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Wortspielerei:
Allgemeines

Ăśbersicht

  • Medien
    Nur ein Spielball von Worten?
  • Meteorologen vor dem Aus
    Wetterhinterhersage revolutioniert den Wetterbericht
  • Dialoge
  • Was sich Frisöre gern im Kino anschauen ...
  • Smalltalk mit Lebensmitteln
  • Spiel mit Namen

Medien

Nur ein Spielball von Worten?

(Text: N. N.)

„Die Zeit“ ist gekommen, den „Blick“ von den Massenmedien abzuwenden. Denn das „Bild“, was sie für uns zeichnen, ist nur ein „Spiegel“ ihrerselbst. Wenn wir erkennen würden, wie „Die Welt“ wirklich ist, glaubten wir, auf einem anderen „Stern“ zu sein. Man versucht, unseren „Focus“ abzulenken, um die Wahrheit zu verstecken.

Meteorologen vor dem Aus

Wetterhinterhersage revolutioniert den Wetterbericht

Wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautet, hat der Beruf des Meteorologen keine Zukunft. Nach mehr als einem Jahrhundert intensivster Versuche, das Wetter vorherzusagen, steht nun fest: Meteorologen geben sicherlich ihr Bestes, schaffen es aber nicht, eine hundertprozentige Wettervorhersage abzugeben. Zeitgleich haben Forscher, die sich vorwiegend mit der Vergangenheit beschäftigen, herausgefunden, wie man das Wetter hundertprozentig bestimmen kann. Die Methode nannten sie Wetterhinterhersage. Die ersten Versuche machen sehr viel Hoffnung, da die Ergebnisse absolut deckungsgleich mit den Wetter-Aufzeichnungen sind.

Schlechte Zeiten sind also für Meteorologen angebrochen, denen nunmehr eine Entlassungswelle ungeahnten Ausmaßes droht. Auch das Studieren von Meteorologie wird künftig nicht mehr möglich sein. Entsprechend drastisch formulierte es ein Sprecher der „Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg“, wo bislang die Studiengänge Meteorologie und Klimatologie angeboten wurden: „Sämtliche Erkenntnisse des vergangenen Jahrhunderts sind vollkommen für 'n Arsch.“


DIALOGE

„Ist das nicht schön?“
„Ja, das ist nicht schön!“

*

„Einen Kaffee, bitte!“
„To go?“
„Nein, to stolper and to kipp on the T-Shirt!
Und with Extra-Schaum, please!“

*

„Eine Bratwurst, bitte!“
„Im Brötchen?“
„Nein, werfen Sie sie enfach irgendwo hin –
ich esse sie dann vom Boden.“

*

„Einen Cheeseburger, bitte!“
„Einfach?“
„Nein, geben Sie mir einen komplizierten –
am besten einen mit Bildungsängsten,
der mir die Ohren vollheult!“

*

„Stehen Sie hier an?“
„Nein, ich beobachte mit zwei Eier-Packungen
und zehn Kilo GemĂĽse im Arm
das Verhalten der Schlange an der Kasse.“

*

„Ich hätte gerne fünf Brötchen.“
„Fünf normale?“
„Nee, zwei bekloppte, zwei verrückte und ein irres.
Das alles mit 'ner bunten Girlande um die Tüte herum, bitte!“

*

„Wo bist du?“
„Im Supermarkt.“
„Zum Einkaufen?“
„Nein, ich montiere bei allen Einkaufswagen Winterreifen drauf.“

*

„Haben Sie Milch zum Kaffee?“
„Ich habe Fettarme.“
„Das sieht auch wirklich nicht schön aus.
Können Sie mir trotzdem die Milch bringen?“

*

„Was ist denn das da hinten?“
„Der Horizont.“
„Ach, so weit sind wir schon?“

*

„Hast du schon davon gehört?
Unserem Fotografen ist die Frau davongelaufen.“
„Und? Wie hat er es aufgenommen?“
„ISO 100, Blende 8, 1/125 s ...“

*

Kerze 1: „Willst du mit mir ausgehen?“
Kerze 2: „Mach' mich bloß nicht an!“

*

Kerze 1: „Ist Wasser eigentlich gefährlich?“
Kerze 2: „Davon kannst du ausgehen!“

*

„Ich würde gern einen Baumstamm kaufen.“
„Sorry, dann müssen Sie in unser Stammhaus.
Wir sind hier nur die Zweigstelle.“

*

„Hast du etwa schon wieder mein Deo benutzt?“
„Ich bin Robin Hood.
Ich stehle und verteile es unter den Armen.“




Was sich
Frisöre
gern im Kino
anschauen ...


