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Wortspielerei:
Schüttelreime

Laut „Wikipedia“ ist ein Schüttelreim ein „Doppelreim, bei dem die Konsonanten (oder Konsonantengruppen) vor den letzten beiden betonten Silben miteinander vertauscht werden. Fehlt vor einer Reim-Silbe der Konsonant, wird dieser Umstand übertragen.“

Im Folgenden finden Sie eine kleine Auswahl gelungener Schüttelreime.

  • „Komm lauf mir vor die Flinte, Fuchs!“ Doch der durchschaut die Finte flugs.
  • Als abends spät sie lasen noch, verstopfte sich ihr Nasenloch.
  • Bei Jägern sind die Büchsen lang – da wird's im Wald den Lüchsen bang.
  • Beim Zahnarzt in den Wartezimmern, da hört man nicht nur Zarte wimmern.
  • Bewahre deinen Plattenschatz an einem kühlen Schattenplatz.
  • Das Kind, das gold'ne Locken trägt, schreit laut, damit man's trockenlegt.
  • Das rechte Bein der Purzel winkelt, bevor er an die Wurzel pinkelt.
  • Das Tier sah ich am Hange lungern. Ich glaub', es wird nicht lange hungern.
  • Der Braten: schwarz. Die Soße: grau. Die Köchin: eine große Sau.
  • Der Buchfink heut' die Meise rüffelt, weil sie noch von der Reise müffelt.
  • Der Eskimo hat fahle Wangen. Wie gerne würd' er jetzt Wale fangen.
  • Der Grund, dass ich die Lieb' ertrag', ist, weil ich einst dem Trieb erlag.
  • Der Schnee, den du in Flocken siehst, mir unten in die Socken fließt.
  • Die Babys in der Wiege zittern, sobald sie eine Ziege wittern.
  • Die Frau freut sich am Rosenduft, der Mann indes nach Dosen ruft.
  • Die Katze an den Latten roch – dahinter war ein Rattenloch.
  • Die Kinder mögen Mäuse leiden, doch sollten sie die Läuse meiden.
  • Die Kost hier ist ein Magenkleister! Darüber muß ich klagen, Meister.
  • Die Menschen mögen Möwen leiden, indes sie alle Löwen meiden.
  • Die Predigt, mit Gefühl gestaltet, macht Hände im Gestühl gefaltet.
  • Die Ratte lief zum Rattenloch, nach dem sie an den Latten roch.
  • Die Sonne wirft die Schatten weit– es wird bald Nacht in Wattenscheid.
  • Die Stadt kann bei den leeren Kassen die Straßen nicht mehr kehren lassen.
  • Die Werftarbeiter bau'n Fregatten, wenn sie nicht g'rade Frau'n begatten.
  • Die wohl sich in den Wäldern fühlen, die würden auch in Feldern wühlen.
  • Eh' Butter kommt von Danzig ran, ist meustens sie schon ranzig dann.
  • Ein Fremdwort hat die Sau gewagt: Sie hat ganz leise „wau“ gesagt.
  • Ein Hund mit lauten Bellen grüßte das Antlitz einer grellen Büste.
  • Ein Krüppel und ein Greis sich droschen um den Betrag von dreißig Groschen.
  • Ein Loblied sprach Frau Finkenstein: „Die Harzer Käschen stinken fein.“
  • Ein Mücklein wollte Reisen machen, da flog's in einen Meisenrachen.
  • Ein Säufer klagte neulich schüchtern: „Heut' fühl' ich mich abscheulich nüchtern.“
  • Ein Vorwurf trifft den Gatten meist, als hätte er 'nen matten Geist.
  • Er hackte mit dem Hackebeil – gottlob blieb seine Backe heil.
  • Es dufteten des Recken Hosen wahrlich nicht nach Heckenrosen.
  • Es klapperte die Klapperschlang', bis ihre Klapper schlapper klang.
  • Es könnte doch dem Beine schaden, d'rum soll man nur zum Scheine baden.
  • Es steht ein Frosch mit Rosen dumm vor einem Haufen Dosen 'rum.
  • Für den von Hitze platten Schatz sucht sie jetzt einen Schattenplatz.
  • Hat eine Eiche Blätter kaum, taugt sie wohl gut zum Kletterbaum.
