesabbelt zu werden. Vielleicht wĂŒrde ein HundefĂŒhrerschein helfen, um Hundehalter einsichtiger zu machen!?

Interessante Links

„Das Schwein
ist nicht
der Hund  ...“








(Foto: © Frank R. Bulla)


DIALOGE

„Haben Sie HundebĂŒcher?“
„WofĂŒr interessiert sich das Tier denn am meisten?“

(N. N.)

*

„Hört Ihr Hund auf Sie?“
„Keine Ahnung! Ich duze ihn immer.“

(N. N.)

*

„Mein Hund jagt immer Leute auf dem Fahrrad.“
„Dann nehmen Sie ihm doch das Fahrrad weg!“

(N. N.)

*


„SĂŒĂŸer Hund! Ist der von Ihnen?“
„Nein, der ist nur gekauft. Meine Frau und ich können keine eigenen Hunde bekommen.“

(N. N.)

*

Hundetrainer: „Bleib!“
SchĂ€ferhund: „Sir! Ja, Sir!“
Golden Retriever: „Okidoki.
Und jetzt spielen wir eine Runde, ja!?“
Dackel: „Am Arsch! Ich geh' erst mal 'n bisschen buddeln!“

(N. N.)

*

Herrchen: „Du gehst sofort runter vom Sofa!“
Hund: „Seit wann sind wir eigentlich per ‚du‘!?“

(N. N.)

*

„Ihr Hund ist nie angeleint!“
„Ihre Kinder aber auch nicht!“
„Aber das sind Kinder ...!“
„Ja, aber der Hund kann gehorchen – Ihre Kinder nicht!“

(N. N.)



Passende Antworten von Hundebesitzern

(Text: N. N.)

Beißt der?

  • Nein, der schluckt im Ganzen.
  • Nein, der hat schon gefrĂŒhstĂŒckt.
  • Nein, der hat seine ZĂ€hne nur, damit er besser aussieht.

Hört der?

  • Sicher – der reagiert nur nicht.

Tut der was?

  • In den nĂ€chsten zwei Stunden nicht – der verdaut gerade 'ne Fußhupe.
  • Nein, der lebt von der StĂŒtze.

Ist da ein Kampfhund drin?

  • Keine Ahnung, ich hab' ihn noch nicht aufgemacht und nachgeschaut.

Mag der Kinder?

  • Ja, aber ein ganzes schafft er noch nicht.
  • Ja, aber der frisst auch normales Futter.

„Ich kaufe
nichts ...“

(Grafik: © Frank R. Bulla)




KATZE STATT HUND?

„Wenn ein Hundebesitzer meint, sein Tier brĂ€uchte mehr Bewegungsfreiheit und lĂ€sst es deswegen – ungeachtet irgendwelcher Verkehrsteilnehmer, die durch das Tier ausgebremst werden – stets und stĂ€ndig von der Leine oder an einer besonders langen Leine laufen, sollte er sich besser eine Katze zulegen. Von der geht nĂ€möich absolut keine Gefahr aus und von der wird man auch nicht ungewollt angesabbert.“
(Frank R. Bulla)