(Text: N. N. / Frank R. Bulla;
Grafik: © Frank R. Bulla))

  • „Der Herr der Ringe – Die Gefärbten“
  • „Die zwölf Geschorenen“
  • „Dirty Hairy“
  • „Edward mit den Scherenhänden“
  • „Figaro's Hochzeit“
  • „Hair“
  • „Hair der Fliegen“
  • „Hair der Gezeiten“
  • „Hair mit den kleinen Engländerinnen“
  • „Hairkules in New York“
  • „Hairspray“
  • „Hairforce One“
  • „Hairy und Sally“
  • „Hairy Potter und der Feuerkelch“
  • „Hairy Potter und der Gefangene von Askaban“
  • „Hairy Potter und der Stein der Weisen“
  • „Hairy Potter und die HeiligtĂĽmer des Todes“
  • „Hairy Potter und die Kammer des Schreckens“
  • „Manche mögen's weiß“
  • „(Mindest-) Lohn der Angst“
  • „Rapunzel – Neu verföhnt“
  • „Schneid Club“
  • „Vom Föhne verweht“
  • „Zwei glorreiche Haarlunken“

Sollten Sie auch ein paar gute Titel auf Lager haben – immer her damit! Nutzen Sie dazu bitte das Kontakt-Formular.

Interessanter Link



Smalltalk mit Lebensmitteln

(Text: N. N. / Frank R. Bulla; Foto: © Frank R. Bulla))

KĂĽrzlich war ich mal in der KĂĽche und wurde Zeuge, wie sich nebenan in der Speisekammer die Lebensmittel unterhielten. Ich war geradezu schockiert darĂĽber, was da abging:

Die Milch schäumte vor Wut, weil die Sahne ihr vorgeworfen hatte, nicht mehr ganz frisch zu sein. Dem Käse stank das gewaltig und er meinte, dass ja wohl beide einen Stich hätten, während die Butter vorsichtshalber schon mal weggelaufen war.

Der Ketchup wollte partout nicht mehr „Heinz“ heißen, wollte deshalb die Mayonnaise ehelichen, um dadurch den Namen „Thomy“ annehmen zu können. Beide waren der Meinung, dass der gelbe Kollege aus Bautzen seinen Senf nicht dazugeben und diesen gefälligst für sich behalten sollte.

Die feine Salami gab derweil die beleidigte Leberwurst, worauf die WĂĽrstchen aber absolut keinen Bock mehr hatten. Ein WĂĽrstchen platzte sogar vor Wut und fuhr mal so richtig aus der Haut.

Die Kartoffeln hatten ein Auge auf die zarten Möhrchen geworfen und dem Mais gesagt, dass er sich verpuffen sollte. Parallel dazu dazu hatten die Kartoffeln eine Anzeige wegen Stalkings erstattet, weil ihnen das Küchenmesser zu sehr auf die Pelle gerückt war.

Sowohl die gelben als auch die grünen Paprikaschoten distanzierten sich von der roten, weil sich diese offenbar für die Schärfste hielt.

Die Eier riefen eine Petition ins Leben, weil sie nicht mehr geschlagen werden wollten, und sie warfen mir vor, sie regelmäßig in die Pfanne zu hauen. Die Schlagsahne unterschrieb die Petition als erste, weil auch sie nicht mehr unter der Gewalt des Mixers leiden wollte.

Die Zwiebeln hatten mal wieder die Gurken und die Tomaten zum Weinen gebracht, aber die sind ja von Natur aus ohnehin viel zu nah am Wasser gebaut.

Die Zitronen waren voll sauer auf die Orangen, weil diese nicht zu ihrer Cellulitis standen und sich jetzt von den Pfirsichen coachen lassen wollten.

Und der schwarze Tee schließlich fühlte sich diskriminiert und wollte zukünftig „Tee mit Migrationshintergrund“ genannt werden.


SPIEL MIT NAMEN

„Alle stehen vor dem Galgen, nur nicht Jan – der hängt dran.“

*

„Alle spielen mit dem Leben, nur nicht Ingo – der spielt Bingo.“

*

„Alle sind gesund und munter, nur nicht Knut – der spuckt Blut.“

*

„Alle stehen auf dem Eis, nur nicht Vera – die ist schwerer.“