bulla-blog
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Wissenschaftliches:
Phänomene

Übersicht

  • Forscher vergleichen
    Äpfel mit Birnen
  • Learn to pay attention!
    At the anatomy ...
  • Studenten-Weisheit
    Anschauungs-Unterricht
  • Neulich im Periodensystem
    Dialog
  • „Wo geht es hier zum Bahnhof?“
    Vertreter unterschiedlicher Berufsgruppen antworten
  • Was ist Kälte?
    Nehmen wir als Maßstab mal die Lappen (Bewohner Lapplands)
  • Dialoge

Forscher vergleichen Äpfel und Birnen

(Foto: © Frank R. Bulla)

Mit der Überschrift „Forscher vergleichen erstmal erfolgreich Äpfel mit Birnen“ titelte im Jahre 2017 der „Postillon“ (siehe www.der-postillon.de!). Der ausgesprochen wissenschaftlich recherchierte Beitrag gipfelte – um das schon mal vorwegzunehmen – in dem Fazit: „Man kann und darf Äpfel mit Birnen vergleichen. Eines der letzten großen Denkverbote gehört jedenfalls der Vergangenheit an.“

Der Vergleich von Äpfeln und Birnen ist mir persönlich allerdings weitestgehend egal. Dasselbe gilt für den Vergleich von 'nem Appel und 'nem Ei. Ein wenig spannend könnte es vielleicht noch werden, wenn die Wissenschaft Kirschen mit Pfirsichhaut entwickelt oder Bananen mit Orangenhaut oder Bienen, die Nussnougatkrem kacken, statt Honig zu produzieren.

Aber richtig gespannt bin ich darauf, was dabei rauskommt, wenn Wissenschaftler den bis auf die fünfte Stelle hinter dem Komma genauen Wert von „Pi mal Daumen“ ermitteln, denn das könnte dazu führen, dass man alles, aber auch wirklich alles miteinander vergleichen kann: z. B. Trump mit der Klima-Erwärmung, Erdoğan mit der Pressefreiheit und Kim Jong-un mit Atomwaffen-Tests ...



Learn to pay attention!

At the anatomy ...

(Text: N. N.)

First-year students at Med School were receiving their first anatomy class with a real human body. They all gathered around the surgery table with the body covered with a white sheet.

The professor started the class by telling them, „In medicine, it is necessary to have two important qualities as a doctor. The frist is that you not be disgusted by anything involving the human body.“

For example, the professor pulled back the sheet, stuck his finger in the butt of the corpse, withdrew it and stuck it in his mouth. „Go ahead and do the same thing“, he told his students.

The students freaked out, hesitated for several minutes, but eventually took turns sticking a finger in the butt of the dead body and sucking on it.

When everyone finished, the professor looked at them and told them, „The second most important quality is observation. I stuck my middle finger in and sucked on my index finger.
Now learn to pay attention.“


Zum Reinhören
(zur Unterstreichung der Stimmung beim Lesen des Textes):
ein paar Takte aus der Titelmelodie von „Six Feet under“ ...

At-the-Anatomy.mp3 (173.27KB)
At-the-Anatomy.mp3 (173.27KB)




Studenten-Weisheit

Anschauungs-Unterricht

(Text: N. N.)

Ein Philosophie-Professor stand vor seinen Studenten und hatte ein paar Dinge vor sich liegen. Als der Unterricht begann, nahm er ein großes, leeres Mayonnaiseglas und füllte es bis zum Rand mit großen Steinen. Anschließend fragte er seine Studenten, ob das Glas voll sei. Sie stimmten ihm zu.

Der Professor nahm eine Schachtel mit Kieselsteinen, schüttete die Steine ins Glas und schüttelte es. Die Kieselsteine rollten in die Zwischenräume der größeren Steine. Dann fragte er seine Studenten erneut, ob das Glas voll sei. Sie stimmten wieder zu und lachten.

Nun nahm der Professor eine Schachtel mit Sand und schüttete ihn ins Glas. Natürlich füllte der Sand auch noch die letzten Zwischenräume aus. "Nun", sagte der Professor zu seinen Studenten, "ich möchte, dass Sie erkennen, dass dieses Glas wie Ihr Leben ist:

Die Steine sind die wichtigen Dinge im Leben – Ihre Familie, Ihr Partner, Ihre Gesundheit, Ihre Kinder – Dinge, die, wenn alles andere wegfiele und nur sie übrig blieben, Ihr Leben immer noch erfüllen würden. Die Kieselsteine sind andere, weniger wichtige Dinge, wie z. B. Ihre Arbeit, Ihre Wohnung, Ihr Haus oder Ihr Auto.

