bulla-blog
–——————————–

Rezepte und mehr:
Soßen

Übersicht

  • Senf

Senf

(Foto: © Frank R. Bulla)

Vorgeschichte

Dass ich irgendwann angefangen habe, Senf selbst herzustellen, kommt nicht von ungefähr. Seit sehr vielen Jahren boykottiere ich sehr konsequent, ja, geradezu rigoros alle „Nestlé“-Produkte. Warum das so ist, erfahren Sie unter der Überschrift „Nebenbei bemerkt“ in dem Beitrag „Kaffee-Kapseln“. Das einzige Produkt, das noch sehr lange auf der Abschussliste stand, war „Thomy“-Senf – eine Marke, die ich vor allem auch geschmacklich von Kindesbeinen an gewohnt war. Da im Laufe der Jahre in meiner Küche das Do-it-yourself immer mehr Raum eingenommen hat – vor allem deswegem, weil fertig Gekauftes immer öfter Zutaten enthält, die völlig fehl am Platze sind, wie zum Beispiel ein Zuviel an Salz und Zucker sowie Substanzen, die der längeren Haltbarkeit und dem Aufmotzen des Geschmacks dienen –, war es nur noch eine Frage der Zeit, bis auch Senf in Eigenregie produziert werden musste ...

Zutaten

  • 80 g gelbe Senfkörner
  • 20 g schwarze Senfkörner
  • 10 EL kaltes Wasser
  • 6 EL Weißweinessig
  • 1 TL Kräutersalz
  • ein paar Krümel Stevia zum dezenten Süßen

Anmerkung

Das ursprüngliche Rezept von www.chefkoch.de habe ich dahingehend abgewandelt, dass ich statt gewöhnlichem Speisesalz besser verträglicheres Kräutersalz – natürlich mit Zusatz von Jod – verwendet habe, der Zucker wurde durch ein paar Krümel Stevia ersetzt. Zum Erzielen einer besseren Konsistenz wurden letztlich zwei Esslöffel mehr Wasser verwendet als im Ursprungsrezept angegeben.

Der Versuch, die Senfkörner in einer Pfeffermühle zu mahlen, erwies sich als viel zu mühselig. Stattdessen griff ich auf eine alte elektrische Kaffeemühle zurück, die noch in den Tiefen des Küchenschranks zu finden war.

Zubereitung

Die Senfkörner so fein wie möglich mahlen. Die zerkleinerte Körnermischung in eine Schüssel geben und mit dem Wasser verrühren. Die Masse etwa eine Viertelstunde quellen lassen. Den Essig mit Salz und Zucker erwärmen, bis alles gelöst ist. Dann auskühlen lassen. Die Flüssigkeit unter ständigem Rühren mit dem Handrührgerät in die Senfmischung fließen lassen. So lange rühren, bis der Senf schön glatt und geschmeidig wird.

Den Senf in kleine Gläser abfüllen und gut verschließen.

Verarbeitungszeit: ca. 20 Minuten.
Haltbarkeit: gekühlt ca. 3 Monate.

(Fotos: © Frank R. Bulla)