  • Hör' ich dich plätschern, nasser Wicht – doch freut dich, scheint's, das Wasser nicht.
  • Ich ess nicht gerne Spiegelei, weil ich sonst wie ein Igel spei.
  • Ich fuhr mit meinem Leiterwagen, wo Steine und so weiter lagen.
  • Ich kenne einen Schweinemäster, der ist so dick wie meine Schwester.
  • Ich muss jetzt in den Birkenwald, denn meine Pillen wirken bald.
  • Ich trink nie mehr beim Baden Wein, sonst brech ich mir das Wadenbein.
  • Ich will nichts mehr vom Baden wissen, seit Krebs' mich in die Waden bissen.
  • Im Dunkeln sich der Falter schindet, bis er fürs Licht den Schalter findet.
  • Im Sommer gibt es heiße Nächte, da fängt man in der Neiße Hechte.
  • In Afrika die Schwarzen weinen aus großer Angst vor Warzenschweinen.
  • In Frankfurt sich ein Hesse freut: Es kriegt wer auf die Fresse heut.
  • Ins Teppichhaus die Käufer laufen – sie alle wollen Läufer kaufen.
  • Kauf nie ein Rad als Restposten – es könnte wie die Pest rosten.
  • Man konnte schon in Jugendtagen mich mit dem Worte „Tugend“ jagen.
  • Man muss es mal ganz trocken sagen: Man sollte heile Socken tragen.
  • Maus heißt er, ist Hausmeister, im Keller meist haust er, und wie es heißt, maust er.
  • Mein Schatz, wenn ich dir Wonnen sende, bewahr sie bis zur Sonnenwende.
  • Mich machen diese Scharten krank an unserm neuen Kartenschrank.
  • Mit einem starken Schweden ringen, ist nicht so leicht wie Reden schwingen.
  • Nicht jeder an Latten roch, der landet gleich im Rattenloch.
  • Schüttelreime machen Lust. Möglich, dass du lachen musst.
  • Sepp starb aufgrund des Steineschwalls beim Einsturz seines Schweinestalls.
  • Sie lagen vor dem Rattenloch, aus denen es nach Latten roch.
  • Sie saß mit ihm im Rosenhain und griff ihm in die Hosen rein.
  • So biet' dem Autodiebe Schach und schließe fest das Schiebedach.
  • Soll der Waggon mal leise gleiten, so lass ihn über Gleise leiten.
  • Und sieht man einen Hund graben, so muss das seinen Grund haben.
  • Unter den schönsten Steppdecken kann der blödeste Depp stecken.
  • Verwelkt ist ihre müde Pracht – das ist's, was sie so prüde macht.
  • Von diesem graus'gen Doppelmord blieb übrig nur der Moppel dort.
  • Was hilft mir so ein gelber Sud!? Mein Magen wird von selber gut.
  • Was macht's, dass Gut und Geld verweht, wenn gar zuletzt die Welt vergeht.
  • Wenn ich nur eine Bimmel hätt’, ich hing' sie an mein Himmelbett.
  • Wenn kalter Regen niederfließt, die Nachtigall im Flieder niest.
  • Wenn Mädchen in die Kissen weinen: Wo ist der Freund? Sie wissen keinen.
  • Wenn mancher doch am Himmelbett zum Wecken eine Bimmel hätt'.
  • Wer andern eine Zange leiht, vermisst sie oft für lange Zeit.
  • Wer kann mit frohem Herzen schmausen, wenn tief im Eckzahn Schmerzen hausen.
  • Wer reist, braucht Schuhe. Wer scheißt, braucht Ruhe.
  • Wer Schmerzen in den Ballen hat, bewege sich im Hallenbad.
  • Wie schön, wenn nach dem heißen Bad man gleich etwas zu beißen hat.
  • Will einer sich sein Recht erschleichen, kann er's im Guten kaum erreichen.
  • Zum Golfen gern der Wolf geht, wenn warmer Wind vom Golf weht.
  • Zusammen hält die Meisterklasse wie eine zähe Kleistermasse.
  • Zwölf Grappa hat der Specht geschluckt. Tags drauf hat er nicht schlecht gespuckt.

Sollten Sie auch noch ein paar gute Schüttelreime auf Lager haben – immer her damit! Nutzen Sie dazu bitte das Kontakt-Formular.