Der Sand symbolisiert die ganz kleinen Dinge im Leben. Wenn Sie den Sand zuerst in das Glas füllen, bleibt kein Raum für die Kieselsteine oder die großen Steine. So ist es auch in Ihrem Leben: Wenn Sie all Ihre Energie für die kleinen Dinge Ihres Lebens aufwenden, haben Sie für die großen keine mehr. Achten Sie auf die wichtigen Dinge; nehmen Sie sich Zeit für Ihre Kinder oder Ihren Partner, achten Sie auf Ihre Gesundheit. Es wird noch genug Zeit für Arbeit, Haushalt, Partys usw. geben. Achten Sie zuerst auf die großen Steine – sie sind es, die wirklich zählen. Der Rest ist nur Sand."

Nach dem Unterricht nahm einer der Studenten das Glas mit den großen Steinen, den Kieseln und dem Sand (bei dem mittlerweile sogar der Professor zustimmte, dass es voll war) und schüttete eine Flasche Bier hinein. Das Bier füllte den noch verbliebenen Raum im Glas aus; erst jetzt war es wirklich voll.

Die Moral von der Geschichte: Egal, wie erfüllt Ihr Leben ist: Es ist immer noch Platz für ein Bier!





(Grafik: © Frank R. Bulla)


NEULICH IM PERIODENSYSTEM

Element (Fe): „Was führt dich hierher?“
Mensch (w): „Ich blute da unten.“
(Frank R. Bulla)

 


„Wo geht
es hier
zum Bahnhof?“

Vertreter
unterschiedlicher
Berufsgruppen antworten





(Text: N. N. / Foto: © Frank R. Bulla)

Ein ganz normaler Mensch fragt: „Wo geht es hier zum Bahnhof?“
Es antwortet ...

  • der Bioenergetiker:
    „Machen Sie mal: sch... sch... sch...“
  • der Coach:
    „Wenn ich Ihnen die Lösung vorkaue, wird das Ihr Problem nicht dauerhaft lösen.“
  • der Gesprächstherapeut:
    „Sie wissen nicht, wo der Bahnhof ist, und das macht Sie nicht nur traurig, sondern auch ein Stück weit wütend.“
  • der Gestalttherapeut:
    „Du, lasse das voll zu, dass du zum Bahnhof willst.“
  • der HNO-Arzt:
    „Immer der Nase nach.“
  • der humanistische Psychotherapeut:
    „Wenn du da wirklich hinwillst, wirst du den Weg auch finden.“
  • der Kreativitätstherapeut:
    „Hüpfen Sie so lange auf einem Bein, bis Ihr Kopf eine Idee freigibt.“
  • der Kurzzeittherapeut:
    „Stellen Sie sich vor: Plötzlich geschieht ein Wunder und Sie sind schon am Bahnhof. Was ist anders dadurch?“
  • der neuro-linguistische Psychologe:
    „Komm, lass uns eine klein Übung machen. Wenn du an Bahnhof denkst, wo ist dann das Bild? Rechts oben? oder links unten oder direkt vor dir? Gehe jetzt eimal in deiner Erinnerung ganz weit zurück: Wann hast du einen Bahnhof zum ersten Mal wahrgenommen?“
  • der Neurologe:
    „Sie haben also die Orientierung verloren. Passiert Ihnen das öfter?“
  • der Pädagoge:
    „Ich weiß natürlich, wo der Bahnhof ist. Aber ich denke, dass es besser für dich ist, wenn du es selbst herausfindest.“
  • der Positiv-Denker:
    „Schließen die Augen und sagen Sie zu sich selber: Ich bin wunderbar und einzigartig und ich vertraue meinem Unterbewusstsein, dass es den für mich richtigen Weg weiß.“
  • der Priester:
    „Heiliger Antonius, hilf dem Mann, dass er den Bahnhof finden kann.“
  • der Psychiater:
    „Bahnhof? Zugfahren? Welche Klasse?“
  • der Psychoanalytiker:
    „Sie meinen dieses lange, dunkle Gebäude, wo die Züge immer rein und raus, rein und raus fahren?“
  • der Psychodrama-Therapeut:
    „Zum Bahnhof. Fein. Das spielen wir mal durch. Geben Sie mir Ihren Hut, ich gebe Ihnen meine Jacke und dann ...“
  • der Selfmade-Unternehmer:
    „Fragen Sie nicht lange – gehen Sie einfach los!“
  • der Sozialarbeiter:
    „Keine Ahnung, aber ich fahre Sie schnell hin.“
  • der Sozialpädagoge:
    „Ich weiß nicht, aber es ist gut, dass wir darüber reden können.“
  • der systemische Familientherapeut:
    „Was glauben Sie, denkt Ihre Schwester, was Ihre Eltern fühlen, wenn die hören, dass Sie zum Bahnhof wollen?“
  • der Tiefenpsychologe:
    „Sie wollen verreisen?“
  • der Verhaltenstherapeut:
    „Heben Sie den rechten Fuß, schieben Sie ihn vor, setzen Sie ihn jetzt auf. Sehr gut. Hier haben Sie ein Bonbon ...“
  • der Berliner:
    „Hier jeht jaaahnischt zum Bahnhof – da müssense wohl loofen.“



Was ist Kälte?

