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Wortspielerei:
Einführung

Übersicht

  • Theoretisches
    mit Beispielen

  • „Tag der schlechten Wortspiele“

Theoretisches mit Beispielen

(Text: N. N. / Frank R. Bulla)

Für die Unbelehrbaren gibt es zunächst mal etwas graue Theorie, die den Begriff „Wortspiel“ näher erläutert. Damit ist dann hoffentlich „alles fit im Schritt“.

Ein Wortspiel ist grundsätzlich eine rhetorische Figur, die hauptsächlich auf der Mehrdeutigkeit, Verdrehung, Umdrehung oder sonstiger Wortveränderungen beruht und dem Verfasser humorvoll und / oder geistreich erscheint. Zum Beispiel ist „Copyleft“ ein Wortspiel zu „Copyright“.

Es gibt mehrere Kategorien von Wortspielen. Die häufigsten sind:

Paronomasie

Das ist die klangliche Ähnlichkeit von Wörtern ist die Grundlage. Beispiele: „Eile mit Weile“ oder „Wer rastet, der rostet“.

Polysemie

Hier wird die Mehrdeutigkeit von Wörtern genutzt. Beispiel-Dialog: „Bist du per Anhalter gekommen?“ „Wieso?“ „Du siehst so mitgenommen aus.“

Buchstabendreher

Hier werden Buchstaben einfach nur vertauscht. Beispiele: „Kentucky schreit ficken“ (nach dem Original „Kentucky Fried Chicken“), „Schlauch nicht echt“ (nach dem Ausdruck „auch nicht schlecht“).

Wörter, die gleich klingen,
jedoch unterschiedliche Bedeutung haben

Hier ein gutes Beispiel: „Wenn es Häute / heute regnet, wird das Leder billig.“

Silbentrennung

Die Silben mehrerer Wörter werden so getrennt, dass diese Wörter schriftlich einen neuen Sinn ergeben. Der neue Sinn ergibt sich schon vom Kontext, obwohl man die Silbentrennung nicht hört. Beispiel: „Gleich bist du deinen Kopf los. Dann bist du kopflos, und ich kauf dir ein Kopflos.“



„Tag der schlechten Wortspiele“

(Grafik: N., N.; Text: N. N. / Frank R. Bulla)

Es gibt ihn tatsächlich, den „Internationalen Tag der schlechten Wortspiele“, und zwar immer am 12. November.

Na, das kann ja eiter werden! Und wer hat diesen seit 2006 bestehenden Aktionstag erfunden? Wayne interessiert's!? Dafür gibt es aber viele Möglichkeiten, sich mit eigenen Wortspielen einzubringen.

„Was soll ich Thunfisch?“ mag man daraufhin fragen. „Du hast die Walfisch!“ lautet die korrekte Antwort. Zum Bleistift die Namen Prominenter durch den Kakao ziehen: „Bruce Willis, Tom Cruise will es – Will Smith es auch?“ Das funktioniert übrigens auch mit weniger prominenten Namen aus dem Bekanntenkreis: „Wenn Ruth ruht, albert Albert. Wenn Albert ruht, albert Ruth.“