Nehmen wir als Maßstab
mal die Lappen
(Bewohner Lapplands)


(Text: N. N. / Foto: N. N.)

  • +10 °C:
    Die Bewohner von Mietwohnungen in Helsinki drehen die Heizung ab. Die Lappen pflanzen Blumen
  • +5 °C:
    Die Lappen nehmen ein Sonnenbad, falls die Sonne noch über den Horizont steigt.
  • +2 °C:
    Italienische Autos und „BMW“ springen nicht mehr an.
  • 0 °C:
    Destilliertes Wasser gefriert.
  • –1 °C:
    Der Atem wird sichtbar. Zeit, einen Mittelmeer-Urlaub zu planen. Die Lappen essen Eis und trinken kaltes Bier.
  • –4 °C:
    Die Katze will mit ins Bett.
  • –10 °C:
    Zeit, einen Afrika-Urlaub zu planen. Die Lappen gehen zum Schwimmen.
  • –12 °C:
    Zu kalt zum Schneien.
  • –15 °C:
    Amerikanische Autos springen nicht mehr an.
  • –18 °C:
    Die Helsinkier Hausbesitzer drehen die Heizung auf.
  • –20 °C:
    Der Atem wird hörbar.
  • –22 °C:
    Französische Autos und springen nicht mehr an. Zu kalt zum Schlittschuhlaufen.
  • –23 °C:
    Politiker beginnen, die Obdachlosen zu bemitleiden.
  • –24 °C:
    Japanische Autos springen nicht mehr an.
  • –26 °C:
    Aus dem Atem kann Baumaterial für Iglus geschnitten werden.
  • –29 °C:
    Die Katze will unter den Schlafanzug.
  • –30 °C:
    Deutsche Autos springen nicht mehr an. Der Lappe flucht, tritt gegen den Reifen und startet seinen Lada.
  • –31 °C:
    Zu kalt zum Küssen, die Lippen frieren zusammen. Lapplands Fußballmannschaft beginnt mit dem Training für den Frühling.
  • –35 °C:
    Zeit, ein zweiwöchiges heißes Bad zu planen. Die Lappen schaufeln Schnee vom Dach.
  • –39 °C:
    Quecksilber gefriert. Zu kalt zum Denken. Die Lappen schließen den obersten Hemdknopf.
  • –40 °C:
    Das Auto will mit ins Bett. Die Lappen ziehen einen Pullover an.
  • –45 °C:
    Die Lappen schließen das Klofenster.
  • –50 °C:
    Die Seelöwen verlassen Grönland. Die Lappen tauschen die Fingerhandschuhe gegen Fäustlinge.
  • –70 °C:
    Die Eisbären verlassen den Nordpol. An der Universität Rovaniemi wird ein Langlaufausflug organisiert
  • –75 °C:
    Der Weihnachtsmann verlässt den Polarkreis. Die Lappen klappen die Ohrenklappen der Mütze runter.
  • –250 °C:
    Alkohol gefriert. Der Lappe ist sauer, lutscht aber brav seinen Schnaps.
  • –268 °C:
    Helium wird flüssig.
  • –270 °C:
    Die Hölle friert.
  • –273,15 °C:
    Absoluter Nullpunkt. Keine Bewegung der Elementarteilchen. Die Lappen geben zu: „Ja, es ist etwas kühl, gib' mir noch einen Schnaps!“

(Fotos: © Frank R. Bulla)

DIALOGE

(Foto links)
Er: „Schatz, das Ladegerät funktioniert nicht.
Hast du den Stecker auch wirklich in die Steckdose gesteckt?“
Sie: „Na, sicher! Hältst du mich etwa für blöd?“

*

(Foto rechts)
Er:
„Liebling, bringst du bitte zur Baustelle
noch die Verlängerungsschnur mit?
In der Abstellkammer müssten noch fünf Meter sein.“
Sie: „Ja, mach' ich. Ich glaub, die ist sogar noch länger.“